Get Even: Vergeltung ist kein leichtes Spiel

Erschienen: September 2020

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen unter dem Titel Get Dirty; aus dem Englischen von Silke Jellinghaus; Hardcover, 460 Seiten

Band 2 von 2 aus der Don't get Mad-Reihe

ISBN: 9783805200707

Couch-Wertung:

9
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Julian Hübecker
Spannend bis zur letzten Seite

Buch-Rezension von Julian Hübecker Nov 2020

Während Margot im Koma liegt und Bree für die DGM-Aktionen im Gefängnis sitzt, müssen Olivia und Kitty versuchen, den Mörder aufzuhalten. Doch seine Pläne sind perfide; er tut alles, um DGM auffliegen zu lassen. Nun hat er es auf alle DGM-Opfer abgesehen – einer nach dem anderen verschwindet. Was ist das Motiv? Und warum haben die Freundinnen das Gefühl, dass der Täter ihnen näher ist als gedacht?

„Ich werde dich so glücklich machen, sagte sie. Dann legte sie den Finger auf den Abzug und schoss.“

Nahtlos geht Get Even: Vergeltung ist kein leichtes Spiel weiter: Die Freundinnen sind getrennt und angreifbar. Wie sollen sie so einen neuen Plan zur Ergreifung des Täters entwerfen? Schließlich sind auch ihre Liebsten in großer Gefahr. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als Freunde einzuweihen und dem Täter eine Falle zu stellen – gar nicht so leicht, wenn zum einen die Polizei involviert ist und zum anderen eigentlich keinem zu vertrauen ist.

Je mehr Möglichkeiten zur Identität des Täters sich eröffnen, desto schwieriger wird es für alle Beteiligten, den Überblick zu behalten: Freunde werden verdächtigt, Feinde werden zu Verbündeten und es schwebt die ständige Aura der Angst über allen, dass man der nächste sein könnte. Dabei artet die Geschichte jedoch nicht in ein gnadenloses Gemetzel aus, sondern bleibt auf einem perfiden, spannungsgeladenen Niveau, das irgendwann ausbricht.

Viel Raum für eigene Vermutungen

Allzu viel kann über den Inhalt des Buches nicht verraten werden, ohne zu viel vorweg zu nehmen. Gretchen McNeils Gedankenspiel gleicht einem Spinnennetz, wo einzelne Fäden miteinander verknüpft sind, man aber irgendwann nicht mehr weiß, wohin man den Blick wenden muss. Dadurch ergibt sich Raum für eigene detektivische Ermittlungsarbeit, was viel Spaß bereitet. Gemein sind die vielen falschen Fährten, die einer Spur folgen lassen, die sich aber irgendwann als Einbahnstraße herausstellt. Bis zum Schluss hatte ich tatsächlich keine Ahnung über die wahre Identität des Mörders.

Gelungen sind auch die Entwicklungen der einzelnen Charaktere. Insbesondere Margot, Olivia, Kitty und Bree müssen mit ihren eigenen Schatten zurecht kommen und über sich hinaus wachsen. Zwar verliert die Autorin die ein oder anderen Probleme aus den Augen, doch hätten deren Auseinandersetzungen vermutlich zu viel Raum eingenommen.

Fazit

Durch die ganzen Verstrickungen konnte die Autorin im Vergleich zum Vorgänger nochmal eine Schippe Spannung drauflegen und zeigen, dass sie gute Jugendthriller schreiben kann. Wer diese Dilogie lesen möchte, sollte direkt beide Bände kaufen, damit man schnell durchsuchten kann.

Get Even: Vergeltung ist kein leichtes Spiel

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