The Music of What Happens

Erschienen: November 2020

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen unter dem Titel The Music of What Happens; aus dem Englischen von Ralf Schmitz; Broschur, 448 Seiten

ISBN: 9783846601136

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Julian Hübecker
Ein spannender Mix unterschiedlichen Themen

Buch-Rezension von Julian Hübecker Dez 2020

Jordan und Max begegnen sich nur zufällig und sind zuerst einander nicht wirklich angetan. Doch dann lernen sie sich kennen und lieben. Beide plagen aber Probleme, die sie vor dem anderen nicht breitschlagen wollen, und gefährden dadurch eine gemeinsame Zukunft, die gerade erst begonnen hat...

„Ich habe die Kraft, meine Gedanken zu ändern. Die habe ich immer. Ich habe die Kraft, das alles einfach wegzulächeln.“

Jordan ist sehr introvertiert, hält nicht viel von sich und schreibt am liebsten Gedichte, um seine Gedanken zu sortieren. Sein Vater stirbt nach kurzer Krankheit, seine Mutter wird darüber psychisch krank. Um das Haus behalten zu können, versucht er, den alten Food-Truck seines Vaters wieder ans Laufen zu kriegen. Dabei lernt er Max kennen, der gerade mit seiner Mutter einkaufen geht.

Max ist das Gegenteil von Jordan: offen und beliebt, scheinbar sorglos. Als er Jordans missliche Lage bemerkt, will er ihm helfen und in den Ferien beim Verkauf unterstützen. Da Max leidenschaftlich gerne kocht, kann er auch einige Rezepte beisteuern und so den Verkauf ankurbeln. Doch hinter der fröhlichen Oberfläche steckt eine tiefsitzende Angst, die sich aus einer nächtlichen Begegnung mit einem Studenten ergab, der kein Nein akzeptieren konnte.

Diese Angst bricht immer wieder aus ihm heraus und verhindert eine intimere Beziehung zu Jordan. Jordan bezieht dies natürlich schnell auf sich und wird immer unsicherer. Beide brauchen einander, um ihre inneren Dämonen zu besiegen, bevor diese größere psychische Probleme auslösen. Doch wie soll man anfangen, wenn man gelähmt ist von der Vorstellung, seine Probleme zu teilen?

Mit Trigger-Warnung

Bill Konigsberg hat sich eine große Ladung schwieriger Themen vorgenommen, die er hier behandelt. Daher stellt der Verlag gleich zu Anfang eine deutliche Trigger-Warnung auf. Trotz der Fülle hat der Autor eine angenehme Balance geschaffen, wie die Probleme der Jungs auftreten und sich auswirken. Dabei erscheint alles sehr glaubwürdig und nicht überspielt, weshalb man sich gut in das Gefühlsleben der beiden hineinversetzen kann.

Jordan und Max sind zwei sehr sympathische Charaktere, die man schnell annimmt. Beide dürfen abwechselnd aus ihrer Sicht erzählen, wodurch man in ihre Gedanken tauchen kann, die mehr darüber preisgeben, wie es in ihnen aussieht. Daneben haben sie jeweils zwei tolle Freunde, die zwar sehr speziell, aber ein großer Halt sind.

Erfrischend ist, dass nicht zu sehr auf der Homosexualität der beiden herumgeritten wird, sondern der Fokus klar auf ihre Unsicherheiten und psychischen Probleme gelegt wird. Dadurch wird nicht das Schwulsein als mögliches Problem behandelt, sondern als Normalität inmitten der „echten“ Probleme.

Fazit

Insgesamt ist es eine sehr berührende Geschichte mit Tiefgang und einer ausreichenden Portion Liebe. Die Homosexualität der beiden Protagonisten ist nicht zu sehr im Vordergrund; es geht einzig um zwei Teenager und wie sie mit ihren Problemen umgehen.

 

 

The Music of What Happens

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Letzte Kommentare:
28.11.2020 20:52:54
LadyIceTea

Zerbrechlich und doch so stark

Max und Jordan haben nicht viel miteinander zu tun. Während Max Sport und Videospiele liebt und gern mit seinen Jungs abhängt, ist Jordan eher introvertiert, schreibt Gedichte und trifft sich mit seinen beiden besten Freundinnen in der Mall. Erst, als sie gemeinsam im alten Food-Truck von Jordans Vater arbeiten, lernen sie sich besser kennen. Und ganz langsam merken die beiden, dass zwischen ihnen vielleicht mehr ist als bloß Freundschaft.

„The music of what happens“ hat mich in mehr als einer Hinsicht überrascht. Ich habe eine typische Coming-Of-Age Geschichte erwartet, nur eben im Queer-Teen-Lovestory-Bereich. Bekommen habe ich das auch irgendwie aber ich habe nicht erwartet, dass so ernste Themen behandelt werden und mich der Schreibstil so mitnimmt.
Der Schreibstil ist wirklich vielschichtig. Im Großen und Ganzen ist er trocken und langsam, wie die flimmernde Luft an einem heißen Sommertag. Dieses Gefühl gehört zu dieser Geschichte und wird vom Autor perfekt in seine Erzählungen gelegt. Er erzählt die Geschichte von Jordan und Max abwechselnd aus der jeweiligen Sicht und nicht nur durch die Kapitelüberschriften wird klar, wer grade erzählt.
Max ist der Grinsetyp. Er ist beliebt, cool und selbstbewusst. Er sieht gut aus und ist sportlich. Aber für sich, ist er ebenso verletzlich wie alle anderen. Und er ist unheimlich sensibel, mutig und liebevoll. Jordan ist all das was Max nicht ist. Er ist der uncoole, picklige Typ, der nichts richtig schafft. Aber er kümmert sich um seine Mutter und er hat ein Herz aus Gold. Ja, er ist ängstlich und hat ein so schlechtes Selbstbild, dass ich zusammen mit Max verzweifelt bin aber er hat die Eigenschaft das Beste aus Max herauszuholen und ihn und seine Freunde dazu zu bringen, mehr aus der Freundschaft zu machen. Und er verlässt seine Komfortzone immer und immer wieder und wächst über sich hinaus.
In diesem Buch geht es um Freundschaft, Liebe, Homosexualität, Trauerarbeit, Spielsucht, Depressionen, sexuellen Missbrauch, Familie, Vertrauen und Mut. Durch all diese Themen wird die Geschichte unglaublich empfindsam und zerbrechlich, so wie die zwei Jungs um die es geht. Doch beide gehen mit allem unglaublich stark um und genauso stark ist gleichzeitig auch diese Geschichte. Besonders hervorstechend ist der liebevolle Umgang miteinander und die Botschaft, dass wir miteinander reden und füreinander da sein müssen.
Ein unglaublich tolles und vielschichtiges Buch, welches ich immer wieder weiterempfehlen werde!

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