Esther und Salomon

Erschienen: März 2021

Bibliographische Angaben

Illustrationen von Michael Roher; Hardcover, 300 Seiten

ISBN: 9783702239176

Couch-Wertung:

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Alexandra Fichtler-Laube
Außergewöhnlich feinfühlig und berührend

Buch-Rezension von Alexandra Fichtler-Laube Apr 2021

Esther und Salomon verbringen mit ihren Familien die Sommerferien am Strand. Da ihre jeweiligen Eltern entweder mit Streiten oder anderweitig beschäftigt sind, vertreiben sich die Jugendlichen die Zeit meist mit ihren kleinen Schwestern am Meer. Die Schwestern sind sofort ein Herz und eine Seele und auch Esther und Salomon kommen sich näher. Beide Teenager sind erfüllt von Kummer und Sorgen und finden es schwer den Urlaub zu genießen. Doch ihre aufkeimenden Gefühle geben ihnen Halt, Glück und etwas zum Träumen.

„Wenn es jemanden gibt, den man so sehr mag, dass man denkt: es zerreißt mich, wenn ich mich trennen muss, ist es dann Unglück … oder Glück?“

Die Liebe zwischen Esthers Eltern ist verloren gegangen. In ihrer Gegenwart ist das Leben angestrengt, kalt und traurig; die Zeit gemeinsam ist für alle kaum zu ertragen. Esther und ihre kleine Schwester Flippa sind sich sehr nah. Sie geben sich gegenseitig Kraft und Esther sorgt dafür, dass Flippa ihr Kindsein und ihren Urlaub genießen kann.

Am Strand treffen die beiden auf die kleine Aisha und Salomon. Die beiden Mädchen sind von da an unzertrennlich und zwischen Esther und Salomon entwickelt sich eine zarte Liebe. Zusammen erkunden sie sich, ohne allzu sehr auf ihre Probleme und Sorgen einzugehen. Sie genießen die gemeinsame Zeit und ihre Gefühle. Als der Urlaub zu Ende geht müssen sich die vier trennen und bleiben trotzdem beieinander.

Salomons Probleme sind ganz anderer Art als Esthers: traumatisiert vom gewaltsamen Tod seines Vaters und einer gefährlichen Flucht leben er, seine Mutter und Aisha nun in Deutschland, und sind nicht mehr die Menschen, die sie einmal gewesen waren. Die kleine Schwester schafft es ihm Hoffnung und Liebe zu entlocken und verbindet die Familie mit ihrer klugen kindlichen Art.

Ein schwerer Unfall der Mutter erschüttert schließlich alles und bringt Esther wieder in Salomons Leben.

Wundervolle Sätze, die tief berühren

Esther und Salomons Geschichte wird in eindringlichen und unverfälschten Versen erzählt. Im ersten Teil erzählt Esther von ihrem Urlaub, ihren Eltern und der Bekanntschaft mit Salomon. Ihre Worte sind mit Polaroid-Bildern ergänzt, die kleine Ausschnitte aus Esthers Urlaubsimpressionen zeigen und ihre Blickwinkel sehr gut verdeutlichen.

Salomons Geschichte beginnt mit ihrem Kennenlernen und der Zeit nach dem Urlaub. Seine Sicht befasst sich mit dem Thema „Trennung“: Trennung von seiner Urlaubsliebe und die Schwierigkeiten in Kontakt zu bleiben. Vor allem aber, um die Trennung von seiner Heimat und Familie. Sein Vater wurde ermordet und seine Mutter entschloss sich mit ihrem Sohn zu fliehen. Er erzählt von Verlust und Flucht und einem Leben in Deutschland, das voll und ganz von der Vergangenheit beeinflusst wird. Fast nichts findet in dieser Trauer und Angst Platz. Eine neue Beziehung seiner Mutter zeigt Salomons Angst vor Veränderung und weiterer Verletzung.

Seine Worte werden von seinen Zeichnungen begleitet. Studien von Menschen und Gegenständen, die sich auch hier dem Text anpassen und die Emotionen der Worte verdeutlichen. Die reduzierten Sätze sind präzise, treffend und unheimlich berührend. Sie vermögen es, die Teenager als vollständige Personen zu zeigen, einen kurzen Blick in ihr Leben und ihre Gefühlswelt zu geben und ihr Wesen verständlich zu machen.

Fazit

Esther und Salomon ist ein berührendes, wunderschönes Buch über Trauer und Angst, aber auch über Zuversicht und Freundschaft. Die prägnanten Worte treffen ins Herz und vermitteln eine große Bandbreite an Gefühl und Leben.

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