Love you, hate you, miss you

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • dtv, 2009, Titel: 'Love you, hate you, miss you', Originalausgabe

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Was würdest du tun, wenn deine beste Freundin nicht mehr da ist? Deine Anlaufstelle für Probleme gibt es nicht mehr. Deine Seelenverwandte, die bei jedem Ausdruck in deinem Gesicht wusste, wie es dir geht, ist von heute auf morgen verschwunden.
Genau so ergeht es Amy. Sie ist 16 und genießt zusammen mit ihrer Freundin Julia das Leben. Partys, Alkohol und Spaß stehen im Vordergrund. Doch eines Nachts ereignet sich ein schlimmer Unfall. Amy überlebt. Julia nicht.
Das weitere Leben erscheint Amy zunächst unmöglich, war sie doch Schuld am Unfall und somit an Julias Tod. Getrieben vom Hass und den Selbstvorwürfen zieht sich Amy immer mehr zurück, doch dann wird ihr klar, dass Julia vielleicht doch nicht so perfekt war. Was ist in der Unfallnacht tatsächlich passiert?

"Ich werde nie vergessen, dass ich Deine Hand genommen und Dir gesagt habe, dass alles gut wird."
Ich möchte mit diesem Zitat beginnen, da es mich sehr berührt hat. So wie Amy Julia an die Hand genommen hat, wird hier auch der Leser an die Hand genommen und bekommt von Amy die tragische Geschichte von Julia erzählt.
Die Erzählweise wechselt zwischen Tagebucheinträgen bzw. Briefen an Julia und der Ich-Perspektive von Amy. Der Leser ist von der ersten Seite an direkt im Geschehen und kann so rückblendenartig miterleben, was wirklich in jener schicksalshaften Nacht geschehen und wie Julia gewesen ist.

Die Briefe an Julia sind sehr privat. Man hat teilweise sogar den Eindruck, dass Amy hier die einzige Möglichkeit hat, sich fallen zu lassen. Sie schreibt offen und ehrlich, was sie denkt und fühlt - auch über die Sachen, die sie sonst lieber totschweigt.
Während Amy hier ihren Gefühlen freien Lauf lassen kann, bilden die "normalen" Passagen einen krassen Gegensatz. Amy ist verschlossen und wird von ihren Zweifeln und Vorwürfen beinahe aufgefressen.
Generell sind die Charaktere liebevoll ausgearbeitet und mehr als realistisch. Gerade Amy macht eine starke Wandlung durch und ist schon aufgrund der Erzählperspektive komplett transparent. Man leidet und fühlt mit ihr mit und möchte sie teilweise am liebsten schütteln und ihr den richtigen Weg aufzeigen.

Die Nebencharaktere und auch das Umfeld von Amy runden die Geschichte insgesamt ab. Es gibt die typischen Klassen in der Schule: Die Beliebten, die Freaks, die Loser und die Streber. Anhand eines Beispiels wird hier deutlich gemacht, wie schnell man die Rolle wechselt und somit als einsamer Loser versuchen muss, zu überleben.
Auch zu Hause hat es Amy nicht einfach: Weil ihre Eltern lieber unter sich wären, kommt sie sich wie das fünfte Rad am Wagen vor und ignoriert sie deshalb gerne.

Das Buch lässt sich flüssig lesen und wird in einem eher lockeren Stil erzählt. Die Geschichte ist leider nicht durchweg spannend. Geheimnisse werden nur nach und nach gelüftet, und in der Mitte des Buches erlebt die Spannung einen kleinen Einbruch, weil die Protagonistin auf der Stelle tritt und man als Leser das Gefühl hat, manche Passagen schon einmal miterlebt zu haben. Deshalb geht es nicht so recht vorwärts.
Doch danach nimmt die Handlung noch mal an Fahrt auf, und man rutscht quasi bis zur letzten Seite durch.

Die zentralen Themen des Buches sind Tod, Hass, Liebe, Freundschaft, Akzeptanz,  Vermissen und Schuld. Amy durchlebt diese extremen Gefühle und hat einen schweren Weg vor sich, um aus ihrem schwarzen Loch wieder heraus zu finden.

FAZIT

Die Geschichte von Amy und Julia hat mich nachdenklich gemacht, sie hat mich unterhalten - und vor allem hat sie mich sehr berührt. Jeder, der nur einen Moment darüber nachdenkt, wie viel düsterer sein Leben ohne seine beste Freundin oder seinen besten Freund ist, weiß, was Hauptperson Amy durchleiden muss.
Elizabeth Scott hat einen wunderbaren Roman voller Gefühl und Sehnsucht geschrieben, der einem zeigt, wie kurz das Leben doch sein kann, und dass man einfach jeden Tag genießen sollte.

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