Ich bin Nummer Vier

Erschienen: Januar 2011

Bibliographische Angaben

  • Aufbau, 2010, Titel: 'I Am Number 4', Originalausgabe

Couch-Wertung:

5

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Corinna Abbassi-Götte
drei sind schon tot

Buch-Rezension von Corinna Abbassi-Götte Feb 2011

Das meint Jugendbuch-Couch.de: "drei sind schon tot"

Nummer Vier bzw. John Smith lebt mit seinem Wächter bzw. Ziehvater Henri auf der Erde. Ursprünglich auf dem Planeten Lorien geboren mussten beide gemeinsam mit acht anderen Lorienern (samt ihrer Wächter) fliehen, als die feindliche Rasse der Mogadori ihren Planeten angegriffen und zerstört hat. Nun sind die Mogadori ebenfalls auf der Erde gelandet, jagen die über die Welt verstreuten neun Erben der Loriener und trachten danach, die Erde zu erobern.
John und Henri ziehen von Ort zu Ort, immer darauf bedacht, nicht aufzufallen, um nicht gefunden zu werden. Da die neun inzwischen jugendlichen Loriener durch einen Zauber miteinander verbunden sind, weiß John, dass bereits drei von ihnen von den Mogadori ermordet wurden. Und da dieser Zauber zudem bewirkt, dass man sie nur der Reihe nach töten kann, weiß er, dass er der nächste sein wird. Er ist Nummer Vier.
Und irgendwann landen John und Henri in dem überschaubaren Örtchen Paradise in Ohio.
Wie jeder andere Jugendliche muss John natürlich zur Schule. Sein Start dort wird jedoch beträchtlich erschwert, als sich ausgerechnet in den ersten Tagen sein Erbe zeigt, er also endlich seine lang erwarteten Fähigkeiten erhält. Hinzu kommt, dass er sich in seine hübsche und sehr an ihm interessierte Mitschülerin Sarah verliebt, deren eifersüchtiger Ex-Freund ihm daraufhin keine Ruhe mehr lässt. Einzig der Außenseiter Sam steht ihm zur Seite und erweist sich als treuer Freund.
Sicher sind John und Henri in Paradise jedoch nicht. Die Gefahr durch die Mogadori rückt immer näher.

"Ich bin Nummer Vier" stammt aus der Feder von Pittacus Lore, der laut Kurzvita der Anführer des Planeten Lorien ist, die letzten zwölf Jahre auf der Erde verbracht hat und dabei ist, einen Krieg vorzubereiten, der über das weitere Schicksal jeglicher Existenz entscheiden wird. Schön, dass er die Zeit findet, die Geschichte von Nummer Vier zu erzählen! Durch die Ich-Perspektive liegt die Vermutung nahe, dass Nummer Vier und Pittacus Lore ein und dieselbe Person ist, auch wenn in diesem Fall die Zeitform Präsens nicht ganz passen würde. Sicher ist jedoch, dass Pittacus Lore das Pseudonym der beiden Schriftsteller James Frey und Jobie Hughes ist.

"Ich bin Nummer Vier" beinhaltet keine wirklich neuen Ideen:
Von einem zerstörten Planeten zur Erde geschickt, ein unauffälliges Leben führen, obwohl man dem normalen Menschen überlegen ist, außerirdische Verfolger, das Entwickeln von übermenschlichen Fähigkeiten – ob Film oder Buch, ob bereits bekannt oder nicht, keines dieser Elemente ist in einen Zusammenhang gebracht, der noch überraschen kann.

John und Henri sind natürlich die Hauptpersonen des Buches, und ihre Beziehung, die vielmehr Vater-Sohn als Erbe-Wächter ist, bietet genug Potenzial, um den Leser zu fesseln.
Dass sich John an seinem ersten Schultag in Sarah verliebt, da ihn ihre Ausstrahlung und ihr Aussehen umhaut, ist nachvollziehbar. Dass er sich mit dem zurückhaltenden Außenseiter Sam anfreundet, der zu seiner Überraschung an Außerirdische glaubt, kann man ebenfalls verstehen.  

Leider erhalten die meisten Figuren nach ihrer interessanten Einführung nicht besonders viel  Profil.
Die stets ausgeglichene Sarah tut immer das Richtige und bleibt dadurch recht oberflächlich, es fehlen die Ecken und Kanten. Vor allem ihre sofortige Akzeptanz von Johns wahrer Identität, die ausschließlich mit ihrer großen Liebe zu ihm begründet wird, lässt eher den Kopf schütteln.
Trotz vieler angedeuteter Konflikte wirkt auch John über weite Strecken des Buches ein wenig langweilig. Weniger Sarah in seinen Gedanken, dafür mehr schlüssige Gefühle auf sein Erbe bezogen wären wünschenswert gewesen. Das Vorhandensein von tieferen Gefühlen wird oftmals nur genannt, nicht geschildert.
Auch Henri bleibt insgesamt ein wenig blass, da er einzig und allein für John zu leben scheint und dies auf Dauer etwas befremdlich wirkt.
Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass der ruhige Sam, dessen Vater verschwunden ist und seiner Meinung nach von Außerirdischen entführt wurde, noch der interessanteste Charakter ist.
Und dann wären da noch Sarahs Ex-Freund Mark, ein Halbstarker, den man umgehend ätzend findet, und Nummer Sechs, über die man sich keine wirkliche Meinung bilden kann, da man so gut wie nichts über sie erfährt.

Dass die Story auf die wachsende Bedrohung durch die gefährlichen Mogadori zuläuft, ist natürlich von Anfang an klar.
Dass John und Henri irgendwann aufgestöbert werden und der Kampf beginnt, ist ebenfalls keine Überraschung. Bis dahin zieht sich die Story ein wenig dahin und konzentriert sich etwas zu sehr auf die unaufgeregte und nicht wirklich mitreißende Liebesgeschichte zwischen John und Sarah. Tiefgreifende Dialoge, gefühlvolle Situationen und vielleicht ein wenig Herzschmerz sucht man vergebens.
Schade ist, dass sich diese Knappheit auch auf andere Bereiche der Story bezieht. Johns Training und die Ausbildung seiner Fähigkeiten werden beispielsweise ähnlich informativ abgehandelt.
Dass "Ich bin Nummer Vier" keine wirklich neuen Ideen enthält, kann man natürlich verschmerzen, dass es sich bei sämtlichen Personen um eher stereotype Charaktere handelt, vielleicht ebenfalls noch. Leider stolpert man jedoch immer wieder über den hölzernen Erzählstil. Einfache Hauptsätze reihen sich oftmals ohne jede Finesse aneinander, so dass die hin und wieder geschwollenen Aussagen eher irritieren als berühren.

FAZIT

Pittacus Lore erzählt uns eine unaufgeregte Story, die neben wenigen neue Ideen so gut wie keine Überraschungen bietet und mit dem dazu passenden Finale aufwartet. Zwar kann man sich schnell mit Hauptperson John Smith anfreunden, insgesamt bleiben die Figuren allerdings etwas blass.
Wer Storys mit Tiefgang bevorzugt, sollte besser die Finger von diesem Buch lassen. Wer leichte Unterhaltung mag oder durch die Verfilmung neugierig geworden ist, kann natürlich zugreifen!

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