Beyond Eternity

Erschienen: August 2021

Bibliographische Angaben

Hardcover, 448 Seiten

Band 1 von 2 aus der Der Schwur der Göttin-Reihe

ISBN: 9783473402076

Couch-Wertung:

9
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Julian Hübecker
Eine Liebe, die nicht sein darf

Buch-Rezension von Julian Hübecker Aug 2021

Naylas Leben war bisher ziemlich normal – bis sie nach einem Date einen Autounfall hat, den sie wie durch ein Wunder ohne Verletzungen übersteht. Seitdem fühlt sie sich anders, ihre Gefühle spielen verrückt, und auch ihre Eltern verhalten sich komisch. Dann tauchen zwei Typen an ihrer Schule auf, die immer wieder in Naylas Nähe zu finden sind, als würden sie über sie wachen. In Nayla kommt der Verdacht auf, dass ihr ruhiges Leben vorbei ist …

„Ihr sollt verraten werden von jenen, die ihr liebt und die eure Zuneigung erwidern, ehe ihr den Tod findet. Blut für Blut. Leben für Leben. Bis Liebe über Verstand obsiegt.“

Naylas Schicksal wurde schon vor über 2.000 Jahren besiegelt, als Aeneas, Stammvater der Römer, seine große Liebe Élyssa verrät, woraufhin diese sich umbringt. Minerva, Göttin der Weisheit, ist außer sich vor Wut und verflucht daraufhin Aeneas und all seine Nachfahren: Sobald sie ihr Herz an eine andere Person verlieren, wird diese sie verraten und die Nachfahren den Tod finden. Venus, Göttin der Liebe, gefällt das gar nicht, weshalb sie die Securitas als Beschützer der Nachfahren ausbilden lässt.

Nayla ist so eine Nachfahrin. Ihre Eltern wissen um das Schicksal ihrer Tochter, weshalb sie ihr verbieten, sich mit Jungs zu verabreden. Als typische Teenagerin setzt sie sich natürlich darüber hinweg. Als sie von einem Date zurückkommt, kracht sie frontal in ein entgegenkommendes Fahrzeug. Eigentlich müsste sie tot sein, doch wie durch ein Wunder überlebt sie. Seitdem fühlt sie eine Veränderung in ihrem Inneren. Ihre Gefühle fahren Achterbahn und die Kontrolle darüber fällt ihr immer schwerer. Auch sonst entdeckt sie merkwürdige Fähigkeiten an sich, etwa den perfekten Umgang mit Pfeil und Bogen.

Als schließlich Cyrian und Philemon an ihre Schule kommen, weiß Nayla noch nicht, dass sie da sind, um Nayla zu beschützen – denn Minerva ist auf sie aufmerksam geworden. Um jeden Preis muss verhindert werden, dass sie sich verliebt. Doch gerade Cyrian fasziniert Nayla sehr …

Durchweg spannend geschrieben

Greta Milán startet mit dem ersten Band eines fulminanten Zweiteilers. Die römische Mythologie spielt eine große Rolle und wird spannend verpackt. Es ist erfrischend, dass mal nicht die griechische Mythologie im Mittelpunkt steht und andere Götter kennengelernt werden dürfen. Bereits im Prolog trifft man Minerva, und mit ihrem Fluch wird gleich klargestellt, dass einiges zu erwarten ist.

Dennoch gestaltet sich die weitere Geschichte sehr unspektakulär. Und das ist überhaupt nicht negativ gemeint, weil die Autorin mit ihrer Art zu schreiben eine große Sogwirkung hat. Nayla ist eine starke, selbstbewusste junge Frau, die den Leser schnell um den Finger wickelt. Auch die Atmosphäre stimmt auffallend. Man weiß, dass Nayla etwas Schreckliches droht, aber stets ist da nur eine Ahnung im Hintergrund, die noch nicht richtig zu fassen ist. Wovor die Securitas Nayla beschützen sollen, ist kaum ersichtlich. Das macht einen großen Teil der Spannung aus und hält den Leser in Atem.

Einzig Cyrian handelt nicht immer nachvollziehbar: Als Beschützer stellt er sich manchmal ziemlich kopflos an, stapft z.B. schmollend weg und überlässt es damit Philemon allein, Nayla zu beschützen. Das ist aber zu verschmerzen, denn alles andere ist einfach als Gesamtkonzept stimmig und wird auch mit dem finalen zweiten Band seinen würdigen Abschluss finden.

Fazit

Eine spannende Geschichte, in der neben römischer Mythologie, kleinen Actionszenen und einer Prise Liebe vor allem die ruhigen Momente stark daher kommen. Fantastisch umgesetzt und in ein magisches Cover gekleidet – klasse!

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