Echte Feen, falsche Prinzen

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • Arena, 2009, Titel: 'My Fair Godmother', Originalausgabe

Couch-Wertung:

8

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Corinna Abbassi-Götte
Märchenprinz + Abschlussball = Aschenputtel? Schneewittchen?

Buch-Rezension von Corinna Abbassi-Götte Aug 2010

Das meint Jugendbuch-Couch.de: "Märchenprinz + Abschlussball = Aschenputtel? Schneewittchen?"

Savannah hat es nicht gerade leicht. Ausgerechnet ihre langweilige ältere Schwester Jane, Typ graue Maus, spannt ihr den Freund aus, und dann bekommt sie auch noch Besuch von einer Fee, die ihr zwar die traditionellen drei Wünsche erfüllen will, ihr allerdings überhaupt nicht richtig zuhört. Die junge Fee ist vielmehr daran interessiert, möglichst schnell wieder zu ihren Feen-Freundinnen zu kommen, um shoppen zu gehen.
Aus diesem Grund endet für Savannah jeder Wunsch im Desaster.
Sie wollte nur einen vorzeigbaren Freund Marke Märchenprinz, mit dem sie auf den Abschlussball gehen kann. Genau die Sache mit dem Märchenprinzen hat die Fee allerdings ein wenig zu wörtlich genommen …
Märchenprinz + Abschlussball = Aschenputtel?
Und so findet sich Savannah als Aschenputtel im Mittelalter wieder und muss zu ihrem Leidwesen erfahren, dass auch ein Märchenprinz ein absoluter Kotzbrocken sein kann.
Wunsch 2 endet ähnlich desaströs, und beim dritten Versuch reitet sie ihren sympathischen Mitschüler Tristan hinein.
Tristan landet im Mittelalter, ist stinkwütend auf sie und hat scheinbar nur eine Möglichkeit, wieder in die Gegenwart zu gelangen: Er muss ein Prinz werden.
Und wie wird ein normaler Mann zum Prinzen? Ja, er heiratet eine Prinzessin.
Um die Ecke gedacht ist also die Shoppingsucht der Fee Schuld daran, dass Savannah und Tristan in einer mittelalterlichen Zauberwelt festsitzen und weit und breit keine akzeptable Lösung in Sicht ist.

Dass Tristan genau der richtige Freund für Savannah ist, ist natürlich sofort klar. Schon bei seinem ersten Auftreten, bei dem er Savannah ordentlich blamiert, verliebt man sich ein wenig in ihn, da er ungekünstelt und ehrlich daherkommt.
Wenn man nun aber annimmt, dass Tristan im Mittelalter die Chance bekommt, zu einem richtigen Mann zu werden, stellt man jedoch schnell fest, dass er durch den Sprung in eine völlig andere Welt eher zeigen kann, was längst in ihm steckt.
Allerdings bekommt er durch seine unfreiwilligen Erlebnisse eine eindrucksvollere Figur, so dass Savannah bei ihrem Wiedersehen ein wenig die Luft wegbleibt.
Einziger Haken: Tristan ist, wie bereits erwähnt, stocksauer auf Savannah, da er ihr die Schuld an seiner Lage gibt.
Dementsprechend gestaltet sich zunächst das Miteinander der beiden. Trotz anfänglicher Wut sprühen jedoch schnell die Funken, wobei es Jane Rallison ausgezeichnet versteht, diese Funken auch auf den Leser überspringen zu lassen.
Gemeinsam versuchen Savannah und Tristan nun, die verschiedensten Hürden zu nehmen. Dabei handelt Tristan anbetungswürdig erwachsen, weil er einfach alles erträgt: Drachen, einen schwarzen Ritter, allerlei Zauberei, Savannahs für ihn undurchsichtiges Verhalten, sogar einen völlig unerwarteten Besuch von Schwester und Ex-Freund.
Es wird erfrischend chaotisch, und auch in Savannahs Gefühlswelt geht es drunter und drüber, wobei eine Sache sicher ist: Sie ist in Tristan verliebt.
Überaus gespannt und mit breitem Grinsen verfolgt man, wie sich die beiden immer näher kommen und endlich zueinander finden. 
Es wird romantisch, ein wenig tragisch, doch vor allem auf eine bezaubernde Art höchst amüsant, was hauptsächlich am Funken sprühenden Miteinander von Tristan und Savannah liegt.
Man fiebert dem Augenblick entgegen, an dem Tristan endlich merkt, dass Savannah ihrem Ex-Freund nicht mehr nachtrauert, und man wartet sehnsüchtig auf den Moment, in dem Savannah Tristan endlich deutlich macht, dass sie in ihn verliebt ist. Dass Savannah über all die alles andere als alltäglichen Erlebnisse ein wenig reifer wird, dürfte nicht weiter überraschen.

Märchen sind Dank ihrer mittelalterlichen Zauberwelt und ihren Prinzen und Prinzessinnen die romantischen Geschichten schlechthin, und die in ihnen dargestellte Art des Suchens und Findens der wahren Liebe bildet die Grundlage so mancher Liebesgeschichte, die das Leserherz berührt.
"Echte Feen, falsche Prinzen" besticht daher nicht nur durch die wunderschön erzählte Liebesgeschichte, sondern ebenso durch den unfreiwilligen, sehr langen Ausflug in diese immer wieder gern gesehene Märchenkulisse.
Jane Rallison verbindet dabei gleich zwei bekannte Märchen mit typischen Märchenelementen und lässt die Geschichte – und damit ist nicht zu viel verraten – in einem furiosen Finale enden.
Und bis es soweit ist überrascht Jane Rallison mit diversen Wendungen und einer Menge Chaos, wie es nur entstehen kann, wenn eine glücklicherweise alles andere als perfekte 16jährige mit der kompletten Palette an Empfindungen auf ihren anbetungswürdigen und ebenfalls der Realität entsprungenen Märchenprinzen trifft.

FAZIT

Besser als Schneewittchen und Aschenputtel zusammen!
Savannahs und Tristans unfreiwilliger Ausflug in die magische Welt der Märchen gestaltet sich Dank der perfekten Unvollkommenheiten der Verliebten - und natürlich der shoppingsüchtigen Fee - erfrischend chaotisch und herzzerreißend romantisch. Mit einem Augenzwinkern und bewundernswerter Leichtigkeit erzählt Jane Rallison diese zauberhafte Geschichte und beweist dabei ganz nebenbei, dass man für Märchen nie zu alt sein kann.

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