Girl in a Strange Land

Erschienen: Oktober 2018

Bibliographische Angaben

Broschur, 336 Seiten

Band 2 von 2 der Tal der Erweckten-Reihe

ISBN: 9783785589281

Couch-Wertung:

7

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Valentina Mizera
Eine schauerliche Vorstellung unserer Zukunft

Buch-Rezension von Valentina Mizera Jul 2019

In einer Welt des Krieges gibt es einzig im Tal der Erweckten noch Sicherheit und Frieden. Hier leben die letzten gottesfürchtigen Menschen und warten auf die Wiederkunft Christi. In diesem Glauben wurde Sophia zumindest erzogen. Doch als sie sich in Mirko verliebt und er ihre strenge Lebensweise und den strikten Glauben in Frage stellt, kommen ihr erste Zweifel. Nach seinem Verschwinden wird ihr klar, dass sie nur außerhalb des Tals Antworten finden wird, doch dort stößt sie auf eine hoch moderne Welt, die von Technik regiert wird. Plötzlich muss sie ihr ganzes bisheriges Leben hinterfragen und den Mut aufbringen, ihren Wünschen zu folgen.

Gott hat sie gemacht, damit sie uns nutzen

Aufgewachsen im Tal der Erweckten lebt Sophia nach den strengen Regeln der Kirche. Die Bibel ist die einzige Wahrheit, an die die Menschen glauben dürfen. Das Wort des Vikars wird nicht hinterfragt. Die Talgrenzen zu überschreiten ist verboten, denn dort lauert eine zerstörte Welt, die von den Verlorenen bevölkert wird, die ihre Seelen an Satan übergeben haben.

Bei einem Fest lernt Sophia Mirko kennen und fühlt sich sofort zu ihm hingezogen. Doch Mirko hat Bücher aus der verlorenen Welt gelesen und glaubt daher nicht mehr so ganz an das, was ihnen gelehrt wurde. Als er es nicht länger im Tal aushält, bricht er schließlich aus und auch Sophia beginnt zu zweifeln. Gezwungen der Gemeinde den Rücken zu kehren, begibt sich Sophia auf die Suche nach Mirko und erkennt, dass man sie ihr Leben lang belogen hat. Es gab keine vernichtende Schlacht, stattdessen wartet eine hoch technisierte Gesellschaft, in der manche Menschen tatsächlich verloren wirken – sich selbst aufgegeben in der virtuellen Welten von Hypnos.

Was ist Wahrheit, was ist Realität?

Wie schon im Vorgängerroman Boy in a White Room spielt Karl Olsberg wieder mit der Wahrnehmung des Lesers. Anhand von Sophia konfrontiert er geschickt mit den Fragen nach Realität, Glauben und Selbstbestimmung. Kann der Glaube dabei helfen die Realität zu beeinflussen? Bestimmen wir unsere Realität selbst? So hat Sophia die ganze Zeit an ihren Vikar geglaubt und an die Unantastbarkeit seiner Worte, bis sie etwas fand, was dem widersprach. Die Erkenntnis, belogen worden zu sein, schmerzt, denn auf dieser Lüge hat sich ihr Leben aufgebaut.

Doch nicht nur im Tal ist Sophia gezwungen, alles zu hinterfragen. Angekommen in der neuen Gesellschaft, muss sie immer wieder mit ansehen, wie Menschen ihre Selbstbestimmung für eine Realität aufgegeben, die ihnen nichts als die Unwahrheit bietet. Nur wenige sind gewillt, gegen einen Gegner zu kämpfen, den man nicht bezwingen kann, und auch sie muss sich fragen, ob ihr Glauben und ihre Überzeugungen stark genug sind, um der Verführung zu widerstehen.

Girl in a Strange Land

Karl Olsberg erschafft in diesem Jugendthriller eine Welt der Gegensätze. Auf der einen Seite präsentiert er das Tal aus dem Sophia und Mirko stammen. Die Menschen sind streng religiös, arbeiten hart und halten alles Fremde für das Werk Satans. Auf der anderen Seite ist diese technisierte Welt, die ihre Religionen vergessen hat, denn hier werden künstliche Intelligenzen als Titanen verehrt. Diese machen schließlich das Leben leichter und bieten auch Fluchtwege aus dem trostlosen Alltag. Sophia gerät zwischen diese Welten, die sich nur darin überschneiden, dass es jemanden oder etwas gibt, dass alles unter seiner Kontrolle hat. Herausgerissen aus dem einen Leben, ist sie nicht bereit ihre neue Freiheit wieder zu verlieren. Doch um Mirko zu finden, muss sie bereit sein in die künstlichen Traumwelten einzutauchen, ohne dabei zu vergessen, was Realität und was Traum ist.

Bei all dem lässt sich auch eine Verbindung zu unserer derzeitigen Lebenssituation feststellen. Die Entwicklung der Technik schreitet voran. Wissenschaftler arbeiten an künstlichen Intelligenzen und virtuelle Realitäten sind bereits betretbar. Schon heute flüchten viele in die virtuellen Welten am PC oder an den Konsolen, daher scheinen die Fragen, die zwangsläufig aufkommen, berechtigt. In wie weit sind wir alle anhängig von der Technik und den Auswegen, die sie uns bietet? Könnten wir überhaupt noch ohne sie leben?

In einer klar strukturierten Handlung, aufgeteilt in drei Abschnitte, lässt der Autor den Leser Sophias Weg folgen. Dabei wechselt er gekonnt zwischen unterschiedlichen Sprachstilen, von frommer Ausdrucksweise über komplizierten technischen Erklärungen. Die Handlung kann zwar an manchen Stellen überraschen, ist aber an sich recht vorhersehbar. Zwar wurde versucht, Verwirrung zu streuen und Spannung aufzubauen, doch anders als bei Manuels Geschichte, gelang dies nicht wirklich. Manche Aspekte der Geschichte wurden zu einfach konstruiert, was zu vielen losen Abschnitten und damit offenen Fragen führt, die am Ende unbeantwortet blieben.

Fazit

Ein Jungendthriller, der eine sehr gut ausgebaute und durchdachte Kulisse bietet, mit seiner Handlung aber nicht ganz überzeugen kann. Die durchaus fesselnde Geschichte kann leider nur wenig Spannung aufbringen und ist ab einem gewissen Punkt ziemlich vorhersehbar. Doch die schauerliche Vorstellung unserer Zukunft im Zusammenhang mit der technischen Entwicklung und unserer Abhängigkeit, lässt dieses Buch doch sehr lesenswert sein.

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