Der Fall des verschwundenen Lords

Erschienen: März 2019

Bibliographische Angaben

aus dem Englischen von Nadine Mannchen; Hardcover, 200 Seiten

ISBN: 9783957282606

Couch-Wertung:

9

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Andrea Delumeau
Schwungvoll erzählt

Buch-Rezension von Andrea Delumeau Mai 2019

Ausgerechnet an ihrem 14. Geburtstag verschwindet die Mutter von Enola Holmes spurlos. Sofort macht sie sich auf die Suche und landet in der Großstadt London – im ausgehenden 19. Jahrhundert ein gefährliches Pflaster für eine alleinreisende junge Frau. Fast nebenbei klärt sie das mysteriöse Verschwinden eines jungen Lords auf. Wird es ihr aber auch gelingen, ihre Mutter zu finden?

Ihr ganzes Leben hat Enola sich gefragt, warum ihre Mutter ihr diesen seltsamen Vornamen „Enola“ (auf Englisch rückwärts für „alone“, also „allein“) gegeben hat. Nebenher hat sie ihr zudem fast jeden Tag gepredigt, dass sie bestens allein zurechtkommt. Wollte sie sie von Geburt an auf diesen denkwürdigen Tag vorbereiten, an dem sie aus dem Leben ihrer Tochter würde?

Die kleine Schwester des Meisterdetektivs Sherlock Holmes

Die Eltern sind schon im fortgeschrittenen Alter, als das Nesthäkchen Enola geboren wird. Ihre zwei Brüder Sherlock und Mycroft sind viele Jahre älter als sie und wohnen längst nicht mehr zu Hause, während Enola heranwächst. Der Vater stirbt, als sie noch ein kleines Kind ist, und so ist sie tatsächlich vollkommen auf sich allein gestellt, als ihre Mutter unerwartet spurlos verschwindet, ohne dass es Anzeichen für ein Gewaltverbrechen gibt.

Nur schwer zu verkraften ist für Enola, dass die Mutter anscheinend freiwillig gegangen ist, ohne sie mitzunehmen. Warum nur?

Zu allem Überfluss wollen die beiden Brüder Enolas Heiratsaussichten steigern, weshalb sie dringend auf ein Internat soll, wo sie endlich zu einer sittsamen jungen Dame erzogen werden würde.

Interessanterweise wird der bekannte Meisterdetektiv zwar als der sympathischere und einfühlsamere der beiden dargestellt, letztendlich ist er jedoch genauso konservativ wie sein älterer Bruder und will Enola unbedingt auf eine dieser Schulen schicken.

Enola muss also unbedingt fort, je schneller, desto besser. Nicht nur, weil sie ihre Mutter finden will, sondern auch, weil sie überhaupt keine Lust hat, in ein Internat zwangsverfrachtet zu werden. Bei den Vorbereitungen stößt sie auf verschlüsselte Geheimnachrichten, die ihre Mutter für sie hinterlassen hat.

Gleich auf der ersten Seite wird der Leser mitten ins Geschehen geworfen

Hier wird er Zeuge, wie der noch unbekannte Erzähler in einer lebensbedrohlichen Lage steckt. Erst nach und nach wird dem Leser klar, dass Enola Holmes selbst von den haarsträubenden Abenteuern berichtet, die ihr bei der Suche nach ihrer Mutter widerfahren. Dieser geschickte Schachzug hält selbst ungeübte Leser bei der Stange und schlägt den Leser sofort in den Bann dieser rasant erzählten, abenteuerlichen Detektivgeschichte um die jüngere Schwester des berühmten Meisterdetektivs.

Sehr anschaulich wird dem Leser klar gemacht, wie eingeschränkt Frauen im England des späten 19. Jahrhunderts waren. Diese Einschränkung fing schon bei der Kleidung an: Nicht umsonst bevorzugte Enolas freiheitsliebende Mutter sogenannte “Reformkleidung“ ohne einschnürende Korsetts, die ihr mehr Bewegungsfreiheit ließ.

Fazit:

Eine schwungvoll erzählte Detektivgeschichte, bei der alle Fans von Sherlock bestens unterhalten werden.

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