Die Göttinnen von Otera - Golden wie Blut

Erschienen: Oktober 2020

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen unter dem Titel The Gilded Ones; aus dem Englischen von Bea Reiter; Hardcover, 512 Seiten

Band 1 von 3 aus der Die Göttinnen von Otera-Reihe

ISBN: 9783743204089

Couch-Wertung:

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Julian Hübecker
Nichts für Zartbesaitete, aber für alle Fans innovativer Fantasy-Literatur

Buch-Rezension von Julian Hübecker Okt 2020

Deka ist ein Monster: Ihr Blut ist golden und sie selbst so gut wie unsterblich. Von der gemeinen Bevölkerung verhasst und gefürchtet, scheint ihr Schicksal besiegelt. Doch dann bekommt sie Besuch von der mysteriösen Weißhand, vom Kaiser gesandt, der eine Armee gegen die dämonischen Todesrufer aufstellt. Endlich scheint Deka eine Bestimmung gefunden zu haben…

„Wenn man dann noch bedenkt, dass eure Verletzungen innerhalb kurzer Zeit heilen, dass ihr in der Dunkelheit so gut wie Raubtiere sehen könnt und dass ihr schneller und stärker als Menschen seid, ist es kein Wunder, dass die meisten Leute euch für etwas halten, das einem Albtraum entsprungen ist.“

Deka ist eine Alaki: Ihr Blut ist nicht rot, sondern von leuchtendem Gold. Dies kennzeichnet sie als Nachfahrin uralter Dämonen, die von den Menschen nur mit äußerster Anstrengung bezwungen werden konnten. Alaki sind praktisch unbesiegbar: Jede kann nur auf eine einzige Art und Weise endgültig getötet werden. Alle anderen Verletzungen werden einfach ausgeschlafen – selbst Zerstückelungen und Verbrennungen können so der vollständigen Genesung zugeführt werden.

Daher ist Deka für den Kaiser von großem Vorteil, denn der will sie gegen die dämonischen Todesrufer antreten lassen; diese Wesen bedrohen das Kaiserreich und seine Bewohner, ausgestattet mit tödlichen Krallen und einer beängstigenden Intelligenz. Die reaktionsschnellen Alaki sollen unter brutalem Training ausgebildet und für die letzte große Schlacht gegen die Dämonen vorbereitet werden.

Im Training findet Deka zum ersten Mal Freundinnen und entwickelt Zuneigung zu Keita, ihrem Uruni, einem Normalsterblichen, der als ihr Kampfpartner zugeteilt wurde. Doch ihr Zögern ist groß, ist sie doch als Frau und Alaki nur von geringem Wert – wenn überhaupt. Ihre Angst, abgelehnt zu werden, wird noch größer, als sie herausfindet, dass sie plötzlich die Todesrufer verstehen kann…

Ein starker Auftakt des Highfantasy

Als Trilogie geplant, startet die Reihe mit Golden wie Blut fulminant. Die Welt um Otera wird als Männerdomäne präsentiert: Frauen sind im gesellschaftlichen Rang ganz unten und solche, die goldenes Blut in sich tragen, sind der grausamen Willkür der Dorfältesten ausgesetzt. Die historische Entwicklung zu dieser Diskrepanz erschließt sich erst mit Verlauf der Geschichte, fügt sich aber schlüssig zusammen.

Das Buch hat stark feministische Züge: Frauen brechen aus ihren Gefängnissen heraus und beweisen, dass sie zu Unrecht als das schwächere Geschlecht angesehen wurden. Deka passt da gut rein: Anfangs zurückhaltend und eingeschüchtert, entwickelt sie sich zu einer starken und selbstbewussten Frau, die ihre dämonische Abstammung nicht mehr als Fluch, sondern als Geschenk hinnimmt.

Gleichsam wie das Frauenbild mittelalterlich erscheint, ist auch das Setting recht düster. Wer zartbesaitet oder noch was jünger ist, sollte eher nicht zu dieser Reihe greifen: Es werden Gliedmaßen abgehackt, Körper aufgeschlitzt und Wirbelsäulen herausgerissen. Im Kontext der Geschichte scheint diese Brutalität jedoch ihre Berechtigung zu finden.

Weniger gelungen ist die Beschaffenheit der Geschichte: Die Autorin lässt eine gewisse Konsequenz vermissen. Es tauchen manchmal Elemente auf, die zwar überraschend daherkommen, aber eher negativ auffallen, da sie nicht recht zum Verlauf passen wollen. Auch bleiben Figuren zurück, die bei ihrer Vorstellung noch wichtig erscheinen, dann jedoch schnell verloren gehen. Neben diesen Kleinigkeiten stört aber vor allem das Ende: Im Grunde könnte die Geschichte mit diesem Band auserzählt sein, da es einen zufriedenstellenden Abschluss findet. Ein Vorgeschmack auf die Fortsetzung oder ein Cliffhanger hätte die Attraktivität des Nachfolgers ungemein erhöht. So fragt man sich, ob man überhaupt zum zweiten Buch greifen sollte.

Fazit

Mit Die Göttinnen von Otera – Golden wie Blut gelingt Namina Forna ein spannender Reihenauftakt. Die Geschichte wirkt abgeschlossen, weshalb eine Trilogie unnötig erscheint. Kann die Autorin jedoch weitere fulminante Abenteuer aus dem Hut zaubern, steht einer epischen Reihe nichts im Wege.

Die Göttinnen von Otera - Golden wie Blut

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