Dead Girls Don't Dance

  • ONE
  • Erschienen: Juni 2026
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Dead Girls Don't Dance
Dead Girls Don't Dance
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Kathrin Walther
8101

Jugendbuch-Couch Rezension vonOkt 2026

Zwei Morde, viele Intrigen und mysteriöse Vorfälle zum Miträtseln.

Inzwischen ist es ein Jahr her, dass Addies Schwester Fiona gestorben ist. Für die Polizei handelt es sich um einen tragischen Unfall, der Fiona in eine tiefe Schlucht stürzen ließ. Addie ist sich hingegen sicher, dass ihre Schwester ermordet wurde. Für sie kommt nur Thatcher Montgomery als Täter in Frage, den die Schwestern schon seit ihrer Kindheit kennen und der unglücklich in Fiona verliebt war. Auch Addie selbst zählte für die Polizei während ihrer Ermittlungen zum Kreis der Verdächtigen, hatte jedoch durch Thatchers Cousin Seth, der gleichzeitig einer ihrer besten Freunde ist, ein Alibi. Da die Montgomerys nur den Sommer in Addies Stadt verbringen, reisten sie kurz nach Fionas Tod ab, um jetzt, pünktlich zur warmen Jahreszeit, wieder zurückzukehren.

Addie nutzt die Chance, um mit Seth über ihren Verdacht zu reden. Doch während sie sich spät abends heimlich im Wald auf dem großen Anwesen der Montgomerys treffen, werden sie plötzlich von einem Schrei aus eben der Schlucht aufgeschreckt, in der auch Fiona starb. Als beide am Unglücksort ankommen, finden sie Thatcher dort ebenfalls tot auf. Schnell geraten beide in den Kreis der Verdächtigen, während die Polizei auf der Suche nach dem wahren Täter im Dunkeln tappt. Gemeinsam begeben sie sich auf Spurensuche, die sie nicht nur in Fionas Vergangenheit, sondern auch in die ihrer beiden Familien führt…

Viele Verdächtige, doch keine konkrete Spur

MK Pagano kennt die Zutaten für einen packenden Thriller: verschiedene Verdächtige, die alle etwas zu verbergen scheinen, falsche Spuren und das unheimliche Gefühl, dass der Täter weiterhin gefährlich ist und der oder die Protagonistin in großer Gefahr schwebt. Damit die Geschichte nicht zu düster wird, kommt noch eine Portion Liebe in die Story, die während des Lesens für Abwechslung sorgt. Aus diesen Elementen setzt sich auch die Story zu „Dead Girls Don’t Dance“ zusammen, in der Addie gemeinsam mit ihrem langjährigen Freund (für den sie unterbewusst mehr als nur freundschaftliche Gefühle empfindet) versucht, den Mord an ihrer Schwester und dessen Cousin Thatcher aufzuklären. Während die beiden dafür immer tiefer in die Vergangenheit eintauchen, passieren in der Gegenwart merkwürdige Dinge, die darauf hindeuten, dass der oder die Täter*in noch immer aktiv ist und etwas gegen die Ermittlungen der beiden Freunde hat. Als Addie dann auch noch Hinweise bekommt, dass Seth in die Taten verwickelt sein könnte, weiß sie nicht mehr, wem sie überhaupt noch trauen kann.

Gestaltung und Aufbau

Dadurch, dass der Roman aus Addies Perspektive erzählt wird, fällt es nicht schwer, ganz in die Geschichte einzutauchen. Gemeinsam mit der sympathischen Protagonistin sammelt man als Lesender Stück für Stück weitere Hinweise, die auf den oder die Täter*in hinweisen, und versucht selbst herauszufinden, wer dahinterstecken könnte.

Durch viele Wendungen gelingt es der Autorin, Addie und ihre Leser*innen immer wieder auf falsche Fährten zu locken und in jedem und jeder einen Verdächtigen zu sehen. Erst ganz am Ende klärt sich auf, was wirklich passiert ist; gleichzeitig erfährt man mehr über die Vergangenheit von Addies Familiengeschichte, die ebenfalls voller Höhen und Tiefen steckt.

Da im Roman ziemlich viele Figuren vorkommen, die in unterschiedlichsten Konstellationen miteinander verwandt, zerstritten oder befreundet sind, kann der Einstieg etwas schwerfallen. Vor allem die Familienstruktur der Montgomerys, die aus verschiedenen Zweigen besteht, kann anfangs für Verwirrung sorgen. Eventuell wäre hier ein Stammbaum oder eine Übersicht am Anfang des Romans sinnvoll gewesen, um einen schnellen Überblick über die Figurenkonstellation zu bekommen.

Fazit

Insgesamt ein spannender Roman, der durch seine vielen Wendungen bis zum Schluss spannend bleibt. Dadurch, dass die Geschichte aus der Perspektive der Protagonistin Addie erzählt wird, taucht man tief in die Story ein und versucht gemeinsam mit ihr die Rätsel um den Tod der beiden Jugendlichen zu lösen.

Dead Girls Don't Dance

MK Pagano, ONE

Dead Girls Don't Dance

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