Kate in Waiting

Erschienen: Juli 2021

Bibliographische Angaben

übersetzt von Hannah Brosch und Kristina Koblischke; Broschur, 384 Seiten

ISBN: 9783426527962

Couch-Wertung:

8
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Rita Dell'Agnese
Turbulente Liebesgeschichte

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Sep 2021

Kate kann es nicht fassen: Während sie in ihren Kursen festsitzt, darf ihr allerbester Freund Anderson den Theaterkurs Drama A besuchen, der eigentlich für die älteren Semester vorgesehen ist. Nicht nur, dass Kate sich nach diesem Kurs verzehrt, auch ihr Schwarm Matt ist für den Kurs eingeschrieben. Und Kate weiß, dass Anderson genauso hingerissen ist von Matt. Denn seit Jahren verlieben sich Kate und Anderson stets in denselben Jungen – eine Schwärmerei, die bisher eher für Belustigung als für Rivalität gesorgt hat. Nun aber fühlt sich Kate doppelt ausgeschlossen. Sie erlebt, dass Matt plötzlich Geheimnisse vor ihr hat und Dinge aus dem Kurs für sich behält. Und als wäre das Ganze nicht genug Demütigung, muss sie sich auch noch mit Noah als Projektpartner herumschlagen, der ganz eindeutig zu den eingebildeten A-Typen gehört, mit denen Kate nichts zu tun haben will.

Mit einigen Klischees behaftet

Kate in Waiting ist ein typischer LGBT-Roman, der eine ganze Reihe von Klischees bietet, die mit diesem Thema verbunden sind. Da sind zunächst die besten Freunde Kate und Anderson, denen als Hauptfiguren der tragende Stellenwert zukommt. Es gibt – abgesehen von ihrem älteren Bruder Ryan – kein Junge, der für Kate ähnlich wichtig wäre und umgekehrt ist sie die weibliche Hauptfigur im Leben des schwulen Anderson. Die tiefe Freundschaft, die auf Vertrauen und absolute Offenheit basiert, bekommt auch keinen Bruch, als Kate plötzlich außen vor bleibt und sich ausgeschlossen fühlt. Der Teenager Kate handelt – ganz und gar altersuntypisch – mit großer Abgeklärtheit und bleibt Anderson gegenüber so offen, wie bisher. Selbst dass er sich um den Jungen bemüht, in den auch Kate verliebt ist, tut der Freundschaft keinen Abbruch.

Witziger Tenor

Grundsätzlich ist der Liebesroman von Becky Albertalli jedoch ein süffig geschriebenes Werk mit unverkennbarer witziger Note. Die Autorin hat ihre Protagonistin Kate nicht nur als unverblümte und in leichtem Plauderton agierende Erzählerin der Geschichte gewählt, sie hat Ihr auch ein passendes Setting verpasst und einige interessante Figuren zur Seite gestellt. So mag man sich ohne Wenn und Aber auf die turbulente Liebesgeschichte einlassen und kann dabei locker über die kleinen Schwächen hinwegsehen. Zu diesen gehören eine Fülle von Nebenfiguren, die eher leichten Ballast denn eine Bereicherung darstellen.

Fazit

Es wird eine unterhaltsame Liebesgeschichte geboten, die mit vielen frechen Details aufwarten kann. Tiefgang sollte man dabei allerdings nicht erwarten.

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