Boy in a White Room

Erschienen: Januar 2017

Bibliographische Angaben

  • Loewe , 2017, Originalausgabe

Couch-Wertung:

8
Praktikabilität

Leser-Wertung

-
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Valentina Mizera
Beabsichtigte Unwissenheit

Buch-Rezension von Valentina Mizera Apr 2018

Ohne Erinnerungen erwacht Manuel in einem weißen Raum, aus dem es keinen Ausweg gibt. Er kann nicht fühlen und erkennt die eigene Stimme nicht. Die computergenerierte Stimme Alice teilt ihm mit, dass er ein Patient ist, näheres zu sagen ist sie jedoch nicht befugt. Durch seinen Zugang zum Internet findet er allerdings heraus, dass er bei einem Entführungsversuch lebensgefährlich verletzt wurde. Da er der Sohn eines Milliardärs ist, der zugleich an künstlicher Intelligenz forscht, wurde wohl mehr als mögliches getan um ihn zu retten. Obwohl Manuel nicht mehr persönlich am Leben teilnehmen kann, bietet sein Vater ihm verschiedene Möglichkeiten um indirekt doch dabei sein zu können. Als er eines Tages aber ein Mädchen bemerkt, dass er aus seiner Vergangenheit zu kennen glaubt, ändert sich alles. Alle Versuche sie zu kontaktieren werden unterbunden. Ihre Spuren in den sozialen Medien verschwinden und plötzlich werden auch Manuela Freiheiten eingeschränkt. Doch so leicht will Manuel nicht aufgeben, auch wenn seinen Möglichkeiten mehr als begrenzt sind.

Was ist Wahrheit? Was ist Realität?

Karl Olsberg gestaltet diesen Roman wie ein Spiel mit der Wahrnehmung. Anhand von Manuels Situation führt er dem Leser vor, wie schwer die Einschätzung von Lüge und Wahrheit sein kann. Was ist Realität und wann wird sie nur vorgespielt? So hat es zunächst den Anschein, als würde Manuel von einem verzweifelten Vater gerettet werden. Dieser tut alles, um seinen Sohn vor dem Tod zu bewahren und ihm eine andere Existenz zu ermöglichen, schließlich will er nicht auch noch ihn verlieren. Dann erhält Manuel aber Informationen, die genau das Gegenteil behaupten. Sein Vater tut jedoch alles, damit dieser Informationsfluss unterbunden wird. Unweigerlich findet sich Manuel in einer unmöglichen Situation wieder. Egal wem er sein Vertrauen auch schenkt, für ihn wird es überaus gefährlich.

Vor dem Hintergrund des heutigen technischen Standes, aber auch der Entwicklung von künstlicher Intelligenz, wird Karl Olsbergs Jugendthriller zu einer schauerlichen Vorstellung von dem, was sein könnte. Unfreiwillig wird Manuel in diese Welt hineingezogen und einem Druck unterstellt, bei dem es unmöglich scheint, das Richtige zu tun. Seine Handlungen und Gedanken sind nachvollziehbar aufgestellt. Er sucht nach der Wahrheit, nach sich selbst, und muss dabei immer wieder von vorn beginnen. Genaue hier liegt die Stärke des Romans, denn obwohl Manuel sich immer wieder neu aufstellen muss, gibt er nie auf. Er akzeptiert die Situation nicht, er versucht sie zu durchschauen, auch wenn dies nicht einfach ist.

Es ist eine durch und durch verworrene Handlung, die durch verschiedenste Wendungen für so manche Überraschungen sorgt. Olsberg verschachtelt die Geschichte und versteckt den Kern, bis nicht mehr klar ist, worum es sich dabei handelt. Obwohl die Sprache und der Verlauf der Handlug wirklich großartig sind, nimmt das Ende etwas von der Spannung weg und ersetzt es durch völlige Verwirrung. Es ist nicht völlig überzeugend und der offene Abschluss lässt viele Fragen unbeantwortet.

Fazit

Ein Jugendthriller, der schnell Fahrt aufnimmt und einiges an Spannung zu bieten hat. Die kleinen Unstimmigkeiten am Ende sorgen zwar für einige Verwirrung, können den Lesespaß aber kaum trüben. Karl Olsberg kann das Thema um die technische Entwicklung ausgezeichnet vermitteln und damit eine Vision schaffen, die Gänsehaut vermittelt. Ein Buch, das sich zu lesen lohnt.

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