Magic Tales - Verhext um Mitternacht

Erschienen: September 2020

Bibliographische Angaben

Hardcover, 368 Seiten

Band 1 von 2 aus der Magic Tales-Reihe

ISBN: 9783743206458

Couch-Wertung:

8

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Theresa Mürmann
Aschenputtel neu erzählt – modern, männlich, magisch

Buch-Rezension von Theresa Mürmann Nov 2020

Der 17-jährige Tristan wartet sehnlichst auf seinen 18. Geburtstag: Denn als Wissender ohne magische Fähigkeiten ist das Leben in einer bedeutenden Hexenfamilie für ihn die Hölle. Seine Stiefbrüder, erfahrene Junghexer, machen ihm den Alltag mit fiesen Zaubereien schwer und seine Stiefmutter wäre den untalentierten Tristan auch lieber heute als morgen los. Doch dann taucht die italienische Austauschschülerin Ela auf und Tristans Welt steht Kopf. Er fühlt sich auf magische Weise zu ihr hingezogen…

Eine moderne Märchenadaption von Aschenputtel

Verhext um Mitternacht ist der erste Band der neuen Reihe Magic Tales, in der klassische Märchen neu bzw. „gegen den Strich“ erzählt werden. Stefanie Hasse hat sich in diesem Buch einer modernen und fantastischen Version von Aschenputtel angenommen. Die ursprüngliche Storyline des Märchens ist dabei jedoch nur noch in ihren Grundzügen erkennbar. So ist unser Aschenputtel Tristan in diesem Fall männlich und hat es nach dem Tod seines Vaters in seiner Stieffamilie nicht leicht. Fehlt noch der Prinz: Diese Rolle übernimmt Ela, eine talentierte Magierin aus einer berühmten italienischen Hexendynastie. Dies sind allerdings schon die offensichtlichsten Parallelen zum ursprünglichen Märchen. Und auch sonst kommt diese Fantasygeschichte nur selten märchenhaft daher. Der Story selbst tut das jedoch keinen Abbruch – denn sie ist spannungsgeladen, intensiv und magisch.

Aschenputtel sucht seinen Prinzen… seine Hexe

Im Zentrum der Handlung stehen die beiden Protagonist*innen Tristan und Ela (eigentlich Adela), aus deren Sicht jeweils abwechselnd in kurzen Kapiteln erzählt wird. Ela wird zur Ausführung eines geheimen Auftrags „undercover“ in Tristans Heimat, eine fiktive Kleinstadt in Süddeutschland, geschickt. Ab der ersten Begegnung fühlen sich die Beiden zueinander hingezogen. Für Kitsch und Romantik ist in der schnelllebigen Handlung jedoch nicht viel Platz. Eine märchenhafte Romantasy-Geschichte kann man als Leser*in nicht erwarten, vielmehr ist diese wohl portioniert mit Höhen und Tiefen. Tristans fehlende Magie und Elas Ruf als talentierte Nachwuchshexe bilden jedenfalls das klassische Gegensatzpaar einer Liebe, die so nicht sein darf.

Von guten Hexen und Dunkelmagiern

Blutmagie bedroht die Hexenwelt. Wenn nicht schnell gehandelt wird, kann das traditionelle Ritual, mithilfe dessen die Magie vor den unwissenden Menschen geheim gehalten wird, nicht erneuert werden. Auf den ersten Blick mag die klassische Gegenüberstellung von Gut und Böse nicht besonders aufregend klingen, doch der Autorin ist es gelungen, eine in sich stimmige, atmosphärische und geheimnisvolle Welt zu schaffen. Tatsächlich sind die 361 Seiten schon fast zu wenig, da einige Szenen viel zu schnell und oberflächlich erzählt bzw. zu wenig detailreich sind. Sicherlich hätte die Story hier noch weiter ausgeschmückt werden können. Dennoch: Insbesondere auf den letzten hundert Seiten nimmt die Handlung so an Fahrt auf, dass man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen kann. Dachte man zuvor, das Ende wäre vorhersehbar, so wird man eines Besseren belehrt. Tatsächlich sind einige Wendungen und Auflösungen völlig überraschend und der Spannungsbogen reißt bis zum Schluss nicht ab.

Fazit

Stefanie Hasse ist ein mitreißender Auftakt dieser neuen Reihe gelungen. Zwar sollte man sich als Leser*in nicht auf die erhoffte Märchenadaption und die Suche nach Parallelen zu Aschenputtel versteifen – denn diese sind eher rar gesät. Die Story selbst ist jedoch absolut ansprechend: eine spannungsreiche Fantasywelt mit überzeugenden Charakteren, die Lust auf weitere „Magic Tales“ macht.

Magic Tales - Verhext um Mitternacht

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