Groona - Die letzte Insel

Erschienen: September 2020

Bibliographische Angaben

Illustrationen von Raimund Frey; Hardcover, 176 Seiten

ISBN: 9783743208605

Couch-Wertung:

7
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Julian Hübecker
Abgefahrenes Dino-Abenteuer

Buch-Rezension von Julian Hübecker Sep 2020

Groona hat scheinbar als einziger Mensch die Apokalypse überlebt. Sein bester Freund ist ein Tyrannosaurus Rex, den er aufgezogen hat und mit dem er nun die Umgebung unsicher macht. Es ist eine urzeitliche Welt, in der die beiden leben: Vulkane, Dinosaurier und andere Wesen längst vergessener Zeit – und merkwürdigen futuristischen Dingen.

Steinzeitmensch trifft Dinosaurier trifft Roboter

Mit einem Tyrannosaurus jagt es sich leicht – Groona und Raubsaurier durchstreifen gemeinsam die Wildnis und wirken wie die Könige der Welt. Die Fiesesten und Wildesten unter den Monstern können es nicht mit ihnen aufnehmen. Doch eines Tages liegen riesige Quader unbekannten Materials herum, Drohnen greifen sie an und ein Kristall kommuniziert mit ihnen; riesenhafte, stachelige Würmer, die sich von den Dinosauriern ernähren kommen noch dazu.

Was hat es mit den Veränderungen auf sich? Groona und sein Saurier stehen am Anfang eines größeren Abenteuers, das irgendeinen Bezug zu Groonas Vergangenheit hat…

Auftakt einer neuen Comic-Reihe

Raimund Frey hat mit Groona eine interessante Welt aufgebaut, die noch vor vielen Geheimnissen und Rätseln steht. Es werden viele verschiedene Elemente kombiniert, die anfangs nicht wirklich zusammenpassen wollen, gerade deswegen aber den Reiz ausmachen. Zwar ist der Verlauf der Geschichte sehr verwirrend, doch ist man schnell gefesselt von dem etwas stupide wirkenden Jungen, dem tödlichen, aber handzahmen Tyrannosaurus und den futuristischen Dingen, die eigentlich in eine andere Zeit gehören.

Die äußere Gestaltung ist sehr gelungen: ein kräftig grüner Buchschnitt und ein fesselndes, buntes Cover, das mehr Raffinesse zeigt als die Innengestaltung. Das Comic hätte nicht genauso bunt sein müssen, doch hier und da einige Farbakzente wären durchaus wirkungsvoll gewesen.

Die Zeichnungen selbst sind manchmal sehr minimalistisch, dann wieder detailgetreu und sehr fokussiert. Manche Szenen sind nur dahin gekritzelt, dann wirken sie wieder so detailliert, wie eine architektonische Skizzierung. Das macht den Reiz des Comics aus: Das komplette Konzept erscheint sehr dynamisch und spielt mit den Stilmitteln, ohne unüberlegt zu wirken.

Die Texte sind kurz und präzise, manchmal ersetzt durch emojiähnliche Zeichen, die manchmal nicht ganz schlüssig sind, aber für Abwechslung sorgen.

Fazit

Groona ist ein spannender Comic-Auftakt, der, trotz kleiner Schwächen, nicht nur spannend ist, sondern auch einen lustigen und mutigen Protagonisten sowie ein geheimnisvolles Konzept bietet, das unbedingt neugierig auf mehr macht.

Groona - Die letzte Insel

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