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Corinna Abbassi-Götte
gestrandet im 14. Jahrhundert

Buch-Rezension von Corinna Abbassi-Götte Nov 2010

Das meint Jugendbuch-Couch.de: "gestrandet im 14. Jahrhundert"

Köln 1378. Die junge Mirte ist mit einer Nachricht zum Ratsherrn unterwegs, als sie sieht, dass das Siegel der Botschaft nicht richtig fest ist. Mirte, von Natur aus neugierig, kann nicht widerstehen und liest den Brief, aus dem Ungeheuerliches hervorgeht: Die Buchbinderin Alena warnt den Ratsherrn vor einem Feuer, das am nächsten Abend ausbrechen wird.
Und tatsächlich! Am nächsten Tag schlägt ein Blitz ein und das angekündigte Feuer bricht aus. Mirte ist natürlich an Ort und Stelle und sieht, wie ausgerechnet Laurens, der Sohn des Ratsherrn, vor dem Feuer gerettet, der Ratsherr selbst jedoch verletzt wird. Dass es keine weiteren Verletzten oder gar Tote gibt, ist wahrscheinlich Alena zu verdanken.
Da Mirtes Familie bei dem Feuer alles verliert, bietet Alena ihr Arbeit und Unterkunft an, und recht schnell weiht Alena sie in ihr Geheimnis ein:
Die Buchbinderin ist eine Zeitreisende und aus dem Jahr 2009 ins Jahr 1376 gekommen.
Als publik wird, dass Alena schon vor dem Blitzeinschlag von dem Feuer wusste, gerät sie ins Visier der Bevölkerung. Ganz besonders eine Hebamme und ein Prediger scheinen es auf sie abgesehen zu haben und hetzen. Mirte kann dabei natürlich nicht tatenlos zusehen und tut alles, um Alena zu beschützen, mit Laurens an ihrer Seite. Anfangs geraten die beiden noch gehörig aneinander, doch nach und nach beginnen sie sich zu schätzen …

Trotzdem dieses Buch das Thema Zeitreise beinhaltet, gehört es doch eher in die Sparte "Historische Abenteuer", denn fast die gesamte Handlung spielt im Köln des 14. Jahrhunderts. Daher darf man sich auch nicht wundern, wenn man von Aapefott, Magistra, Bübchen oder Päckelchesträgerin liest. Zuerst klingen diese Ausdrücke noch ein wenig befremdlich, und man braucht ein paar Seiten, um sich daran zu gewöhnen, doch ohne Zweifel sorgen genau diese Worte für die besondere Atmosphäre und bringen das Köln von vor 600 Jahren auf sehr eindringliche Weise näher.

Man taucht gern ein in das spätmittelalterliche Köln und begleitet Mirte ins Abenteuer.
Sie ist eine ganz besondere junge Dame, die mit mehr als gesundem Selbstbewusstsein ausgestattet ist, sich nicht scheut, ihre Meinung zu sagen oder lauthals zu schimpfen. Vor allem die Wortgefechte mit Laurens lesen sich wunderbar.

Laurens ist ein sympathischer junger Mann, der keineswegs perfekt ist und während der geschilderten Ereignisse erwachsen wird. Anfangs ist sein Horizont noch recht beschränkt, und Mirtes offene Art stößt ihn vor den Kopf, doch nach und nach zeigt sich, wie intelligent und interessiert er ist. Er ist in seinem Denken nicht festgefahren und neugierig auf die Welt.
Zu Mirte fühlt er sich immer mehr hingezogen, und dies scheut er sich auch nicht ihr mitzuteilen.

Die Geschichte der beiden liest sich durch das Fehlen von nervigem Gefühlschaos angenehm entspannt. Und dies muss auch so sein, denn mehr Sorgen macht man sich natürlich um Alena. Zum einen stellt sich die Frage, wie und wann sie es schafft, wieder in ihre Zeit zurückzukehren, zum anderen spitzt sich ihre Lage immer weiter zu. Was mit bösen Gerüchten und Verleumdung beginnt, endet mit versuchtem Mord und der Verwüstung ihres Hauses. Die Spannung steigt, und auch Mirte und Laurens müssen große Gefahren auf sich nehmen, um Alena zu helfen.

Durch Alenas Tagebucheintragungen und ihre Vergleiche und Gedanken, die sie sich auch über scheinbar alltägliche Kleinigkeiten macht, wird man in regelmäßigen Abständen daran erinnert, wie groß der Unterschied zwischen damals und heute ist.
Vieles, was heute selbstverständlich ist, war damals Luxus oder schlichtweg noch nicht existent. Ein gutes Beispiel sind hier zum Beispiel Tomaten und Kartoffeln, die in Köln im Jahr 1378 noch nicht existierten.
Doch trotzdem heute vieles einfacher, komfortabler, fortschrittlicher (…) ist, wird deutlich, wie schön Köln damals schon war.
In geringem Maße lässt Alena Mirte und Laurens an ihrem Wissen teilhaben, was auf sentimentale Weise ganz wunderbar ist, denn so bedeutet sie beiden einen Weg in eine sorgenfreie Zukunft. Dass sie dabei immer im Auge behält, wie viel Zukunftswissen sie den beiden zumuten kann, spricht für ihren Weitblick.

FAZIT

Andrea Schacht lässt die bewundernswert selbstbewusste 14jährige Mirte nicht nur ihre Liebe finden, sondern stürzt sie in ein nervenaufreibendes Abenteuer, in dem es um nicht weniger als die Rettung der Zeitreisenden Alena Buchbinder geht, die vorübergehend im Köln des Jahres 1376 gestrandet ist und in Lebensgefahr gerät.
Toleranz, Gefahr, Freundschaft und Liebe sind die großen Themen in diesem historischen Schmöker, dessen besondere Atmosphäre den Leser gefangen nimmt und ihm ein spannendes Bild einer längst vergangenen Zeit offenbart. Lesenswert!

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