Mission Clockwork (2) - Angriff aus der Tiefe

Erschienen: Januar 2012

Bibliographische Angaben

  • Thienemann, 2010, Titel: 'The Hunchback Assignments (2) - The Dark Deeps', Originalausgabe

Couch-Wertung:

7

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Carsten Kuhr
Auf den Pfaden Jules Vernes geht es in die Tiefen des Meeres

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Mär 2012

Das meint Jugendbuch-Couch.de: "Auf den Pfaden Jules Vernes geht es in die Tiefen des Meeres"

Im Auftrag der Ewigen Allianz, einer höchst geheimen Vereinigung ehrenvoller Gentlemen und Gentlewomen, die sich um das Britische Empire und dessen Vormachtstellung in der Welt sorgen, machen sich die beiden Agenten Modo und Octavia nach New York auf. Einer der Agenten von Mr. Socrates ist dort ermordet worden. Als junges, frisch verheiratetes Ehepaar sollen die beiden so ungleichen Agenten ermitteln, was hinter dem Gewaltverbrechen steckt.

Dass Modo, der seinen grauenhaft missgestalteten Körper nach Belieben zumindest eine Zeit lang verändern kann, nach wie vor in Octavia verliebt ist, macht den Auftrag für den jungen Mann nicht einfacher, zumal er auf der Überfahrt auch noch von Seekrankheit geplagt ist.

Kaum in New York angekommen, überschlagen sich die Ereignisse. Im Zimmer des Ermordeten finden sie einen Zettel, auf dem ein Name und Koordinaten mitten im Meer vermerkt sind.
Zwar haben sie die ganze Zeit das Gefühl, beschattet und ausspioniert zu werden, doch können unsere Agenten bei aller Sorgfalt niemanden entdecken.

An Bord eines unter deutscher Fahne fahrenden Transportschiffes machen sie sich auf den Weg in die auf dem Zettel vermerkte Region kurz vor der Isländischen Küste. Dass sie kaum dort angelangt von einem metallenen Riesenwal angegriffen werden, und Modo in die eisigen Fluten des Atlantiks stürzt, erweist sich, bei aller Dramatik, als Glücksfall. Modo gelingt es, sich Zutritt zur Ictíneo zu verschaffen – und er stößt auf eine ganze Welt, die tief unter den Fluten des Ozeans existiert. Eine Welt, in der jeder gleich ist, in der Ausgestoßene willkommen sind und Ausgegrenzte eine Zuflucht finden.

Mit an Bord sind allerdings auch zwei ungebetene Gäste. Zum einen eine französische Geheimdienstagentin, die Modo in seiner Tarnexistenz schöne Augen macht, zum anderen ein unsichtbarer Agent der Clockwork Guild, der Modo schon sein New York folgt.

Damit nicht genug, entsendet der Gildemeister der Guild mit der Lindwurm sein neuestes Schlachtschiff, um den technischen Geheimnissen der unterseeischen Zivilisation auf die Sprünge zu kommen. Befehligt wird die Lindwurm von einer alten Bekannten Modos: Es gibt ein Wiedersehen mit der künstlichen Hand Hakkandottirs und ihrer sadistischen Intelligenz …

Freiheit, Brüderlichkeit und Selbstbestimmung am Meeresboden

Im ersten Teil der auf insgesamt vier Teile angelegten Reihe hat uns der Autor bereits seine faszinierenden Gestalten näher gebracht.
Mit Modo, des verwaisten, missbrauchten Jungen, der sein missgestaltetes Äußeres bewusst ändern kann, hat er unser Mitleid, aber auch unsere Hochachtung geweckt. Das ist eine geschundene Kreatur, der das Leben und das Schicksal mehr als übel mitgespielt hat. Erst als er im Haushalt des geheimnisvollen Mr. Socrates zum Agenten ausgebildet wird, findet er so etwas wie eine Heimat. Seine besonderen Fähigkeiten der Gestaltwandlung machen ihn für die Ewige Allianz besonders wertvoll.

Octavia, die patente junge Frau, hat sich nicht nur als gewitzte Spionin erwiesen, sie hat Modo auch das Leben gerettet. Allerdings kennt sie noch immer sein wahres Äußeres nicht, das der Junge ihr aus Angst, sie damit zu erschrecken und von sich wegzustoßen nicht zeigen will.

Auch ihre Gegenspieler der Clockwork Guide wurden bereits in Szene gesetzt. Neben Mr Hyde und dessen mechanisch-tierischen Mischgeschöpfen war es auch die kaltblütige Mrs. Hakkandottir, die mit ihrer Skrupellosigkeit Angst und Schrecken verbreitete.

Nun also geht es in die zweite Runde. Wieder bietet uns der Autor ein spannendes Abenteuer, das er mit phantastischen, mechanischen Erfindungen aufpeppt. Waren es im ersten Teil die Schöpfungen Dr Hydes, dem es gelang lebende Wesen mit künstlichen, mechanischen Hilfsmitteln noch gefährlicher zu machen, sind es dieses Mal ein mittels eines geheimnisvollen Tranks unsichtbar gewordener Junge und eine technische Unterwasserstadt, die uns faszinieren.

Das erinnert sehr an Jules Vernes Kapitän Nemo und seine Nautilus, führt die Handlung aber weiter. Eine ganz neue Nation, die auf den Werten Brüderlichkeit und Gleichheit aufbaut, soll am Meeresgrund entstehen. Eine Nation aber auch, die ihre Grenzen brutal und energisch verteidigt.

Hier spricht der Autor das Problem an, dass die mächtigen Nationen der Welt das Entstehen eines neuen Staatengebildes nicht so einfach akzeptieren würden, aber auch, dass eine solche Nation die eigenen Interessen eigentlich nur gewaltsam wird durchsetzen können.

Neid und der Versuch, sich das überlegene technische Wissen auch gegen den Willen der rechtmäßigen Besitzer notfalls gewaltsam anzueignen, bestimmt die Handlung aller in den Konflikt verstrickten Parteien. Frankreich und England unterscheiden sich da wenig von der Guild, auch sie haben nur ihre eigenen Interessen im Kopf. So lässt der Autor Themen wie Selbstbestimmung und Freiheitsstreben mit in seine Handlung einfließen, die den Leser in die Tiefen des Meeres entführt.

Allerdings hätte ich mir seine Ausführungen zu der Untermeeresstadt etwas ausführlicher gewünscht. Zu schnell und zu kurz handelt er den Spaziergang im Taucheranzug am Meeresgrund ab. Die Kuppeln, die das Wasser von der Heimat der Seebewohner abhalten, werden kaum beschrieben.

FAZIT

Arthur Slades "Angriff aus der Tiefe – Mission Clockwork" ist insgesamt gesehen ein spannender Roman voller Tempo und Dramatik, der mit facettenreichen Charakteren aufwartet und den Leser gespannt den dritten Teil der Tetralogie erwarten lässt.

Mission Clockwork (2) - Angriff aus der Tiefe

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