Outback

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

Als Kim den mysteriösen Lukas kennenlernt, ahnt sie noch nicht, dass er der Freund ihrer älteren Schwester Nina war, die man vor zwei Jahre tot aufgefunden hat - mit einer schillernden Libelle auf dem Gesicht. Kim verliebt sich in ihn, auch wenn sie immer wieder zweifelt, ob sie ihm trauen kann. Gerade als sie beginnt, sich auf ihn einzulassen, verschwindet erneut ein Mädchen.

Couch-Wertung:

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Rita Dell'Agnese
Und plötzlich verwandelt sich Dvoràks Cellokonzert in Elvis Presleys Love me Tender

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Mär 2012

Das meint Jugendbuch-Couch.de: "Und plötzlich verwandelt sich Dvoràks Cellokonzert in Elvis Presleys Love me Tender"

Hugh ist gerade mal 16, als sein Großvater – genannt Poppy – ihn zu einer Spritztour zum Uluru verleitet. Immerhin kann Hugh damit seine dringend nötigen Fahrstunden sammeln und kommt dem Führerschein ein großes Stück näher. Was aber noch weit mehr zählt: Poppy lässt seinen Enkel ans Steuer eines echten gelben Holden HT Monaro GTS – eine Autolegende. Dumm nur, dass der Uluru 2800 Kilometer weit entfernt ist und Hugh in einer Woche mit dem Cello vor der Kommission vorspielen muss, will er wie geplant ans Konservatorium aufgenommen werden. Ganz ist Hugh nämlich nicht davon überzeugt, dass er es schaffen wird, in einer Woche 5600 Kilometer zu fahren. Trotzdem macht er sich mit Poppy auf den Weg. Es ist ein Weg aus dem Alltag hinaus, in eine Welt  voller Überraschungen hinein. Und ein Weg zu Hughs erster Liebe Bella.

Hugh und sein Großvater leben in zwei grundsätzlich verschiedenen Welten. So ist es nicht verwunderlich, dass sich der Junge von Poppy magisch angezogen fühlt. Denn Poppy ist eben erst in Hughs Leben aufgetaucht. Der Junge war 16 Jahre lang davon überzeugt, dass der Vater seiner Mutter früh gestorben sei – aber da steht der alternde Hippie plötzlich vor der Tür der Schule.

So absurd diese Geschichte sich anhört, so überzeugend wird sie von Phillip Gwynne präsentiert. Zwar mag man sich das eine oder andere Mal fragen, ob man selber bereit gewesen wäre, sich dem unerwartet aufgetauchten Grossvater zu öffnen. Doch insgeheim dürfte man sich just diese Situation wünschen: Eine Begegnung mit einem Menschen, der einem die Augen für eine ganz andere Seite des Lebens öffnet. Denn Hugh hat in seinem jungen Leben nichts als Luxus kennen gelernt. Seine Eltern arbeiten beide, und so steigt die Familie auf ihren Reisen stets nur in gepflegten Hotels ab, die von Reiseführern empfohlen werden. Und da soll Hugh mit Poppy im Freien übernachten? Der Junge beginnt zum ersten Mal, die Freiheit des "normalen" Lebens zu geniessen – auch wenn er sich immer wieder überwinden muss.

Phillip Gwynne verzichtet darauf, die Reise von Großvater und Enkel in einem verklärten Licht darzustellen. Auf dem Weg quer durch Australien läuft nicht alles so, wie sich die Beiden das vorgestellt haben. Und sie müssen immer wieder mal erkennen, dass es gar nicht so einfach ist, aus dem Alltag auszubrechen. Allerdings kommen sich der verwöhnte Junge und der ausgeflippte Großvater auf dem Weg durchs Outback näher. Sie lernen, einander zu vertrauen und den anderen zu schätzen. Für Hugh eine wichtige Erfahrung. Er erkennt, dass er bereits mit 16 einem ausgetretenen Pfad durchs Leben folgt. Sehr schön stellt der Autor den langsamen Wandel dar, der mit Hugh passiert. Er lässt den Jungen an der verzwickten Reise reifen und gibt ihm dadurch die Möglichkeit, selber zu bestimmen, wie sein Leben in Zukunft laufen soll. So interessant Hughs Entwicklung aber ist, so muss man hier doch einige Fragezeichen setzen. Denn Phillip Gwynnes Roman könnte auch überinterpretiert werden und als Grundlage dazu dienen, sich jedem "bürgerlichen" Weg zu verschliessen. Hier wäre durchaus ein etwas moderaterer Weg angebracht gewesen.

FAZIT

Mit "Outback" hat der australische Autor Phillip Gwynne einen erfrischenden Roman mit Tiefgang geschrieben. Er überrascht mit witzigen Details und interessanten Figuren. Aber da und dort schießt er auch etwas übers Ziel hinaus. Die Verherrlichung des alten Wagens etwa wirkt an einigen Stellen etwas dick aufgetragen und langweilig. Trotzdem bereitet die Lektüre Spaß und dürfte bei manchem die Frage auslösen, ob er selber nicht bereits einem zu festgefahrenen Weg folgt und ob nicht ein wenig Ausbrechen aus dem Alltag mehr Klarheit ins Leben bringen könnte.

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