Im Schatten des Fuchses

Erschienen: September 2019

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen unter dem Titel von The Shadow of the Fox; aus dem Englischen von Beate und Ute Brammert; Hardcover, 480 Seiten

Band 1 von 3 aus der Schatten-Serie

ISBN: 9783453272057

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Nina Pimentel Lechthoff
Als würde man einen Anime schauen

Buch-Rezension von Nina Pimentel Lechthoff Okt 2019

Die junge Yumeko ist eine Gestaltwandlerin – halb Mensch, halb Füchsin. Im Kloster der Stillen Winde lernt sie unter der liebevollen Anleitung von Mönchen, ihre Gabe zu kontrollieren. Doch eines Nachts greifen mörderische Dämonen die Tempelanlage an und setzen sie in Brand. Yumeko gelingt es als Einziger zu fliehen, mit einem letzten Vermächtnis der Mönche in der Tasche: einer geheimnisvollen Pergamentrolle, die sie in einem Tempel in Sicherheit bringen soll. Unterwegs trifft Yumeko den Samurai Tatsumi, der auf der Suche nach eben jener Pergamentrolle ist. Gemeinsam setzen sie ihren Weg fort. Tatsumi weiß nicht, dass Yumeko hat, wonach er sucht. Yumeko weiß nicht, dass Tatsumi ein Geheimnis hütet, das sie beide umbringen könnte.

Iwagoto – das Land der Mythen und Märchen

Julie Kagawa schafft in ihrem Buch Im Schatten des Fuchses eine fantastische Welt, in der ich gerne leben, die ich aber auch gleichzeitig lieber meiden würde. Es ist eine Welt, in der Menschen und Fabelwesen zusammenwohnen, wenn auch nicht immer friedlich, und wo überall Magie herrscht. Kagawa lässt gekonnt japanische Fabel- und Mythenwesen in die Geschichte einfließen. Die Namen und Bezeichnungen bleiben dabei auf Japanisch – Yumeko ist beispielsweise eine Kitsune, eine Art Fuchsdämon. Diese Begriffe werden aber entweder direkt im Verlauf der Geschichte erklärt, oder man kann sie hinten in einem Glossar nachlesen. Dadurch gewinnt die Geschichte meiner Meinung nach etwas mehr an Substanz, da Begriffe nicht „verdeutscht“ werden. Um das Buch genießen zu können, sollte man daher offen für die japanische Kultur und Mythologie sein.

Wie ein Anime – nur zum Lesen

Beim Lesen von Im Schatten des Fuchses sind mir immer wieder Bilder im Kopf aufgepoppt. Das Buch zu lesen fühlt sich beinahe so an, als würde man einen Anime schauen. In meinem Kopf entstand eine Mischung aus den Ghibli-Filmen und Inuyasha. Das liegt aber nicht nur an den Fabelwesen, die im Buch eine wichtige Rolle spielen; auch wie die Kapitel aufgebaut waren, hätte als Folge einer Animeserie sehr gut funktioniert. Kagawa hat ein sehr gutes Gespür für Tempowechsel und Spannungsaufbau. Aber nicht nur die actionreichen Szenen (von denen es jede Menge gibt) sind gut und verständlich geschrieben, auch die ruhigeren Momente zwischen Tatsumi und Yumeko regen zum Weiterlesen an.

Eine Geschichte mit annehmbaren Klischees

In Im Schatten des Fuchses bedient sich Kagawa einiger Genre-Klischees, die aber nicht immer nur schlecht sein müssen. Das größte ist wohl die Dynamik zwischen Tatsumi und Yumeko: Während Tatsumi sehr ruhig und gefühlskalt ist, ist Yumeko der Inbegriff von Freude. Das liegt an ihrer Kitsune-Natur – während in Deutschland der Fuchs eher mit negativen Eigenschaften wie Heuchelei oder Boshaftigkeit in Verbindung gebracht wird, ist der Kitsune ein Chaosstifter, der aber sowohl gut als auch böse sein kann.

So ergibt sich die Figurenkonstellation „Gegensätze ziehen sich an“, die meistens damit endet, dass beide Figuren voneinander lernen und die guten Eigenschaften der anderen Seite annehmen. Das passiert auch in gewisser Weise in diesem Buch, doch die Art und Weise, wie Kagawa Yumeko und Tatsumi beschreibt und wie sich diese annähern, lässt sie ein bisschen aus der Klischee-Ecke herausdrängen.

Nur mit einer Sache konnte ich mich nicht anfreunden: Die Kapitel sind alle aus der Ich-Perspektive erzählt und wechseln immer wieder zwischen Yumeko und Tatsumi. Dadurch erfährt man zwar sehr viel über die Gedanken und Gefühle der Figuren, die Wechsel sind aber nicht immer ganz gut gelungen, vor allem, wenn Teile des vorherigen Kapitels wiederholt werden, nur aus der anderen Perspektive erzählt. Dadurch haben sich ein paar Kapitel in die Länge gezogen.

Fazit

Mir hat Im Schatten des Fuchses unheimlich gut gefallen. Die von japanischer Mythologie durchtränkte Fantasy-Welt, die Dynamik der beiden Hauptfiguren und die spannende Erzählweise machen das Buch zu einem meiner Lieblings-Fantasy-Bücher überhaupt. Nur die wechselnde Perspektive der Kapitel hat manchmal nicht so ganz funktioniert. Ich bin trotzdem gespannt, wie die Geschichte von Yumeko und Tatsumi weitergehen wird, denn der Cliffhanger am Ende war ziemlich gemein.
 

Im Schatten des Fuchses

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