Dornenliebe

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • cbj / cbt, 2010, Originalausgabe

Couch-Wertung:

8
Praktikabilität

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
12345678910

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 10
1 x 9
0 x 8
0 x 7
0 x 6
0 x 5
0 x 4
0 x 3
0 x 2
0 x 1
B:90
V:0
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":1,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}
Corinna Abbassi-Götte
gefährliche Liebe

Buch-Rezension von Corinna Abbassi-Götte Sep 2010

Das meint Jugendbuch-Couch.de: "gefährliche Liebe"

Luna ist neu in Berlin. Nachmittags haben ihr ihre Eltern noch beim Umzug in ihre erste, kleine Wohnung geholfen, abends geht sie bereits mit ihrer neuen Freundin Sarah los, um ihren Start ins eigenständige Studentenleben zu feiern. Eigentlich hat sie nicht so rechte Lust dazu, doch da sie Sarah noch nicht lange kennt, will sie ihr nicht direkt absagen. Sarah ist nämlich die einzige Freundin, die sie in Berlin hat, und sie weiß ganz genau, wie wichtig neue Kontakte in einer fremden Stadt sind.
Sie landen auf einer privaten Geburtstagsfeier, auf der Luna nicht einmal den Gastgeber kennt, aber dort lernt sie den attraktiven Falk kennen.
Falk ist ein absoluter Mädchenschwarm, gilt allerdings als unnahbar, doch Luna spürt sofort eine Verbindung zu ihm, als sie miteinander ins Gespräch kommen. Sie reden die ganze Nacht, Luna schüttet ihm ihr Herz aus und fühlt sich wohl bei ihm.
Und sie ist überglücklich, als er sie wiedersehen will.
Die beiden verlieben sich ineinander, und Luna schwebt auf Wolke 7.
Erst langsam merkt sie, dass etwas nicht stimmt.
Falk beansprucht Luna immer mehr, kann es nicht ertragen, wenn sie etwas mit anderen unternehmen will oder nicht zu erreichen ist, reagiert grundlos eifersüchtig und beginnt, sie immer mehr zu kontrollieren.

Obwohl Luna sehr lange Entschuldigungen und Begründungen für Falks sonderbares Verhalten findet, weiß der Leser doch schon längst, wie falsch er sich verhält, und dass sie sich die Behandlung durch ihn besser nicht gefallen lassen sollte.
Er lässt ihr keinerlei Freiräume, dringt in ihre Privatsphäre ein, indem er an sie gerichtete SMS liest, später sogar ihr Handy konfisziert oder ihre Wohnung in ihrer Abwesenheit betritt. Sie darf sich nicht mehr schminken, muss auf ihre Ausschnitte achten und darf andere Männer nicht einmal ansehen.
Dramatisch ist, dass Luna ihm gehorcht! 
Man möchte als Leser ins Buch springen und sie schütteln, doch bei genauerer Betrachtung kann man ihr Verhalten bzw. ihr fehlendes Aufbegehren auch ein wenig verstehen, jedenfalls am Anfang. Am Anfang glaubt Luna immerhin noch daran, dass Falk sich ändert und einfach nur Vertrauen fassen muss. Sie ist durchaus bereit, Rücksicht auf seine schlimmen Erfahrungen in der Vergangenheit zu nehmen. Da sie selbst bisher so gut wie keine Erfahrungen hat sammeln können, weiß sie noch nicht genau, wie viel Rücksichtnahme, Kompromissbereitschaft und Eifersucht normal bzw. überhaupt vertretbar sind.
Ganz langsam beginnt sie jedoch, genau dies für sich herauszufinden und stellt fest, dass es so nicht weitergehen kann. Falk nimmt ihr die Luft zum Atmen und in gewisser Weise damit auch ein Stück ihres Selbst.

Christine Fehér beschreibt diesen Prozess sehr anschaulich und emotional. Es ist als Leser nicht möglich, sich der ungesunden Beziehung von Falk und Luna zu entziehen, und nägelkauend wartet man darauf, dass Luna sich endlich beginnt zu verteidigen.

Macht und Ohnmacht erwarten den Leser hier.
Luna ist eine ganz normale junge Frau ist, die durch einen schweren Schicksalsschlag noch anfälliger für Falks Aufmerksamkeiten ist. Sie ist durch ihre zurückhaltende und nachdenkliche Art sehr sympathisch, daher ist es umso beklemmender, sie immer mehr in die Beziehung zu Falk abrutschen zu sehen.

Dass etwas passieren muss und wird, deutet nicht nur der Klappentext an.
Jonas tritt in Lunas Leben, und sie fühlt sich mehr und mehr zu ihm hingezogen. Bei ihm kann sie so sein, wie sie ist, und er verdeutlicht ihr, dass sie in Bezug auf Falk vorsichtig sein muss. Wie gefährlich Falk wirklich ist, erfahren beide fast zu spät.

FAZIT

Christine Fehér beschäftigt sich in ihrem Büchern mit den unterschiedlichsten Problematiken. Mit "Dornenliebe" bietet sie dem Leser eine reizvolle Mischung aus Thriller und dem Thema Kontrollzwang. Auf recht drastische Weise schildert sie den Weg einer sympathischen jungen Frau in eine Beziehung, die nicht gesund ist und sie schließlich fast das Leben kostet.
Der Leser weiß von Anfang an, was zwischen Luna und Falk falsch läuft - und muss tatenlos zusehen. Er leidet mit Luna, macht sich Sorgen um sie und hofft schließlich, dass sie Falk unbeschadet hinter sich lassen kann.
Nervenaufreibende Unterhaltung, und in gewisser Weise sogar ein Augenöffner!

Deine Meinung zu »Dornenliebe«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
Schreibe den ersten Kommentar zu diesem Buch.