Wie viel Leben passt in eine Tüte?

Erschienen: September 2020

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen unter dem Titel Survival Kit; aus dem Englischen von Christine Gallus; Taschenbuch, 400 Seiten

ISBN: 9783522202688

Couch-Wertung:

9

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Rita Dell'Agnese
Mit Verlust fertig werden

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Nov 2020

Rose Madison kann sich nicht vorstellen, wieder einmal unbeschwert lachen zu können. Seit ihre Mutter gestorben ist, hat sich die Welt für sie verändert. Nicht nur, dass sie mit dem Verlust kaum klarkommt, auch ertränkt ihr Vater seinen eigenen Kummer immer mehr im Alkohol. Da ihr älterer Bruder auswärts studiert, liegt die ganze Verantwortung auf Roses Schultern. Auch auf ihren Freund Chris kann Rose nicht mehr eingehen. Er verlässt sie schließlich und Rose fühlt sich wie im freien Fall. Nur ihre Freundin Krupta steht noch zu der 15-Jährigen. Und Will. Der 17-Jährige, den Roses Vater für die Gartenarbeiten engagierte, kennt den Schmerz des Verlustes, starb doch sein eigener Vater vor zwei Jahren an Krebs. Als Rose auf ein Survival-Kit ihrer Mutter stößt, und Will um Hilfe bittet, einen der Punkte darin umzusetzen, kommen sich die beiden Jugendlichen näher. Rose spürt, dass sie in Will einen guten Freund gefunden hat, der ihren Schmerz versteht und mit ihrem Wesen umgehen kann. Aber dadurch wird es nicht weniger schwer, sich dem Leben wieder ein ganz kleines bisschen zu öffnen.

Sehr nahe an der Gefühlswelt von Rose

Donna Freitas hat für ihren Roman eine Hauptfigur geschaffen, die ihre Gedanken und Gefühle in der Ich-Perspektive schildert. Damit kommen die jungen Leserinnen und Leser sehr nahe an die Gefühlswelt von Rose heran. Sie können das Geschehen aus Roses Augen betrachten. Allerdings feit das nicht davor, dass man das eine oder andere Mal versucht ist, die junge Frau etwas zu stupsen, damit sie über einen toten Punkt hinwegkommt, oder sich einer anderen Person anvertraut. Denn nicht mal die beste Freundin Krupta weiß immer, was genau in Rose vorgeht. Sehr nahe kommt man auch dem eher zurückgezogenen und verschlossenen Will, der sich als verlässlicher Freund erweist. Während die beiden schnell zu Sympathieträgern werden, mag man mit den anderen Figuren, wie etwa dem trinkenden Vater oder dem auf sich bezogenen Quarterback Chris nicht so recht warm werden.

Interessante Grundidee

Die Vorstellung, dass die sterbende Mutter ihrer Tochter ein Survival-Kit packt und sie damit nach ihrem Tod wieder an die Hand nimmt und ihr den Weg zurück ins Leben weist, hat etwas für sich. Auch wenn es da und dort doch sehr an den Haaren herbeigezogen scheint, mag man dies angesichts der interessanten Grundidee verzeihen. Dass Donna Freitas sich recht stark an Stereotypen hält, ist vor dem Hintergrund des spannenden Settings schade. Auch dass sie sich manchmal in Längen verliert und die Geschichte den Eindruck erweckt, als hätte sie sich kurzzeitig verheddert, hemmt den Lesefluss etwas.

Fazit

Wie viel Leben passt in eine Tüte zeigt auf eindrückliche Art, was es braucht, um mit einem Schicksalsschlag fertig zu werden und den Tod eines geliebten Menschen zu verkraften. Es ist lebensnah und lebendig geschrieben und macht Mut, sich selbst nicht aufzugeben.

 

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