Er ist der Freund meiner Freundin

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • Beltz & Gelberg, 2009, Titel: 'Bara inte du', Originalausgabe

Couch-Wertung:

7

Leser-Wertung

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Corinna Abbassi-Götte
Verstand und Gefühl

Buch-Rezension von Corinna Abbassi-Götte Okt 2011

Das meint Jugendbuch-Couch.de: "Verstand und Gefühl"

In jeder Freundschaft gibt es gewisse Regeln, und eine der wichtigsten Regeln lautet: "Der Freund meiner Freundin ist tabu".
Das weiß Emma natürlich, doch als sie von Zuhause auszieht und Adrian ihr für ihre erste eigene Wohnung ein Geschenk vorbringt, natürlich allein, und sie sich zum Abschied kurz umarmen, setzt dies Gefühle frei, die sie nicht haben sollte.
Bis dahin war Adrian immer nur der attraktive Freund ihrer besten Freundin, den sie nie genauer kennengelernt hat, da er nach außen hin meist eine undurchdringliche Fassade zur Schau stellt und sein Privatleben stets abschirmt.
Doch plötzlich sucht er immer stärker den Kontakt zu ihr, verboten und im Geheimen, und Emma weiß nicht, was sie tun soll. Einerseits weiß sie ganz genau, wie falsch es ist, hinter dem Rücken ihrer Freundin Kontakt zu ihm zu haben, andererseits kann sie ihm nicht widerstehen.
Beide wissen, dass sie auf eine Katastrophe zusteuern.

Ein recht überschaubarer Personenkreis präsentiert sich dem Leser hier, in dem er sich umgehend bestens zurechtfindet. Allen voran ist da natürlich Emma, die ihre erste eigene Wohnung bezieht, ihr bester Freund Markus, der sich sehr extrovertiert kleidet und recht schnell das Interesse von Emmas Arbeitskollegin auf sich zieht, ihre beste Freundin Ellinor und deren besagter Freund Adrian, ihre Eltern, die getrennt sind und ständig versuchen, sich gegenseitig auszustechen, ihr Bruder, der sich in Drogengeschäfte verwickeln lässt, und noch weitere Freundinnen und Freunde. 
Emmas Leben ist zwar nicht ganz unproblematisch, aber völlig normal.
Und dann bricht Adrian in diese Normalität ein, nähert sich ihr zunächst vorsichtig, dann immer direkter, weil er bei ihr das zu finden scheint, was ihm bei Ellinor fehlt.

Beide wissen und sprechen darüber, dass das, was sie tun, falsch ist. Emma fühlt sich schuldig, und wenn sie ihren besten Freund Markus nicht hätte, würde sie wohl verzweifeln. Markus weiß von Anfang an über alles bescheid und nimmt den Part des Kopf-zurecht-Rückers und Ratgebers ein. Als Leser fragt man sich natürlich beständig, wohin die verbotene "Beziehung" von Emma und Adrian noch führen wird. Werden sie trotz aller Probleme ein Happy End bekommen? Was geschieht mit der Freundschaft zwischen Emma und Ellinor? Was passiert mit Markus und Emma? Kann es überhaupt Glück geben, wenn man damit alle anderen um sich herum verletzt? Wo liegt die Grenze? Wie viele Geheimnisse sind noch akzeptabel?
Diese und andere Fragen beantwortet Katarina von Bredow in ihrem Roman, der zweifelsohne überdeutlich zeigt, was zwar schnell passieren kann, aber in dieser Form nicht sein darf: Jemanden lieben, den man nicht lieben sollte.
Und obwohl die Autorin eine recht deutliche Lösung präsentiert, bleibt dem Leser genug Spielraum, um zu überlegen, wie er selbst sich in ähnlicher Situation entschieden hätte.

Ein wenig überflüssig ist leider die Geschichte um Emmas Bruder, der sich in arge Schwierigkeiten bringt und dringend ihre Hilfe braucht. Schön dagegen die Schwierigkeiten, die ihre Eltern miteinander haben. Dies wirkt wieder sehr realistisch und beinhaltet ein paar Punkte, die zum Nachdenken anregen.

FAZIT

Vernunft gegen Gefühl. Sehnsucht und Leidenschaft. Richtig und falsch. Herzschmerz und eine verbotene Liebe. Die Regeln der Freundschaft. Schuld und das schlechte Gewissen.
Kein Wunder, dass man das Buch nicht zur Seite legen kann, konfrontiert es einen doch mit dieser überaus faszinierenden Mischung tiefgründiger Gefühle und bedeutender Fragen.
Denn nicht nur einmal fragt man sich beim Lesen wahrscheinlich selbst: "Freundschaft oder Liebe? Was hätte ich getan? Wofür hätte ich mich entschieden?"

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