Fans des unmöglichen Lebens

Erschienen: September 2020

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen unter dem Titel Fans of the Impossible Life; aus dem Englischen von Catrin Frischer; Hardcover, 384 Seiten

ISBN: 9783570164211

Couch-Wertung:

8

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Julian Hübecker
Berührender Roman über Freundschaft, Krankheit und Sucht

Buch-Rezension von Julian Hübecker Sep 2020

„Man weiß gar nicht, dass man anders ist, bis einem jemand das Gefühl gibt, anders zu sein.“

Mira, Jeremy und Sebby haben in ihrem jungen Leben bereits einiges mitgemacht. Daher ist jeder Tag aufs Neue eine Herausforderung. Doch sie merken: Hürden lassen sich besser gemeinsam bewältigen. Eine Zeit lang fühlt sich auch alles perfekt an – bis die inneren Dämonen wieder hervorbrechen und alles zu zerstören drohen…

Die Kraft, das Leben zu bewältigen

Die drei Teenager haben unterschiedliche Geschichten zu erzählen: Mira hat ständig das Gefühl, sich beweisen zu müssen; ihrer Schwester, der Überfliegerin, gelingt alles und sie ist der Liebling ihrer Eltern. Als diese auszieht, fühlt Mira den Druck noch viel stärker – bis sie zusammenbricht und eingeliefert wird. Dort lernt sie Sebby kennen, der wegen seiner Homosexualität verprügelt wird. Er wohnt bei einer Pflegemutter, die allerdings nicht richtig mit dem rebellischen Jungen umzugehen weiß.

Wieder zurück in der Schule lernt Jeremy die beiden kennen. Jeremy wurde Mobbingopfer und entwickelte daraufhin eine große Angst, wieder zur Schule zu gehen. Er ist sehr introvertiert und tut sich schwer, neue Kontakte zu knüpfen, besonders nach den Anfeindungen. Daher sind Mira und Sebby genau die richtigen, ihn aus seinem Schneckenhaus zu locken. Trotz ihrem fragilem Inneren geben sie sich nach außen stark – eine Eigenschaft, die Jeremy vermisst.

Die drei werden Freunde und unternehmen viel miteinander. Insbesondere zwischen Jeremy und Sebby funkt es gewaltig. Doch irgendwann holen Probleme einen wieder ein – besonders, wenn diese nicht aufgearbeitet wurden. So kommt es, dass Sebby eine falsche Entscheidung nach der anderen tätigt, Mira mit der Situation heillos überfordert ist und Jeremy sich wieder in Frage stellt…

Das Leben kann auch überfordernd sein

Kate Scelsa hat mit Fans des unmöglichen Lebens ein interessantes Konzept geschaffen, indem sie drei völlig unterschiedliche Charaktere zueinander geführt hat. Sie haben nicht nur unterschiedliche Persönlichkeiten, sondern kommen auch aus verschiedenen familiären Verhältnissen: Während Jeremy als Einzelkind bei zwei liebevollen, fürsorglichen Vätern aufwächst und Mira zwar ebenfalls gute Eltern hat, jedoch immer im Schatten der großen Schwester stand, stirbt Sebbys Mutter früh, weshalb er von Pflegefamilie zu Pflegefamilie herumgereicht wird. Es ist interessant, wie die Teenager mit ihrem Umfeld interagieren.

Deren Verschiedenartigkeit wird zudem nochmal durch eine unterschiedliche Erzählsicht unterstrichen: Jeremy erzählt aus der Ich-Perspektive, Mira aus der dritten Person und Sebby aus der zweiten Person: „Du hast eineinhalb Tage nicht geschlafen, dein Gehirn protestiert so, dass du ganz beschwingt bist von dem Gefühl, dir selbst etwas antun zu können.“ Während die letztere Erzählweise gewöhnungsbedürftig ist, generiert dieser Unterschied andere Betrachtungsweisen auf die Protagonisten und lässt nachempfinden, wie unterschiedlich sich die Freunde selbst wahrnehmen.

Aus dem Zitat aus Sebbys Sicht ist bereits ersichtlich, dass auch schwere Themen angesprochen werden; es geht um Selbstmordversuche, Drogenmissbrauch und das Gefühl, nichts wert zu sein. Daher sei an dieser Stelle eine Triggerwarnung ausgesprochen: leichte Kost ist das nicht. Doch die Autorin lässt auch Hoffnung aufkeimen und zeigt, dass es immer möglich ist, ein Licht am Ende des Tunnels zu finden.

Fazit

Man muss sich in dem Buch an einiges gewöhnen: ungewöhnliche Erzählstile, schwer zu verdauende Themen – das fröhliche Cover sollte nicht darüber hinwegtäuschen. Doch es ist auch eine kleine Liebeserklärung an das Leben, das insbesondere für junge Menschen große Hürden aufweisen kann. Hier ist es nicht falsch, jede Art von Hilfe anzunehmen.

 

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