Der Tag, an dem das Glück im Papierkorb lag

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • Thienemann, 2010, Originalausgabe

Couch-Wertung:

7

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Corinna Abbassi-Götte
Liebe auf den ersten Blick?

Buch-Rezension von Corinna Abbassi-Götte Jun 2010

Das meint Jugendbuch-Couch.de: "Liebe auf den ersten Blick?"

Ein Titel, bei dem man sofort hellhörig wird!
Ein wichtiger, alles entscheidender und alles verändernder Tag ist es, an dem Simon nach dem Vorsprechen für die Hauptrolle des neuen Schultheaterstückes mit seinem besten Freund im Café sitzt und dort seine absolute Traumfrau sieht! Sie sieht aus wie eine junge Ausgabe von Sandra Bullock, und Simon weiß: Er muss sie unbedingt kennenlernen, denn sie ist seine Seelenverwandte, seine zukünftige Braut, die Mutter seiner Kinder …
Doch leider ist sie zu schnell verschwunden, und Simon bleibt nur ein Stäpelchen dicht beschriebener Seiten, die sie vor ihrem Abgang in den Papierkorb geworfen hat.
Bei dem Text handelt es sich um eine Kurzgeschichte, die Simon in den folgenden Tagen so oft liest, bis er sie fast auswendig kann. Er setzt alle Hebel in Bewegung, um Sandra zu finden, doch erfolglos.
Schließlich nimmt er mit der Kurzgeschichte an einem Kurzgeschichtenwettbewerb teil.
Unglaublicherweise kommt er in die engere Auswahl. Außerdem erhält er die Hauptrolle im Theaterstück. Beides kombiniert führt dazu, dass Simons Leben ganz schon aufregend und chaotisch wird. Doch was tut man nicht alles, um seine Traumfrau zu finden!?

"Der Tag, an dem das Glück im Papierkorb lag" ist eine nett wegzulesende Story über einen völlig normalen, aufgeweckten Teenager, der sich beim Anblick eines Mädels auf der Stelle bis über beide Ohren verknallt.
Natürlich kann man sich spielerisch in ihn hineindenken; sogar seine hin und wieder etwas absurden Gedankengänge sind nachvollziehbar - wenn er sich zum Beispiel beim ersten Anblick der eifrig schreibenden Sandra ausmalt, was genau sie da eigentlich zu Papier bringt.
Sympathisch ist, dass Simon nicht der heiß umschwärmte Traumtyp ist. Er ist völlig normal, dabei aber alles andere als auf den Kopf gefallen und bereit, etwas zu riskieren.
Als Mädchen verkleidet – der Schreibwettbewerb ist eben nur für Mädchen – muss er sich mit Gemeinschaftsduschen, einem Doppelzimmer und einem männlichen Verehrer auseinandersetzten. Dass er gerade bei nackten Mädchen nur Sex im Kopf hat, dürfte nun wirklich nicht überraschen!
Der flapsige Stil und die immer wieder leicht überzogenen Situationen, in die Simon gerät, bringen definitiv zum Schmunzeln.
Ob die Geschichte nun logisch bzw. realistisch ist oder nicht, sei dahingestellt. Sie ist lustig, und gern begleitet man Simon zu seinem nicht wirklich überraschenden aber wohlverdienten Happy End!
Jungs werden sich spielend leicht mit Simon identifizieren können. Und Mädels, die schon immer mal wissen wollten, was im Kopf eines Jungen so vor sich gehen kann, werden ihren Spaß haben!

Fazit

Andreas Hauffe präsentiert dem Leser das – fast! – ganz normale Chaos eines Teenagers und erzählt über viele absurde Verwicklungen hinweg, wie lustig sich die Suche nach der Traumfrau gestalten kann. Eigentlich sind die Mundwinkel beim Lesen beständig nach oben gezogen. Und so soll es ja auch sein: Humorvoll, chaotisch und sympathisch! Leichte Lektüre für Zwischendurch!

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