Das Portal der Dämonen

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • cbj / cbt, 2009, Titel: 'The Gates', Originalausgabe

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In Biddlecombe ist die Hölle los: der 11jährige Samuel traut seinen Augen kaum, als er mit seinem Dackel Boswell die Nachbarn dabei beobachtet, wie sie in ihrem Keller Dämonen herauf beschwören. Das kann natürlich nicht gut gehen, und statt der Abernathys und ihrer Freunde stehen kurz darauf drei waschechte Höllenbewohner im Keller der Hausnummer 666 und ergreifen von ihren Körpern Besitz. Nicht, dass die Abernathys nette Leute wären, aber Samuel ist sich sicher, dass drei Höllendämonen jede Menge Ärger bedeuten.

Zur selben Zeit spielen zwei Wissenschaftler in der Schweiz Schiffeversenken. Eigentlich sollten sie den Teilchenbeschleuniger des CERN, des größten Physiklabors der Welt, bewachen. Umso irritierter sind sie, als plötzlich ein Teilchen verschwindet, denn das kann eigentlich nicht sein. Und schon steht das halbe CERN Kopf: haben die Forscher endlich bewiesen, dass es viele parallele Welten gibt und man von einer in die andere reisen kann?

Zumindest einer reist tatsächlich, allerdings wider Willen. Nurd, die Geißel der fünf Gottheiten, wird durch den Unfall im CERN aus der Einöde der Hölle direkt nach Biddlecombe katapultiert und findet das gar nicht lustig. Nicht, dass die Einöde ein schöner Ort wäre, und als Dämon in Ungnade ist man über jede Abwechslung dankbar, aber einfach durch Welten katapultiert zu werden, ist doch etwas unbehaglich.

Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf. Während die Wissenschaftler am CERN herauszufinden versuchen, wie genau das Teilchen entwischen konnte und warum zur Hölle der Computer auf einmal altaramäische Drohungen ausspuckt, versucht Samuel die Höllendämonen aufzuhalten. Das ist gar nicht so einfach, wenn man 11 Jahre alt ist und niemand einem glauben will, dass der Höllenfürst persönlich unterwegs ist, um die Erde zu vernichten. Also muss Samuel alleine die Welt retten. Leichter gesagt als getan, denn der böse Baal in Gestalt von Mrs Abernathy tut alles, um Samuel ins Jenseits zu befördern, und hetzt ihm jede Menge Dämonen auf den Hals.

Doch mit der Hilfe von seinen Freunden Maria und Tom entwickelt Samuel einen Plan. Und als schließlich das Tor zur Hölle bricht und munter Dämonen in unsere Welt marschieren, müssen sogar die Erwachsenen Samuel glauben. Gemeinsam mit Boswell, Samuels Mutter, Dr. Planck vom CERN, einem Fliegenspray und einer Bratpfanne, setzen sie sich entschieden zur Wehr.

Und dann wäre da noch Nurd, der eigentlich nur nach Hause möchte und mit der Hölle auf Erden lieber nichts zu tun haben will, schon gar nicht mit dem Höllenfürst persönlich. Als Nurd in Samuels Garten stolpert, reift ein Plan, der einen Aston Martin, Weingummis und einen Backstein beinhaltet und der sie alle retten kann…

Wer schon Jonathan Strouds "Bartimäus" mochte, ist mit diesem Buch sicher gut beraten. John Connolly hat ein großartiges Abenteuer geschrieben, das man von der ersten bis zur letzten Seite förmlich verschlingt. Das Absurde begleitet einen die gesamte Zeit über und sorgt immer wieder für Lacher. Das Besondere daran ist, dass Connolly es schafft, seinen Leser wirklich so zu verwickeln, dass man ihm glaubt.

Seine Charaktere sind alle liebevoll entworfen und mit vielen kleinen Details und seltsamen Schrullen versehen. Das macht sie sehr glaubwürdig und liebenswert. Die Dialoge sind spritzig und geistvoll. Die Handlung wird nie langweilig. Immer wieder stellt er auch Bezug zur Physik her und bereitet komplexe Themen so gut auf, dass sie leicht verständlich werden. Neben einer lustigen Abenteuergeschichte bekommt man also auch gleich ein paar Bissen Physik serviert, die er aber so gut verpackt, dass es viel Spaß macht, darüber zu lesen. Und so schafft Connolly einen urkomischen Spagat zwischen Realität, Fantasy und Wissenschaft.

FAZIT

Das Portal ist ein amüsantes Buch, das von witzigen Dialogen, schrägen Charakteren, liebenswerten Figuren, fundiertem Physikwissen und einer großen Portion Humor lebt. John Connolly hat ein Buch geschrieben, das eine clevere Verbindung zwischen den realen Gesetzen der Physik und einer Geschichte á la "Was wäre wenn…" zieht. Seine Mischung ist dabei nicht eine Sekunde langweilig und nimmt sich selbst nicht zu ernst. Eine spannende Geschichte, die mit skurrilen Geschehnissen und erfrischend anderen Sichtweisen überrascht. Lachen beim Lesen garantiert!

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