Land of Stories: Der Kampf der Welten

Erschienen: Juli 2021

Bibliographische Angaben

übersetzt von Fabienne Pfeiffer; Hardcover, 400 Seiten

Band 6 von 6 aus der Land of Stories-Reihe

ISBN: 9783737357906

Couch-Wertung:

9
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Julian Hübecker
Was für ein Showdown!

Buch-Rezension von Julian Hübecker Aug 2021

Die Zeit ist gekommen: Die Welten öffnen sich einander und eine Armee aus literarischen Schurken marschiert auf die Menschenwelt zu. Connor steht ohne seine Schwester da; sie wird durch einen mächtigen Zauber kontrolliert und kämpft auf der bösen Seite. Connor muss unbedingt ein Gegenmittel finden, denn ohne Alex haben er und seine Freunde keine Chance zu gewinnen …

„Also holte der beliebte Kinderbuchautor tief Luft, schlug die allererste Seite seines eigenen Buchs auf und begann zu lesen, wobei er aus tiefster Seele hoffte, dass die Geschichte ihm aufzeigen würde, wohin seine Schwester all die Jahre zuvor verschwunden war …“

Das Buch beginnt viele, viele Jahre, nachdem der Kampf der Welten geendet hat. Connor ist mittlerweile 80 und ein gefeierter Kinderbuchautor. Als er von einem kleinen Fan gefragt wird, wo denn seine Zwillingsschwester sei, mit der er aufgewachsen ist, die aber, seitdem sie Teenager waren, nie wieder gesehen wurde, macht sich der gedächtnisschwache Connor nochmal selbst auf die Suche. Ist Alex etwa vor Jahrzehnten etwas zugestoßen?

Die Antwort ist in jener Zeit zu finden, als die Märchen- und die Menschenwelt sich im gleichen Takt bewegen und sich so einander öffnen. Darauf spekuliert die böse Hexe Morina, die Gut gegen Böse kämpfen lässt, um schlussendlich ganz allein die Herrschaft über beide Welten an sich zu reißen. Dafür hat sie Alex verzaubert, um sie für sich die Drecksarbeit machen zu lassen. Kann Connor sie befreien?

Rückblick auf die ganze Reihe 

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge muss man sich nun von Alex und Connor Bailey verabschieden. Doch gleich zu Anfang beschert Chris Colfer seinen Leserinnen und Lesern einen Schockmoment: Was passiert mit Alex beim Kampf der Welten? Warum kann Connor sich nicht mehr an seine Schwester erinnern? Geschickt packt der Autor den Lesernerv und dreht ihn ordentlich durch die Mangel – denn die Auflösung gibt es tatsächlich erst ganz am Ende. Doch das Abenteuer zwischendrin ist kurzweilig, denn man rast geradezu durch die Zeilen.

Das liegt vor allem daran, dass Colfer über seine Bücher so viele Figuren eingeführt hat, die im großen Finale natürlich ihre Rolle spielen müssen. Auf jeder Seite kommt ein anderer der Darsteller zum Einsatz und trägt wesentlich zum Ausgang des Abenteuers bei. Dadurch wird es zwischendurch konfus, manch ein Protagonist ist nicht mehr so ganz präsent im Gedächtnis. Doch für den Lesegenuss, den Witz und Charme, die Spannung und die Emotionen fällt dies nicht ins Gewicht.

Insgesamt bietet Chris Colfer mit seiner „Land of Stories“-Reihe ein magisches Epos, das für Groß und Klein eine Bereicherung für das Bücherregal darstellt. Man wächst förmlich mit den Zwillingen in die Abenteuer hinein, erlebt ihre Charakterentwicklungen, weint und leidet mit ihnen oder freut sich über ihre vielen Siege. So schwer der Abschied auch ist, ein endgültiges Lebwohl ist es dennoch nicht: Mit Tale of Magic: Die Legende der Magie muss man sich nicht völlig vom Magischen Land verabschieden – wenn auch andere Protagonisten eine Rolle spielen.

Fazit

Diese Reihe ist ein magisches Epos, das man immer wieder lesen muss, um all die Feinheiten und Raffinessen mitzunehmen, die der Autor eingebaut hat. Das Finale bringt „Land of Stories“ zu einem Ende, das den Abenteuern von Alex und Connor würdig ist.

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