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Blake Nelson: Paranoid Park
»Paranoid Park« ist eine illegal aufgebaute Skateranlage in Portland, Oregon, und sie trägt ihren Namen nicht ohne Grund: Der Streetpark ist das Reich jener, die das Leben hart gemacht hat. Es gibt keine Regeln und keinen Besitzer, es herrscht die Anarchie der Asphaltpiraten - und wer zu weich ist, der schiebt Paranoia. Als »Skater« den Park betritt, wird er in einen Kampf verwickelt, an dessen abruptem Ende ein Toter zurückbleibt. Ein Unfall. Vielleicht Notwehr. Niemand hat Schuld. Oder doch? Panik. Flucht. Schlaflose Nächte. Sich jemandem anvertrauen wollen. Aber es siegt die Sprachlosigkeit. Der Gedanke: Vielleicht werde ich nicht geschnappt. Schweigen. Bis Unschuld zu Mitschuld wird und die Frage, wie damit umgehen, eine brisante Eigendynamik entwickelt ...
Ann Dee Ellis: Es Tut Mir So Leid
Eine Geschichte über Freundschaft und Schuld. Klingt nicht wirklich außergewöhnlich, doch man sollte sich keinesfalls täuschen lassen. Es geht um Logan. Logans bester Freund ist Zylar, und irgendetwas ist mit Zylar geschehen. Recht schnell erfahren wir, dass Logan umgezogen ist und keinen Kontakt mehr zu Zylar hat. Wir erfahren weiter, dass dieser Umzug nicht ganz freiwillig war, und wir merken sofort, dass Logan nicht über das spricht, was geschehen ist – nicht mit seinen Eltern, nicht mit seinen Zwillingsbrüdern, nicht mit (nicht vorhandenen) Freunden, nicht mit einem Psychologen, nicht mit der leicht verrückten Laurel, die sich von den Gerüchten um ihn nicht abschrecken lässt. Er schweigt beharrlich, und die Neugier wird immer größer. Was ist mit Zylar geschehen? Die verschiedensten Vermutungen schleichen irgendwann im Kopf herum, und man weiß doch nur eine Sache sicher: Logan war Zeuge, er hat nichts getan - und darunter leidet er. Deshalb schottet er sich ab und tut auch nichts dagegen, als er an der neuen Schule und bei den Pfadfindern aufs Übelste gemobbt wird.
Christoph Wortberg: Dieser eine Moment
Es gibt Momente im Leben, an denen sich alles verändert und nichts mehr so ist, wie es vorher war. Christoph Wortberg erzählt uns Jans Geschichte, dessen pures Glücksgefühl innerhalb eines Moments in Schuld umschlägt. Jan radelt nachts die Straße entlang, die Arme weit ausgebreitet, die Augen geschlossen, sein Glück hinausschreiend, weil er gerade sein erstes Mal mit seiner Freundin Laura erlebt hat. Er ist überglücklich - und sieht nicht das Auto, das ihm entgegenkommt, ihm ausweichen muss und gegen einen Baum fährt. Jan und dem Fahrer passiert nichts, doch die Beifahrerin Catrin verliert bei dem Unfall ihr Augenlicht. Jan, der sich schockiert einfach aus dem Staub gemacht hat, weiß nicht, was er nun tun soll. Er fühlt sich schuldig und erzählt Laura, was geschehen ist. Sie rät ihm, nicht zur Polizei zu gehen, findet sogar Entschuldigungen für ihn. Doch sein schlechtes Gewissen wird immer größer, treibt ihn schließlich ins Krankenhaus an Catrins Krankenbett, wo er feststellt, wie wunderschön sie ist. Mit der Situation überfordert flieht er jedoch, ohne mit ihr zu sprechen. Als er sie ein paar Wochen später zufällig kennenlernt, verliebt er sich in sie.
Jenny Valentine: Die Ameisenkolonie
Sam geht nach London und bezieht ein Zimmer in einem heruntergekommen Mietshaus, das von einer Handvoll recht unterschiedlicher Personen bewohnt wird. Obwohl er keinen Kontakt zu anderen wünscht, kann er sich nicht vollständig gegen das Interesse an seiner Person wehren und wird langsam immer mehr Teil dieses merkwürdigen "Mikrokosmos". Schnell wird deutlich, dass sie alle in der ein oder anderen Weise mit Problemen zu kämpfen haben. Da ist zum Beispiel die alte, einsame Isabel, die sich mit Vorliebe in das Leben der Mieter einmischt, oder die kleine Bohemia, die von ihrer Mutter vernachlässigt wird, und die ihn zu ihrem neuen besten Freund auserkoren hat.





