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Ina Penkert
eine dramatische Liebe

Buch-Rezension von Ina Penkert Mai 2010

Das meint Jugendbuch-Couch.de: "eine dramatische Liebe"

Endlich London! Samantha ist überglücklich, denn jetzt kann sie ein Leben führen, wie sie es sich immer schon gewünscht hat. Ein Leben fernab der langweiligen dörflichen Idylle ihres Heimatortes nahe der schottischen Grenze. London, das bedeutet für die 17jährige Freiheit und Selbstständigkeit, aber auch ihre Arbeit als Lernschwester in einem hoch angesehenen Londoner Krankenhaus gehört zu ihrem Alltag.
Auf einem Streifzug durch’s Londoner Nachtleben lernt sie eines Tages Taddeusz kennen: Groß, dunkel und mysteriös – und sie verliebt sich sofort in ihn. Dennoch muss sich Samantha schnell eingestehen, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Doch erst Teddies Bruder Richard, das schwarze Schaf der angesehenen Familie, bringt ihr Klarheit: Taddeusz ist ein Vampir und der Nachfolger eines der einflussreichsten Geschöpfe seiner Art. Auch diese schockierende Nachricht bringt Samantha jedoch nicht davon ab, weiter für die Beziehung zu Taddeusz zu kämpfen.
Als sie nun auch noch feststellt, dass sie von ihm schwanger ist, beginnt für sie ein verzweifelter Kampf – um ihr Kind, um ihr Leben und gegen einen der mächtigsten Vampire dieser Zeit. Und ein Kampf gegen eine Liebe, wie sie sie noch nie zuvor empfunden hat.

Michael Wallner bedient mit "Blutherz" viele Klischees zum Thema Vampire, schafft es aber dennoch in einigen Bereichen, vom Üblichen abzuweichen. So geht es in diesem Buch nicht hauptsächlich um die Frage, wer als nächstes von wem gebissen wird, sondern um ein Schicksal, für das die Hauptfigur von "höheren Mächten" auserkoren wurde und dem sie sich nicht kampflos ergibt.
Samanthas Charakter ist für den Leser nicht leicht zu durchschauen. Zunächst liegt das Bild eines fröhlichen, unbeschwerten jungen Mädchens nahe, das seine Freiheit liebt und sein Leben genießt. Von dem Punkt, an dem ihr klar wird, dass Taddeusz ein Vampir und an ihrem Wohl anscheinend wenig interessiert ist, wird ihr Denken und Handeln von einer Zerrissenheit zwischen Verstand und Herz geleitet: einerseits weiß sie, dass der Kontakt zu Taddeusz nicht gut für sie ist, und auf der anderen Seite fühlt sie sich weiterhin stark zu ihm hingezogen. Im Verlauf der Handlung erscheint sie zunehmend reifer als es für eine 17jährige (oder auch für eine 20jährige) normal wäre, bis sie zum Ende hin die geradezu melodramatischen Züge einer reifen, durch viel Unglück und Entbehrung geprägten Frau erhält, die trotz allem ihre Bürde hoch erhobenen Kopfes trägt. Dies erschwert die Identifikation mit Samantha und verleiht der Geschichte bisweilen sogar eine ungewollte Komik. Dass diese "Drama-Queen" nun auch noch gemeinsam mit dem schwarzen Vampir-Schaf Richard eine Reise nach Transsilvanien antritt, verstärkt diesen Effekt noch. Denn Richard weigert sich aus ethischen Gründen, menschliches Blut zu sich zu nehmen und erleidet deshalb regelmäßig und in den ungünstigsten Momenten Schwächeanfälle.
Durch mehrere Ortswechsel zwischen dem Großstadt-Getümmel Londons, Sams beschaulichem Heimatort und schließlich Transsilvanien schafft es Wallner aber, eine interessante Dynamik zu entwickeln, durch die die Geschichte dennoch ihren gewissen Reiz hat. Und natürlich – es ist ja auch eine Liebesgeschichte – möchte man erfahren, ob Samanthas Liebe zu Taddeusz eine Chance hat, oder ob sie schließlich doch mit seinem Bruder glücklich wird.

FAZIT

Aufgrund seiner teils undurchsichtigen, teils oberflächlichen Charaktere konnte "Blutherz" nicht vollständig überzeugen. Zudem wurden (leider) zu viele Klischees verwendet – sowohl zum Thema Vampire als auch zum Thema dramatische Liebesgeschichte. Auf ungewollte Situationskomik und ein wenig Kitsch sollte man sich daher einstellen.
Um die Leser für eine eventuelle Fortsetzung begeistern zu können, wird sich Michael Wallner wohl noch einiges einfallen lassen müssen.

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