Die Tribute von Panem 1 - Tödliche Spiele

Erschienen: Januar 2009

Bibliographische Angaben

  • Oetinger, 2008, Titel: 'The Hunger Games 1. The Hunger Games', Originalausgabe

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Gefangen in einer lebensfeindlichen Arena: Hunderte Gefahren und 23 Kontrahenten mit dem einen Ziel Dich zu töten!
Denn es kann nur einen Sieger geben!
Das sind die Hungerspiele von Panem.
"Möge das Glück immer mit Dir sein."

Panem ist ein Land der Zukunft auf dem ehemaligen Gebiet Nordamerikas, aufgeteilt in 12 Distrikte, geführt von einer grausamen und unerbittlichen Regierung. Während in den Distrikten das Leben zum Teil in allergrößter Armut und unter mittelalterlich anmutenden Bedingungen stattfindet,  leben die Menschen im Kapitol umgeben von neuesten technischen Errungenschaften und in Reichtum und Überfluss.
 
Als fortwährende Bestrafung der Distrikt-Bevölkerung - aufgrund einer früheren niedergeschlagenen Revolte - finden alljährlich die sogenannten Hungerspiele statt: 24 Tribute aus 12 Distrikten. Per Los erwählte Jungen und Mädchen kämpfen um ihr Leben, bis der Letzte als gefeierter Sieger die Arena verlässt.
 
Am Tag der Tributauswahl beginnt unsere Geschichte.
Die Geschichte von Katniss Everdeen, einem 16-jährigen Mädchen aus Distrikt 12. Als ihre 12-jährige Schwester Prim auserwählt wird, meldet sich Katniss freiwillig, wohl wissend, dass ihre Chance, die Spiele gegen die Tribute aus besser gestellten Distrikten zu gewinnen, mehr als gering sind.
Zusammen mit Peeta, dem männlichen Tribut aus ihrem Distrikt, wird sie in die Hauptstadt gebracht, um auf die Spiele vorbereitet zu werden. Neben einer dreitägigen Trainingsvorbereitung beginnt eine riesige medienwirksame Show, deren Höhepunkt die Eröffnung der Spiele bildet.
In der Arena beginnt nun der grausame Kampf der Tribute: Jeder gegen jeden, zusätzlich erschwert mittels gekonnter Manipulationen der Umgebung durch die Spielmacher.
Aufgenommen von zahlreichen Kameras, verfolgt so ganz Panem jeden noch so grausamen Kampf  und vor allem jede emotionale Regung der Kontrahenten. Ein Vergnügen für die sensationshaschende Bevölkerung des Kapitols, eine Pflichtveranstaltung  für die Distrikte.

Wie in Suzanne Collins vorheriger fünfteiliger Romanserie um Gregor und das Unterland wird der Leser auch hier in eine bedrückende, überaus realistische Welt entführt. Auch hier ist wie in vielen Passagen der Unterland-Erzählung eine unterschwellige Bedrohung spürbar, welche der Geschichte eine besonders dichte Atmosphäre verleiht.
Die Handlung ist durchweg flüssig und temporeich erzählt. Immer neue Wendungen bieten Spannung bis zur letzten Seite und das obwohl das Ende der Spiele in Ansätzen vorhersehbar ist.

Ausschließlich aus der Sicht von Katniss erzählt, erhält man zwar nur einen eingeschränkten Blick auf die Geschehnisse, jedoch gewinnt die Handlung hierdurch an zusätzlicher Spannung, da vieles zunächst im Unklaren bleibt.
Katniss selbst ist ein durchaus sympathischer, wenn auch etwas spröder Charakter. Früh hat sie gelernt  für sich selbst und vor allem für ihre jüngere Schwester Prim zu sorgen. Ein Schicksal, das keine Zeit für Vergnügen lässt, oder die Beantwortung von Fragen jenseits der Überlebensstrategie für die nächsten Tage geben kann. Katniss’ Lebensumstände spiegeln sich auch im knappen und schnörkellosen Schreibstil der Autorin wieder. Sie denkt und handelt zweckgebunden und nüchtern. Nur äußerst selten lässt sie Gefühle zu, wie im Umgang mit Prim oder im Andenken an ihren Vater.
Ihr männlicher Mitstreiter Peeta lässt sich aus Sicht von Katniss lange Zeit nicht eindeutig einordnen. Peeta ist keine Kämpfernatur im eigentlichen Sinne. Hat er einen Sieg in den Spielen für sich selbst schon als unrealistisch abgetan, so kämpft er dennoch, und zwar um das Einzige das ihm in einer solchen Situation zu bleiben scheint: seine Würde.

Kommen wir zu den Spielen: Ein Plot aus einem PC-Adventure-Game übertragen in eine mehr als fragwürdige Fernsehshow zur Belustigung einer mehr als dekadenten Gesellschaft.
Das Erleben der Spiele aus der Sicht von Katniss schickt den Leser auf eine emotionale Achterbahn.
Angst, Hoffnung, Trauer, Wut und Fassungslosigkeit, aber auch ruhiges, bedachtes Kalkül, all dies vereinigt Katniss in ihrem Kampf ums Überleben.
Einmal in der Geschichte gefangen, lässt sie einen auch nach Beendigung des Buches nicht mehr so einfach los.

FAZIT

Suzanne Collins gelingt es in diesem Buch, einen kritischen Blick auf die Gesellschaft, ihre Moral und Werte, in eine fantastische Geschichte zu verweben, die aufwühlt und zum Nachdenken anregt. Temporeich und detailliert erzählt, mit Charakteren, die man lieben muss, trotz oder gerade wegen ihrer zahlreichen menschlichen Fehler und Eigenarten. Hier werden Emotionen geweckt, nicht nur wegen der geschilderten Spiele, sondern vor allem aufgrund des dargestellten Voyeurismus und der Vergnügungssucht der dekadenten Elite der Bevölkerung.
Fassungslos steht der Leser dem Verlust jedweder Moral gegenüber, welcher es möglich macht, dem Sterben junger Menschen wie in einer Casting Show zur Wahl eines "Superstars" zuzuschauen.

Die Tribute von Panem 1 - Tödliche Spiele

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