Silver Crown - Forbidden Royals

Erschienen: August 2020

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen unter dem Titel Dirty Halo; aus dem Englischen von Anika Kluever; Broschur, 304 Seiten

Band 1 von 3 aus der Forbidden Royals-Reihe

ISBN: 9783736313033

Couch-Wertung:

6

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Sabine Bongenberg
Keine Krone schützt vor Kopfweh

Buch-Rezension von Sabine Bongenberg Nov 2020

An dem letzten Abend ihres bis dahin recht normalen Lebens sitzt Emilia Lancaster mit ihrem besten Freund Owen in einer Bar, als diese plötzlich von Männern gestürmt wird. Owen wird niedergeschlagen, Emilia in ein Auto gezerrt und entführt. Dennoch wird es keine Fahndung nach ihren Entführern geben, handelt es sich doch um die Spezialkräfte des hiesigen Königshauses, die ein Mitglied ihrer Familie in Sicherheit bringen. Emilia ist nämlich ein bisher verschwiegenes, so aber doch nichteheliches Kind eines Mitglieds des Hochadels, das jetzt nach einem Anschlag in die unmittelbare Thronfolge rückt.

Schon auf der Fahrt lernt sie ihren Stiefbruder Carter kennen, der zwar offensichtlich gut einen gepichelt hat, aber dennoch eine starke sexuelle Anziehungskraft auf sie ausübt. Diesen Einfluss kann sie auch dringend brauchen, denn im Palast angekommen, erfährt sie, dass ihr bisheriges Leben jäh enden wird und sie – die nie vom Königshaus irgendwelche Beachtung erfuhr – nun ihren Pflichten gegenüber Volk und Vaterland nachkommen soll. Emilia sieht sich gezwungen, sich dem Willen ihrer neuen Familie zu beugen, muss aber bald erkennen, dass dieses große Haus nicht nur die Königswürde trägt, sondern offensichtlich ein Spielplatz von Intrigen, Bösartigkeiten und Verbrechen ist.

Prinzessin wider Willen

Die Amerikanerin Julie Johnson beschreibt in ihrem Roman eine junge Frau, die sich aus ihrem bisherigen Leben gerissen sieht und auf eine unvermutete Thronfolge vorbereiten muss. Natürlich handelt es sich um ein fiktives Königreich, das sich laut Beschreibung irgendwo im skandinavischen Raum befindet, aber sich ähnlicher Namen wie der des englischen Königshauses bedient. Die Heldin Emilia beschreibt sich selbst als sehr kleine unangepasste Frau – aber mit Körbchengröße C – und mit einer Vorliebe für schwere Boots und Miniröcke. Damit der Leser auch nicht vergisst, welche Rebellin hinter Emilia steckt, wird er schon vor Beginn der Geschichte gewarnt, dass in diesem Buch geflucht wird und der Sex eine große Rolle spielt und diejenigen, die das nicht verkraften, wird wärmsten angeraten, ein anderes Buch auszuwählen. Diese Anregung möchte ich gerne unterstützen. Wenn auch aus anderen Gründen als die Autorin sie darstellt.

So stellte ich mir direkt zum Auftakt die Frage, ob Frau Johnson tatsächlich der Meinung ist, dass es in Europa üblich ist, unbescholtenen Bürgern grob eins auf die Glocke zu hauen, wenn man ihre Begleitung – aus welchen Gründen auch immer – in Sicherheit bringen will. Als kleiner Hinweis: Solche Vorgehensweisen sind in totalitären Staaten an der Tagesordnung, in Europa bisher aber grundsätzlich unüblich. Einmal in den Wagen verfrachtet, scheint offensichtlich eine Fahrt anzustehen, die von der Länge einmal die Wegstrecke Hamburg bis München umfasst, denn anders lässt sich nicht ganz erklären, warum Emilia mit dem zugestiegenen Carter nach vorsichtigem Herantasten einen hitzigen Streit führt, dann einen Teil der Reise auf seinem Schoß und nach erneuten Diskussionen wieder schmollend in einer Ecke verbringt. Aus welchem Grund ein offensichtlich reich begütertes Königshaus nicht einen Helikopter ins Spiel bringt, soll hier nicht diskutiert werden.

Einmal im Schloss angekommen, wird die Autorin nicht müde, die Leser darüber zu unterrichten, dass die böse Stiefmutter der neuen Familie Anstoß an Emilias lila gefärbten Haaren und am Minirock nimmt und immer wieder ist sie gezwungen, das Schloss empört zu verlassen und draußen in der Kälte zu sitzen, bis endlich ein Prinz, der heiße Carter oder der beste Freund vorbeikommen und ihr eine Jacke geben. Der beste Freund ist ob dieser ganzen Entwicklung selbstredend über alle Maßen beunruhigt und will natürlich immer wissen, wie es Emilia geht, denn wie die Leser schon nach zwei Seiten wissen, ist er unsterblich – aber heimlich – in sie verliebt. Da aber die böse Stiefmutter droht, dem besten Freund oder seiner Familie etwas anzutun – totalitärer Staat eben – bricht Emilia alle Kontakte zum besten Freund ab und hat es natürlich nicht nötig, ihn über ihre Beweggründe zu informieren. Als der aber dann auf seine Weise reagiert und eine spezielle Lawine ins Rollen bringt, ist das natürlich absolut unverständlich und gemein. Gewürzt wird die ganze Geschichte noch durch pseudo-philosophische Aussprüche von Emilias verstorbener Mama, die dem Königshaus noch nie etwas abgewinnen konnte und das mit tiefsinnigen – aber sinnentleerten und letztendlich nicht bewiesenen - Sprüchen wie „Gib‘ einem König eine Krone und er wird die Menschen wie einfache Bürger behandeln. Gib‘ einem einfachen Mann eine Krone und er wird die Menschen wie Könige behandeln“ zum Ausdruck brachte.

Vermutlich bestreitet niemand, dass die ganze Geschichte um das Thema „ganz normales Mädchen wir plötzlich Prinzessin“ mittlerweile ziemlich oft bemüht wurde und sicherlich nicht zu den brandheißen, neuen Geschichten gehört. Dennoch ließe sich aus der neuen königlichen Erziehung vermutlich eine halbwegs unterhaltsame Geschichte zusammenbauen. Das misslingt hier aber vollkommen. Dank böser Familie und eigener Sturheit kann die Heldin nichts Nettes – außer am heißen Carter – an ihrer Geschichte finden, kann verschiedene Termine nur zugedröhnt ertragen und das Beste am großen Krönungsball sind auch nur die sexuellen Eskapaden.

Fazit

Silver Crown ist ein unausgegorener Roman mit der klassischen „Normales-Mädchen-wird-zur-Prinzessin“-Geschichte – aber schlecht erzählt. Schlecht gelaunte Pseudo-Royals in drei Bänden – das muss sich sicher niemand geben.

 

Silver Crown - Forbidden Royals

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