Never Let Me Down

Erschienen: Mai 2020

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen unter dem Titel The Accidentals; aus dem Englischen von Wiebke Pilz und Nina Restemeier; Broschur, 400 Seiten

ISBN: 9783736313002

Couch-Wertung:

7

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Rita Dell'Agnese
Ein neuer, alter Papa

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Jul 2020

Kurz vor ihrem 18. Geburtstag wird Rachel ins Heim gebracht. Ihre Mutter ist einer tückischen Krankheit erlegen und die Tante will die junge Erwachsene nicht bei sich aufnehmen, bis sie ins College kommt. Obwohl sich Rachel nicht wohl fühlt, hat sie sich mit der Situation arrangiert. Immerhin steht ihr Haze zur Seite, ihr bester Freund, der sie auch während des Sterbens der Mutter begleitet hat.

Eines Tages taucht Freddy Ricks in Rachels Leben auf: der größte Rockstar der USA. Obwohl Rachel niemals Kontakt zu ihm aufnehmen durfte, hat sie doch immer gewusst, dass Freddy Ricks ihr Vater ist. Hin und her gerissen zwischen ihrer Wut, weil er sich 18 Jahre weder um sie noch um ihre Mutter gekümmert hat, und ihrer Verehrung, die sie ihrem Vater schon immer entgegen gebracht hat, lässt sich Rachel auf ihn ein – immer auf der Hut, falls er sie doch fallen lassen sollte. Im Claiborne College lernt sie zudem neue Freunde kennen – und muss sich plötzlich mit einer unangenehmen Seite von Haze auseinandersetzen.

Viele Themen angeschnitten

Die Autorin Sarina Bowen hat in ihrem Roman Never let me down viele Themen zusammengefasst, die eine gute Grundlage für eine Geschichte ergeben. Da ist zum einen die Trauer über den Tod der Mutter, mit der sich die junge Erwachsene Rachel auseinander setzen muss. Aber auch das Gefühl, dass sich niemand ernsthaft für sie interessiert. Mit einer absolut kindlichen Schwärmerei hängt Rachel ihrem Vater, dem berühmten Rockstar nach – um sofort abzutauchen, als er tatsächlich auf den Plan tritt. Hier kommt der Zwiespalt der „verlassenen“ Tochter ins Spiel.

Ein weiterer Aspekt ist die gespannte Atmosphäre zwischen Freddy Ricks und seiner Mutter. Der Star wird zum kleinen Kind, sobald er in ihrer Nähe ist und reagiert mit pubertärem Trotz und Aufbegehren. Dass er sich nicht mal zugunsten seiner neu entdeckten Tochter zusammennehmen kann, spricht nicht für den Charakter des Vaters.

Leider bleiben alle Charaktere eher oberflächlich und sind nach dem einfachen Schema Gut und Böse einzureihen. So etwa der umwerfende, aber nerdige Jake, der auf jeder Ebene dem Klischee des Helden entspricht; oder die spanische Mitbewohnerin Aurora, die zur guten Freundin wird.

Etwas viel heile Welt

Obwohl sich der Roman angenehm und flüssig liest, mag er nicht so richtig durchstarten. Es ist einerseits die etwas eingeschränkte Charakterzeichnung der Protagonisten, die etwas mehr Tiefe vermissen lässt, andererseits ist es aber auch die „heile Welt“, die trotz aller Traumata und Probleme heraufbeschworen wird, die einen schalen Geschmack hinterlässt. Es keimt der Verdacht auf, dass die Autorin zum Zeitpunkt, als der Roman entstand, noch sehr jung war. Denn viele der bejubelten Errungenschaften, die Rachel das neue Leben schmackhaft machen, erinnern an die Wunschträume junger Mädchen. So bleibt dem Roman schließlich dieses eine Quäntchen Besonderheit verwehrt, das ihn aus der großen Masse herauszuheben vermöchte.

Fazit

Never let me down ist ein netter Unterhaltungsroman für junge Erwachsene, der vor allem romantische Gemüter ansprechen dürfte. Viele wichtige Themen werden zwar gestreift, doch keines wird vertieft behandelt. Da und dort gibt es gar den einen oder anderen kleinen Stolperer im Ablauf. Dennoch liest sich das Buch flüssig und hält den Leser bis zuletzt bei Stange.

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