Tale of Magic: Eine dunkle Verschwörung

Erschienen: September 2021

Bibliographische Angaben

aus dem Englischen von Naemi Schuhmacher; Hardcover, 336 Seiten

Band von 2 aus der Tale of Magic-Reihe

ISBN: 9783737358583

Couch-Wertung:

7
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Julian Hübecker
Auftritt der Hexen

Rezension von Julian Hübecker Dez 2021

Brystal könnte eigentlich verdammt stolz auf sich sein: Sie hat die Magie zurückgebracht und den Menschen die Angst genommen. Als gute Fee bringt sie Hoffnung zurück in die Welt. Doch ihre eigenen Zweifel hemmen sie. Zu allem Überfluss tritt eine alte Bruderschaft auf den Plan, deren Ziel es ist, sämtliche Magie vom Antlitz der Erde zu tilgen. Kann Brystal ihre inneren und die fanatischen Dämonen bezwingen?

„Denn solange wir kämpfen, solange wir unsere Hoffnung lebendig halten – so lange hat die Bruderschaft nicht die geringste Chance.“

Im Grunde hat Brystal ihre Berufung gefunden: Gemeinsam mit ihren Feenfreunden leitet sie eine Akademie, um die nächste Generation an guter Magie zu sichern. Doch als gute Fee hat man auch sonst alle Hände voll zu tun – schließlich merken die Menschen so langsam, welche Vorteile ein wenig Zauberei hat. So trudeln Bittbriefe aus dem ganzen Land bei ihr ein, kleine wie große, solche einfacher Leute, aber auch der Herrscherinnen und Herrscher. Schon bald ist Brystal überfordert und die Stimme in ihrem Kopf, dass der Frieden sowieso nicht von Dauer ist und man sie bald verrät, wird immer lauter.

Und das ist auch kein Wunder: Schließlich tritt eine mysteriöse Hexe auf den Plan, die ihre eigene Akademie gründen und daher Schülerinnen und Schüler von Brystals Schule abwerben will. Als ihre beste Freundin Lucy der Hexe folgt, ist Brystal am Boden zerstört. Dazu kommt noch eine alte, geheimnisvolle Bruderschaft, die alles Magische vernichten will. Wie soll sie dagegen ankommen? Auf einmal steht alles auf dem Spiel, wofür sie so lange gekämpft hat – sogar ihr Leben …

Nicht seine beste Leistung

Während Chris Colfer mit seiner „Land of Stories“-Reihe einen Abschluss gefunden hat, startet er mit Tale of Magic: Eine geheime Akademie ein neues Abenteuer, das in der gleichen Welt, aber lange Zeit vor den Geschehnissen um die Zwillinge Alex und Connor spielt. In diesem zweiten Band taucht man tiefer ins Spannungsfeld zwischen Magie und Nicht-Magie ein, das schon mittelalterliche Züge hat, als unschuldige Frauen der Hexerei angeklagt wurden. Brystal hat tatsächlich alle Hände voll zu tun, um den Irrglauben der Menschen entgegenzuwirken.

Während aber der erste Band spannend und mit wirkungsvollen Wendungen daherkam, ist Tale of Magic: Eine dunkle Verschwörung mit Abstand das schlechteste der Colfer-Bücher. Natürlich glänzt es weiterhin mit dem unverwechselbaren Schreibstil des Autors, der einen sofort in die fantastische Welt hineinsaugt. Auch das Worldbuilding, die allgegenwärtige Magie und die großartigen Charaktere überzeugen. Doch irgendwie will der Funke beim Lesen nicht überspringen. Die Geschichte ist vielmehr vorhersehbar, ohne spannungsvolle Momente, und auch das Ende passiert plötzlich und ohne Raffinesse. Es wirkt, als würde der Autor eine Pause einlegen, um hoffentlich mit der Fortsetzung wieder durchzustarten und zu alter Form zurückzufinden.

Fazit

Auch dieses Buch braucht sich definitiv nicht zu verstecken: Chris Colfer schafft Einzigartiges. Doch im Vergleich mit seinen anderen Büchern fehlt hier der Zauber, der sich mit jeder Seite auf den Leser überträgt.

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