Septimus Heap (6) - Darke

  • Hanser
  • Erschienen: Januar 2011
  • Hanser, 2011, Titel: 'Septimus Heap. Book Six: Darke', Originalausgabe
Septimus Heap (6) - Darke
Septimus Heap (6) - Darke
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Carsten Kuhr
8

Jugendbuch-Couch Rezension vonOkt 2011

Die Burg wird belagert und Septimus muss in die Finsterhallen

Das meint Jugendbuch-Couch.de: "Die Burg wird belagert und Septimus muss in die Finsterhallen"

Eigentlich sollte ein Geburtstag ja immer etwas ganz Besonderes sein. Man feiert zusammen mit der Familie und Freunden, bekommt jede Menge Geschenke und lässt es sich gut ergehen.

Das sollte natürlich um so mehr gelten, wenn man vierzehn wird. Wie bestimmt alle schon längst wissen, ist der vierzehnte Geburtstag etwas ganz Besonderes – immerhin wird man dann zweimal sieben, und die Sieben ist eine magische Zahl – was Septimus Heap als siebter Sohn eines siebten Sohnes natürlich weiß.

Der vierzehnte Jahrestag seiner Geburt aber wird für den Außergewöhnlichen Lehrling der Außergewöhnlichen Zauberin und Prinzessin Jenna nicht das rauschende Fest, das sie sich erhofft haben. Statt feiern und Geschenke auspacken steht einmal mehr die Auseinandersetzung mit dem Bösen in dem großen Buch des Schicksals.

Eigentlich will Septimus pünktlich um Mitternacht seine Schwarzkunstwoche antreten und dabei Alther Mellars Geist aus den Finsterhallen befreien. Doch dann bemerkt er, dass sein alter Feind Merrin Meredith den Ring Dom-Daniels an sich genommen hat und mit diesem ein Dunkelfeld beschworen hat, das die Burg und ihre Bewohner in seinen dunklen Bann zieht. Selbst Simon Heap, dereinst Adept der dunklen Magie, kann sich gegen die Bedrohung kaum wehren. Während der Zauberturm hermetisch abgeschottet dem Dunkelfeld noch Paroli bietet, sind Septimus, der Alchemist Marcellus, Prinzessin Jenna und Simon Heap in der Burg gefangen. Vor der dunklen Beschwörung Merrins könnte sie, so hoffen sie zumindest, nur Alther retten – doch dessen Geist weilt nach wie vor in den Finsterhallen – einem Ort, den nicht einmal der Verräter und Adept der dunklen Magie Simon Heap zu betreten wagt …

Die Rückkehr zu alter Klasse

Die Abenteuer von Septimus Heap, dem siebten Sohn eines siebten Sohnes, haben sich weltweit eine treue Fangemeinde erobert. Was sich zunächst als durchaus charmante Hommage an gängige Fantasy-Vorbilder anbot, das hat inzwischen ganz eigene, markante Züge angenommen.

Der titelgebende Held hat sich von einem zunächst verunsicherten Jungen zu einem versierten, an seinen Abenteuern gereiften Helden entwickelt. Dass er dabei auf dem Boden geblieben ist, verdankt er in erster Linie seinen Freunden. Allen voran natürlich seiner Ziehschwester, der Prinzessin Jenna, aber auch seine vielköpfige Familie und seine Freunde sorgen dafür, dass er nicht zu selbstgefällig wird.

Nach einigen Ausflügen in die Ferne rückt dieses Mal wieder die überschaubare Kulisse der Burg und deren Bewohner in den Fokus des Plots. Und wirklich nimmt unser Septimus in der ersten Hälfte des Buches eher eine Nebenrolle ein, als dass sich alles um ihn drehen würde.

Geschickt stellt Sage einige der Nebenfiguren ins Zentrum des Geschehens. Da darf natürlich die Botenratte Stanley nicht fehlen, aber auch der ehemalige Schreiber des Manuskriptoriums Beetle und die Zauberin Marcia nehmen uns mit ihren Handlungen gefangen.

Und eine der faszinierendsten Figuren der bisherigen Bücher, Septimus´ Bruder Simon, darf erneut von sich reden machen. Er bereut seine Handlungen zutiefst, sucht Vergebung von seinen Opfern und Verwandten, stößt aber, angesichts seiner Taten, dabei durchaus nachvollziehbar auf wenig Gegenliebe. Hier beschäftigt sich die Autorin eindringlich, aber nicht aufgesetzt, mit dem großen Kapitel von Schuld und Sühne, aber auch Vergebung.

Daneben tut die Rückbesinnung auf die Burg, die Umgebung und die Bewohner dem Buch sehr gut. Die skurrilen Personen, die uns ans Herz gewachsenen Geister und nicht zuletzt die Schicksale alter Bekannter werden gestreift, und es gibt so manches Wiedersehen mit Gestalten aus den anderen Büchern. Ein waschechter Kampf zweier Drachen reichert das Geschehen mit zusätzlicher Dramatik an. Das Ganze ist rasant aufgezogen, wartet mit jeder Menge gefährlicher Situationen auf und liest sich locker und stilistisch angenehm in einem Rutsch durch. Nach einigen Durchhängern also endlich wieder ein wirklich überzeugender "Septimus Heap" Band.

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