Schwarze Schwäne

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • script5, 2012, Originalausgabe

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8

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Felix Oepping
Unterhaltsamer Wissenschaftsthriller

Buch-Rezension von Felix Oepping Mär 2012

Jennifer jobbt neben ihrem Studium bei einem Professor für Risikoforschung, sichtet Studien und arbeitet ihm zu. Eigentlich ein angenehm entspannter Job, doch eines Tages kommt eins zum anderen: Sie bekommt die Diagnose einer schweren Krankheit, findet etwas grauenvolles im Umfeld ihrer Arbeit heraus und wird zu allem Überfluss auch noch verfolgt. Wie hängen ihre Krankheit, ein Ex-Pharma-Mitarbeiter, der ihr helfen will und die von ihr gefundene "Todes-Formel" zusammen? Beim Beantworten dieser Fragen kann sie auf ihren Bruder zählen, aber wem kann sie noch vertrauen?

Jennifer entspricht weitestgehend dem Ideal einer engagierten Studentin, die als Minijob bei RISK, einem Institut für Risikoforschung für Professor Koch wissenschaftliche Studien liest, zusammenfasst und danach wieder nach Hause geht, wo sie mit ihrem Bruder zusammen wohnt. Der ist ein schwuler kommunistischer Hacker und die beiden verstehen sich prächtig. Diese Harmonie wird eines Tages zerstört als Jennifer eine folgenschwere Diagnose von ihrem Arzt bekommt: Sie ist schwer krank und hat nur noch sechs Monate zu leben. Ein gewisser Prof. Dr. Dr. Eckhardt Hirschberger nimmt Kontakt zu ihr auf im Kontext ihrer Krankheit und bittet sie um ein persönliches Gespräch, jedoch ist Hirschberger in der wissenschaftlichen Sphäre seit acht Jahren unsichtbar und praktiziert auch nicht als Arzt. Eine sehr dubiose Anfrage also.

Der andere Assistent bei RISK, Thorge, hat eine nicht weniger dubiose Anfrage bekommen: Er soll alle Abstracts (also Zusammenfassungen der Studien, die Jennifer und er anfertigen) kopieren und seinen Auftraggebern zukommen lassen. Die fürstliche Entlohnung dafür kommt dem frisch gebackenen Vater, der nicht gut bei Kasse ist, sehr gelegen, also stellt er keine Fragen.

Der Sicherheitsbeauftragte von GlobalENJ, Young-Sun Bak, erhält den Auftrag, Jennifer zu überwachen und ihr zu zuzusetzen. Offensichtlich behagt dem international agierenden Riesenkonzern nicht, was sie bei RISK tut.

Diese drei Handlungsstränge verlaufen zunächst parallel, werden immer mehr ineinander verwoben und sind ab der Hälfte dieses spannenden und packenden Wissenschaftsthrillers nicht mehr zu trennen. Im Stile eines klassischen Romans, in dem der Leser nicht nur die Perspektive einer Person, sondern mehrerer Personen einnimmt, wird eine Geschichte über die Frage nach dem Tod und der eigenen Vergänglichkeit ebenso dramatisch wie spannend erzählt wie die, über die Macht einzelner Firmen in einer globalisierten Welt und deren ökologische Herausforderungen. Dabei bedient sich Daniel Westland eines angenehmen Sprachstils, der weder übermäßig trocken noch besonders metaphorisch oder ausgeschmückt daherkommt.

Das Thema ist wissenschaftliche Fiktion so wie das ganze Werk, jedoch entgeht dem Leser nicht die realistische Relevanz des dargestellten Szenarios. Der gesundheitliche Niedergang von Jennifer berührt, die Verfolgungsjagden ließen mich das Buch nicht aus der Hand legen und auch wenn die Geschichte teilweise unnötig problemlos und auch voraussehbar verläuft, weiß das Ende und die gesamte Spannungskurve zu überzeugen.

Ich würde dieses Buch für alle Leser ab 14 Jahren empfehlen, jedoch sollten auch junge Erwachsene ihren Spaß haben, wenn sie nicht mehr und nicht weniger als einen handwerklich soliden, inhaltlich spannenden und gleichermaßen wissenschaftlich angehauchten Thriller erwarten, der auf knapp 370 Seiten eine Geschichte erzählt, die trotz gelegentlicher Längen und in meinen Augen zu knappen wissenschaftlichen Hintergründen stets unterhaltsam und angenehm zu lesen bleibt. Das zu wünschende aber nicht immer zu erwartende Ende ist in diesem Kontext ein sehr runder Abschluss, hier hätte ich mir mehr Kanten gewünscht.

Fazit:

Insgesamt ein unterhaltsamer Thriller, der mir vor allem durch das wissenschaftliche Grundthema gefallen hat.

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