13, verlliebt, unsichtbar

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2011, Originalausgabe

Couch-Wertung:

7

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Rita Dell'Agnese
Freude und Kummer eines Teenagers

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Feb 2012

Das meint Jugendbuch-Couch.de: "Freude und Kummer eines Teenagers"

Die 13-jährige Moni hat es nicht leicht: Nicht nur, dass ihre Eltern die große Schwester Vanessa vorziehen, auch der von ihr so umschwärmte Lukas aus der Neunten scheint nur Augen für Vanessa zu haben. Da ist zwar Laura, mit der Moni alles teilen kann, doch Laura liebt Fabian und ist sehr beschäftigt. Zum Glück gibt es noch Timm. Aber Timm ist tot. Trotzdem beschließt Moni, ihm alles anzuvertrauen. Anstatt mit ihrem Tagebuch tritt sie mit Timm in einen Dialog. Und findet in dem toten Jungen, der ihr so ähnlich gewesen ist, einen wunderbaren Vertrauten.

Wenn Moni an Timm schreibt, sie sei für die anderen in der Schule unsichtbar, so schreibt sie wohl etwas, dass viele Mädchen in ihrem Alter genau so empfinden. Das ist es auch, das die Stärke dieses Romans ausmacht: Monis Gefühle sind so authentisch, als wäre sie eine lebende 13-Jährige, die ihren Kummer – und ihre schönen Gefühle – der besten Freundin anvertraut. Nun könnte man es durchaus als morbide empfinden, dass Moni ihre intimsten Gedanken nicht mit Freundin Laura sondern mit dem tödlich verunfallten Timm teilt. Doch hat die Autorin Sylvia Gelinek diese Klippe hervorragend umschifft. Sie erklärt gleich zu Beginn, weshalb Moni ihre Worte an Timm richtet. Für einen kurzen Moment hat die 13-Jährige nämlich Schulgefühle, dass sie sich nicht mehr mit dem blassen – eben halt auch irgendwie unsichtbaren – Jungen auseinander gesetzt hat. Und so fühlt sie sich ihm plötzlich so verbunden, dass sie ihn zu ihrem Vertrauten macht.

Es sind keine weltbewegenden Momente, die Moni erlebt. Aber es sind hunderte von Alltäglichkeiten, die wohl den meisten Mädchen im Teenageralter bestens vertraut sind. Ob es nun die zickige ältere Schwester ist, die immer wieder streitenden und manchmal sogar von Scheidung sprechenden Eltern oder der angehimmelte Lukas, der Moni nicht so richtig zur Kenntnis nehmen will: Alles Situationen, die viele kennen. So ist es problemlos möglich, in die Haut des Teenagers Moni zu schlüpfen und deren Leben aus ihrer Perspektive mitzuerleben.

Das Buch könnte auch den Eltern von Teenagern ans Herz gelegt werden. Es liest sich leicht weg, zeigt aber einige Aspekte, von denen Eltern wohl kaum etwas ahnen. Ihre eigene Zeit als Teenager liegt ja auch schon eine ganze Weile zurück und die äußeren Bedingungen haben sich mittlerweile stark verändert. So könnte dieser Roman ein Denkanstoß sein, sich anders mit der eigenen Tochter auseinander zu setzen und einige Situationen zu vermeiden, die zu einer ganzen Reihe von Missverständnissen und letztlich Auseinandersetzungen führen könnten.

Die Gestaltung des Buches passt sich dem vertraulichen Geplauder der 13-Jährigen an. Es könnte durchaus die Gestaltung eines persönlichen Tagebuchs sein. Die von der Illustratorin Jana Moskito beigefügten Zeichnungen sind eine nette Ergänzung und Abwechslung. Sie lassen manches Mal schmunzeln und geben der Beschreibung eine ganz andere Note.

FAZIT:

Sylvia Gelinek hat einen Roman vorgelegt, der so dicht am Erleben einer 13-Jährigen liegt, dass man das Gefühl bekommt, das Mädchen selber zu kennen und ihm persönlich zuzuhören. Die Autorin hat auf jede Form von spektakulären Spannungsmomenten verzichtet und arbeitet mit reinen Emotionen, die Achterbahn fahren. Dennoch macht es Spaß, Monis Geschichte mitzuverfolgen und die gelungenen Zeichnungen von Illustratorin Jana Moskito zu genießen.

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