Royal Blue

Erschienen: April 2020

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen unter dem Titel Red, White & Royal Blue; aus dem Englischen von Hannah Brosch; Taschenbuch, 464 Seiten

ISBN: 9783426526156

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Julian Hübecker
Eine Liebe über die Politik hinweg

Buch-Rezension von Julian Hübecker Apr 2020

„Da dreht Henry sich auf einmal um, und diesmal stößt er Alex fast von sich, und einen kurzen, zündenden Moment lang ist Alex beeindruckt von dem Funkeln in dessen Augen, dem plötzlichen Hervorbrechen einer tatsächlichen Persönlichkeit.“

Alex liebt Henry, Henry liebt Alex. Eigentlich kein Problem, denn Liebe ist Liebe und kein anderer sollte sich darum scheren als die beiden. Doch was ist, wenn der eine Präsidentinnensohn und der andere ein Prinz ist? Hier gilt es diplomatisches Geschick zu zeigen und eine Beziehung, die keine Zukunft zu haben scheint, vor der Öffentlichkeit geheim zu halten.

Eine (fast) unmögliche Beziehung

Alex kann diesen verwöhnten Schnösel Henry einfach nicht leiden. Als Enkel der Königin von England ist er schon mit dem goldenen Löffel im Mund aufgewachsen, ist hochnäsig und hält sich vermutlich für etwas Besseres. Alex dagegen ist Sohn eines mexikanischen Einwanderers und einer Mutter, die es von ganz unten bis ins Präsidialamt der Vereinigten Staaten von Amerika geschafft hat. Ihm ist bewusst, dass er seinem Land gegenüber eine Verpflichtung hat und sich vor anderen Staatsoberhäuptern respektvoll verhalten muss.

Als schließlich eine Auseinandersetzung zwischen Alex und Henry eskaliert, greift die PR-Maschinerie des Weißen Hauses: Beide sollen mehr Zeit miteinander verbringen, eine tadellose Freundschaft vorgaukeln und heile Welt spielen. Alex ist gar nicht davon begeistert, Henry dagegen empfindet schon länger mehr für Alex.

Alex jedoch war sich immer seiner Sexualität sicher, kann sich seiner zunehmenden Gefühle für Henry nicht länger erwehren. Doch wie soll so eine Beziehung funktionieren? Schließlich haben beide Pflichten zu erfüllen, Protokolle zu befolgen. Alex hat das Glück, seine Schwester June und seine beste Freundin Nora an seiner Seite zu haben. Doch Henry fühlt sich immer unsicherer – soll er sich für sein persönliches Glück entscheiden oder sein Leben der englischen Krone widmen?

Zu viel Politik, zu wenig Drama

Da ich ein absoluter Verfechter schöner Cover bin, sind mir gleich die passenden Pastelltöne des Buches aufgefallen, die auch im Bücherregal gut zur Geltung kommen. Leider war der Inhalt weniger überzeugend, vor allem da die Hoffnung auf eine emotionale, persönliche Geschichte lag, die das Herz zum Schmelzen bringt.

Natürlich war auch ein wenig Politik zu erwarten, doch eher als Spiel im Hintergrund. Stattdessen hat das ganze Geplänkel um die Wiederwahl von Alex‘ Mutter zu viel Raum eingenommen. Immer wieder störten Zwischensequenzen um das Drama der Wahlvorbereitungen das eigentliche Intermezzo zwischen Alex und Henry. Ein verstärkter Fokus hierauf hätte mehr aus deren Beziehung herausholen können, als es Casey McQuiston getan hat.

So blieben die Protagonisten blass und unausgereift und konnten kaum überzeugen. Was anfangs noch vielversprechend begann, artete in aufeinanderfolgenden erotischen Szenen aus (die durchaus gelungen waren) und anschließendem langweiligen Beziehungstechtelmechtel aus E-Mails und Textnachrichten. Schade, dass die Autorin nicht mehr daraus gemacht hat, denn die Grundidee alleine verdient schon Pluspunkte.

Fazit

Royal Blue bleibt unter seinen Möglichkeiten. Das politische Brimborium hat zu viel Raum eingenommen, während Alex‘ und Henrys Beziehung zu wenig Platz zur Entfaltung hatte. Das schöne Cover tröstet nur wenig darüber hinweg.

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