Wofür die Worte fehlen

Erschienen: Januar 2010

Bibliographische Angaben

  • Ueberreuter, 2010, Originalausgabe

Couch-Wertung:

7

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Corinna Abbassi-Götte
durch Bilder sprechen

Buch-Rezension von Corinna Abbassi-Götte Mai 2010

Das meint Jugendbuch-Couch.de: "durch Bilder sprechen"

Kristian wird von seinem Vater sexuell missbraucht. Diese sogenannten "Männerspiele" sind ihr Geheimnis. Immer wenn die Mutter fort ist – sie kümmert sich um ihre kranke Mutter und verbringt häufig mehrere Tage bei ihr – kommt der Vater in sein Zimmer. Kristian schweigt. Einzig plötzlich auftretende, krampfartige Bauchschmerzen zeigen, dass mit ihm etwas nicht stimmt.
Doch Kristian findet einen Weg, über die furchtbaren Dinge zu "sprechen", die sein Vater ihm antut. Als begeisterter und begabter Manga-Zeichner zeichnet er seine Geschichte, und der schwarze Ritter, der den Jungen Masaru quält, ist niemand anderes als sein Vater.
Doch erst als Kristian sieht, wie sich sein Vater an seinem kleinen Cousin – einem Baby! – vergreift, handelt er.
Er bricht sein Schweigen auf seine Art.

Im Nachwort schreibt Carolin Philipps:
Die Welt, in der wie leben, ist eine Welt, in der Worte ein große Bedeutung haben (…)Ohne Worte funktioniert ein Miteinander kaum. (…) alles drücken wir über Worte aus. Und dann gibt es diese Momente, die jeder schon einmal erlebt hat, wo uns die Worte fehlen, weil das, was wir erleben, zu großartig ist, um es in Worte zu fassen oder weil es zu furchtbar ist.

Dieser Gedanke begleitet den Leser auf jeder Seite. Kristians Geschichte ist keine Erfindung, es gibt diesen Jungen wirklich. Wahrscheinlich ist kaum nachvollziehbar ist, wie sehr Kristian gelitten hat, auf welch perfide Art der Vater ihn manipuliert und missbraucht hat.
Carolin Philipps schafft es, den Leser bis ins Innerste zu erschüttern. Mit steigendem Entsetzen liest man Kristians Geschichte, ist tief berührt, versucht dabei das Ausmaß seiner psychischen Verletzung zu begreifen und weiß am Ende, dass es, wie immer, nur einen Weg aus diesem Teufelskreis gibt: Sich anderen mitteilen – egal auf welche Weise, ob mit Worten oder durch Bilder. 

FAZIT 

Nicht nur das Wissen, dass Carolin Philipps in "Wofür die Worte fehlen" eine authentische Geschichte erzählt, sorgen für Bestürzung. Dass man das, was Kristian widerfahren ist, erst in Form einer Manga-Erzählung (Nein, es gibt keine Bilder im Buch!) erfährt, steigert das Entsetzen zusätzlich. "Wofür die Wort fehlen" – ein Titel, der nachdenklich macht und in Kombination zu Kristians Geschichte wieder einmal zeigt, wie trügerisch der Schein sein kann.

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