Im Fadenkreuz der Angst

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • dtv, 2010, Titel: 'Borderline', Originalausgabe

Couch-Wertung:

8

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Alexander Zorn
Eine Welt voll Angst und Hoffnung

Buch-Rezension von Alexander Zorn Feb 2011

Das meint Jugendbuch-Couch.de: "Eine Welt voll Angst und Hoffnung"

Mohammed Sami Sabiri ist ein unscheinbarer Teenager. Er wurde in den USA geboren und lebt in Meadowvale, einer durchschnittlichen amerikanischen Stadt. Seine Eltern hingegen sind aus dem Iran geflohen und strenge Muslime. Streng sind sie aber auch in der Erziehung; Sami, von seinen Eltern Hammed genannt, findet keine Freunde.

Das ändert sich, als Andy gegenüber einzieht. Andy ist ein wirklich cooler Typ, findet Sami, und er ist nicht allein. Als Andy ihn und Marty für seine Clique auswählt, beginnt für Sami ein neues Leben.
Mit Andy und Marty an seiner Seite erlebt er die besten Jahre seines jungen Lebens. 
Doch als Sami einer christlichen Missionarin immer näher kommt, beschließt sein Vater, ihn von der Schule zu nehmen. Sami kommt auf eine Eliteschule, und ohne Andy beginnt hier wieder der triste Alltag.
Doch eines Nachts ändert sich alles: Menschen sind im Garten, treten die Tür ein, stürmen ins Haus. Sami und seine Eltern werden überwältigt und zu Boden geworfen - "Auf den Boden, FBI!"

Allan Stratton spricht seine Zielgruppe direkt an. Er schreibt aus der Sicht von Sami, subjektiv und umgangssprachlich. Der Junge wird dem Leser schnell sympathisch, man identifiziert sich mit ihm. Es ist, als sei man ein Teil seiner Clique.
Auch die familiären Spannungen im Hause Sabiri gehen unter die Haut.

Das eigentlich Unglaubliche an diesem Buch beginnt jedoch erst mit der Verhaftung von Samis Vater.  Man erlebt die Machtlosigkeit des Einzelnen gegenüber dem Rechtssystem der Vereinigten Staaten. Arman, Samis Vater, wird ohne Anzeige in Haft gehalten, seinem Rechtsanwalt anfänglich das Besuchsrecht verweigert. Armans Bürgerrechte werden empfindlich eingeschränkt. Das FBI hält ihn für Teil einer Terrorzelle. Die Presse zieht eine gewaltige Hetzkampagne auf, denn Arman ist Doktor in einem Labor, das sich mit Mikrotoxinen befasst. Biologische Waffen heißt das Zauberwort. Samis Mitschüler wissen davon, und sie lassen es ihn spüren.

Allan Stratton zeigt auch hier sein Talent, sehr direkt zu schreiben. Seine Schilderungen sind präzise und versetzen den Leser in die Rolle von Sami, wodurch der Roman noch persönlicher wird. Man projiziert Samis Ängste auf die eigene Realität und beginnt, sich Szenarien auszumalen: Was wäre, wenn einem dasselbe passiert?
Ist man bis jetzt noch nicht in dieser Geschichte gefangen, so lässt sie einen spätestens ab hier nicht mehr los.
Für Sami gibt es nur einen Ausweg: Er muss die Unschuld seines Vaters beweisen. Von 12 Mitgliedern der Terrorzelle sind 11 verhaftet. Das letze Mitglied, Tariq Hasan, ist Samis einzige Chance.  Er muss ihn finden und zum Reden bringen. Deshalb fährt er mit Andy und Marty nach Kanada, dem Ort der letzten bestätigten Sichtung von Tariq.

Nach der politischen Kritik gibt es nun auch noch eine spannende Verfolgung durch Toronto. Währenddessen verlieren Andy und Marty ihren Kumpel Sami aus den Augen, er steht allein.
Und dann nimmt der Roman noch einmal eine unerwartete Wende, alles kommt ganz anders als erwartet.

FAZIT

Allan Stratton ist ein brillanter Autor, er fesselt den Leser in einer Welt voll Angst und Hoffnung. Das Gruselige daran ist: Es ist die Realität. Nicht nur für Jugendliche mit politischem Interesse, sondern für alle, die es nervenaufreibend mögen, ist dieses Buch ein gefundenes Fressen!

Im Fadenkreuz der Angst

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