When we were lost

Erschienen: August 2020

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen unter dem Titel When we were lost; aus dem Englischen von Alexander Wagner; Taschenbuch, 352 Seiten

ISBN: 9783570313299

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Nina Pimentel Lechthoff
Big Brother im Dschungel

Buch-Rezension von Nina Pimentel Lechthoff Sep 2020

Eigentlich wollte er gar nicht nach Costa Rica. Tom hat nichts mit den Leuten gemein, mit denen er seinen Sommer verbringen soll und hat keine Lust darauf, mit seinen Mitschülern irgendwo im Nirgendwo in Costa Rica Hütten zu bauen. Doch dazu kommt es gar nicht erst, denn der Flug, in dem die Jugendlichen sitzen, stürzt ab. 19 Jugendliche überleben den Absturz, doch für wie lange? Denn sie sind weit ab von der eigentlichen Flugstrecke im tiefsten Dschungel gestrandet. Kaum aus dem Flugzeugwrack raus, kommt es dann auch schon zu den ersten tödlichen Unfällen. Denn der Dschungel ist unerbittlich und jeder kleinste Fehler wird hart bestraft.

Lost trifft Herr der Fliegen

Der Protagonist von When we were lost ist Tom, der – gelinde gesagt – der Außenseiter der Gruppe ist. Seit seine Eltern von einem betrunkenen Autofahrer getötet wurden, hat er sich von allen anderen ausgeschlossen. Er selbst vergleicht sich mit einem Puzzlestück, das aus Versehen in der falschen Verpackung gesteckt wurde und nicht zum Rest passt.

Durch diese Außenseiterrolle eignet sich Tom sehr gut, um den Leser mit den restlichen Überlebenden vertraut zu machen. Denn wir lernen diese mit Tom zusammen kennen. Zwar sind das alles seine Klassenkameraden, aber weil er kein Interesse daran hat, sie näher kennen zu lernen, weiß er nur Oberflächliches über sie.

Diese Herangehensweise hat aber nicht nur Vorteile. Ohne viel zu verraten, bilden sich bald Fraktionen innerhalb der Überlebenden. Denn obwohl Tom ein Außenseiter ist und mit keinem der anderen Jugendlichen irgendwelche Verbindungen hat, außer dass sie vielleicht im selben Literaturkurs saßen, wächst er in eine Führungsrolle hinein. Doch nicht jeder ist damit einverstanden. Die paar Leute, mit denen Tom sich langsam, aber sicher anfreundet, lernt man etwas besser kennen, die anderen bleiben nur schemenhaft, ohne richtige Substanz.

Vor allem gilt das für den „Antagonisten“ Joel, der sich in die Anführerrolle reindrängt und das Sagen haben will, egal was kommt. Ich war die ganze Zeit nur genervt von Joel, einfach weil ich nicht verstanden habe, was seine Motivationen waren. Und weil er deren Situation mit dem Roman Herr der Fliegen vergleicht, ohne wirklich zu wissen, worum es darin geht.

Thriller? Eher Dschungel-Action

Klappentexte sollten den Kern eines Buches vermitteln, ohne zu viel von der Handlung zu verraten. Bei When we were lost hat mich die ganze Aufmachung aber verwirrt. Auf dem Cover ist unter anderem der Satz „Wer wird zum Mörder?“ zu lesen, weswegen ich die ganze Zeit über darauf gewartet habe, dass einer der Überlebenden anfängt, die anderen nacheinander auszuschalten. Dass der Film als Thriller deklariert wird, hat auch nicht geholfen.

Für mich ist das Buch eher ein Survival-Action-Roman, denn das Überleben ist das höchste Ziel der gestrandeten Jugendlichen. Das ist auch sehr spannend geschrieben, wie sie sich zusammenraufen oder streiten – generell wie sie versuchen, aus diesem Alptraum wieder herauszufinden. Der andere Aspekt ist die Action. Denn wenn man gefährlichen Raubtiere, reißende Flüsse und noch viel mehr Gefahren ausgesetzt ist, kommt man an Action-Szenen nicht vorbei – auch diese sind sehr gut geschrieben.

Das Einzige, was mich tatsächlich enttäuscht hat, war das Ende – besser gesagt: der Epilog. Dieser wirkt wie hinten dran geklatscht und hat mich aus der sehr spannenden und in sich geschlossenen Erzählung rausgerissen. Der Prolog ist auch etwas unbeholfen an den Anfang geklebt, aber hat mich nicht so sehr gestört wie der Epilog. Die Informationen darin hatten für mich keinerlei Mehrwert und haben das offene Ende zum Nichts verkommen lassen.

Fazit

When we were lost kann mit einer spannenden und packenden Geschichte punkten, bei der ich die ganze Zeit mitgefiebert habe. Der Protagonist Tom führt einen gut durch die Erzählung durch, vor allem weil man in gewisser Weise mit ihm zusammen einige der Figuren des Romans kennenlernt. Dabei bleiben aber viele der Figuren, mit denen Tom kein allzu gutes Verhältnis hat, im Hintergrund und dadurch etwas unterentwickelt.

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