Forever Free - San Teresa University

Erschienen: April 2020

Bibliographische Angaben

Broschur, 480 Seiten

ISBN: 9783736312982

Couch-Wertung:

7

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Rita Dell'Agnese
Der Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Aug 2020

Für Raelyn ist es ein wichtiger Tag: Sie ist Freshman an der San Teresa University in Kalifornien. Für die junge Frau aus New York bedeutet das, über sich selbst hinaus zu wachsen. Denn Raelyn ist außerordentlich schüchtern – das Ergebnis vieler schlechter Erfahrungen während ihrer Schulzeit. Weil die junge Frau ahnt, dass die intensive Beziehung zwischen ihr und ihrer Mutter Grund für die jahrelange Ausgrenzung war, will sie im entfernten Kalifornien ein neues Leben beginnen: weit weg vom Einfluss ihrer Mutter.

Doch schnell merkt Raelyn, dass es auch hier an der Universität nicht einfach ist, Freundschaft zu schließen. Zum Glück ist da Kate, eine Studentin der fortgeschrittenen Semester. Sie hat sich quasi als Patin für zwei Freshman verpflichten lassen: Raelyn und April. Nach und nach schafft es Raelyn, sich ihren neuen Freunden zu öffnen und auch mit den Freunden von Kate eine gute Beziehung aufzubauen. Doch da ist auch Hunter. Obwohl er alles dafür tut, sich von Raelyn fern zu halten, verliebt er sich in die junge Frau. Und stößt bei ihr auf Gegenliebe. Hunter aber will auf gar keinen Fall nochmals eine Beziehung eingehen.

Ausgeprägte Charaktere

Die deutsche Autorin Kara Atkin hat für den Auftakt zur Forever-Reihe einige sehr ausgeprägte Charaktere gezeichnet. In den Mittelpunkt setzt sie Raelyn, die so schüchtern ist, dass sie sich am liebsten in sich selbst zurückzieht und jeglichen Außenkontakt meidet. Dass sich Raelyn ausgerechnet für Kommunikation einträgt, versteht außer sie selbst niemand so recht. Die junge New Yorkerin wird extrem von ihrer Mutter dominiert, die den Entschluss ihrer Tochter, ausgerechnet in Kalifornien zu studieren und sich damit zumindest teilweise ihrem Einfluss zu entziehen, nicht verstehen kann. Das Bemühen der Tochter, sich von ihrer Mutter zu lösen, wird von der Autorin überzeugend dargestellt. Es sind sehr kleine Schritte, die Raelyn macht, bis es zum großen Ausbruch kommt und sich Raelyn offen gegen die Mutter auflehnt.

Raelyn stellt Kate Atkin den Musikstudenten Hunter gegenüber. Er verkriecht sich in seine Musik, und zieht sich stark von der Umwelt zurück, kann sich aber der Faszination nicht erwehren, die Raelyn bei ihm auslöst. Hunter wirkt nicht ganz so sympathisch, bemüht sich die Autorin doch etwas gar stark, sein großes Geheimnis zu wahren. Damit hat sie eine Figur geschaffen, die eher verkrampft wirkt.

Etwas zähes Universitätsleben

Der immerhin 480 Seiten starke Roman zieht sich immer mal wieder und es braucht bei einigen Passagen recht viel Durchhaltevermögen, bis die Geschichte wieder Fahrt aufnimmt. An vielen Stellen kommt es zu Wiederholungen bei den Schilderungen, die das Leben an der Universität betreffen, auch scheint es längere Zeit, als würden sowohl Raelyn als auch Hunter auf der Stelle treten. Reizvoll ist das Instrument der zweifachen Erzählperson – zum einen Raelyn, zum anderen Hunter. Doch ganz vermag das nicht zu überzeugen, denn es wird nicht konsequent aus den beiden unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt. Damit schmälert die Autorin dieses feine Instrument etwas.

Fazit:

Forever free ist ein unterhaltsamer Roman für Jugendliche, der sich gut als Strandlektüre eignet. Zu den Schwächen der Geschichte gehört die etwas zähflüssige Entwicklung ebenso wie die – eine Nuance – zu stark in Schwarz-Weiß eingeteilten Charaktere.

Forever Free - San Teresa University

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Letzte Kommentare:
17.05.2020 23:05:27
Furbaby_Mom

Richtig mies.
Selten habe ich so mit mir gekämpft hinsichtlich einer Rezension. Ich finde, eine Buchbewertung sollte die ehrliche Meinung des Lesers widerspiegeln und nach Beendigung der Lektüre frage ich mich stets: würde ich dieses Werk einer Freundin empfehlen? Hierzu kann ich sagen: definitiv nicht! Mein Konflikt: die Autorin Kara Atkin kommt auf ihrem Instagram-Kanal unheimlich sympathisch rüber, weshalb ich es umso trauriger finde, dass "Forever Free" mich wirklich entsetzlich enttäuscht hat und ich beinahe nichts Positives darüber berichten kann. Hätte ich es nicht im Rahmen einer Leserunde gelesen, hätte ich den Roman gewiss noch vor der Mitte abgebrochen.

Zunächst fing alles ganz wunderbar an; ehrlich, ein richtig interessanter Start in die Handlung – tatsächlich habe ich mich im Nachhinein gefragt, ob die Einleitung von einer anderen Person geschrieben worden war, weil der Schreibstil sich anschließend dermaßen ins Negative wandelte. - Abgehackte, unrunde Kapitel- und Szenenübergänge, bei denen einfach ein Gedanke, eine Idee, eine Entwicklung nicht weitergeführt wird und im Sande verläuft…eine mehr als vorhersehbare und fade Hintergrundstory, mit der man sich die Erklärung gewisser Verhaltensweisen ziemlich einfach gemacht hat… eine unglaubwürdige, oberflächliche Love Story… eine unheimlich nervige, weltfremde, ich-bezogene Hauptfigur, die man einfach nur schütteln möchte ob ihrer devoten Haltung gegenüber allem und jedem (- Miss Ich-bin-so-schüchtern-ich-hatte-nie-Freunde findet endlich Anschluss in Form von 2 herzlichen Mädels und lässt diese dann direkt links liegen, kaum dass der erste sexy Typ auftaucht; ihre Mom wird als Psycho hingestellt, aber wenn man vor Problemen weglaufen will, ist Mami plötzlich wieder supidupi, usw. -) … Höchst anstrengend! Raelyn ist für mich keine "Frau", sondern ein unreifes, verzogenes Gör. Manche Personen werden zudem als 'typische Bösewichte' oder als wichtiges Element (Schauspielgruppe) aufgebaut und sind später komplett irrelevant.
Die Beschreibungen der 'Ausflüge' nach San Francisco sind so halbherzig, dass es mir als Fan der Stadt in der Seele weh getan hat – hier und da werden schnell ein paar Sehenswürdigkeiten genannt, so als würde man eine Liste abarbeiten. Vom einzigartigen Flair der Stadt liest man nichts. Null Authentizität! Von jedem unnötigen Mist (z.B. einer Haarfärbe-Prozedur!) wird jeder kleine Handgriff geschildert, anstatt sich wirklich wichtigen Dingen zu widmen, wie z.B. einer logischen Abhandlung von Szenen. Über den aktuellen U.S. Präsidenten Donald Trump wird herablassend gemault, weil dies momentan wohl 'hip' ist, gleichzeitig werfen gewisse Figuren mit degradierenden, chauvinistischen Ausdrücken wie "Frischfleisch“ nur so um sich, was hingegen als 'ganz normal' und gesellschaftskonform präsentiert wird – also, wenn schon eine ach-so-liberale Linie verfolgt wird, dann bitte konsequent. Abgesehen davon möchte ich von dieser Politisierung nicht auch noch in Büchern dieses Genres verfolgt werden, dazu reichen mir die Nachrichten.
Ebenso lieblos wurde scheinbar bei der Recherche und dem Lektorat vorgegangen: es wimmelte nur so von wahnsinnig nervigen Wiederholungen, sei es in Form von Satzstrukturen (immer wieder der gleiche Satzanfang) oder Wortwiederholungen (- ich kann das Wort "ozeanblau" nicht mehr hören! -). Und wenn schon ein international anerkannter Klassiker wie Tony Kushners "Angels in America" genannt wird, sollte doch zumindest der Titel richtig geschrieben sein, alles andere ist einfach nur peinlich. Auch die Uni-Aufgaben sind komplett unrealistisch, was sich – erneut – durch gescheite Recherche hätte vermeiden lassen.
Am schlimmsten fand ich, welche Werte der Leserschaft vermittelt werden: geh egoistisch durchs Leben und kümmere dich nicht um Freunde, erwarte aber, dass andere Menschen sich immer ein Bein für dich ausreißen… sei fein unterwürfig, damit du deinen 'Boyfriend' bei Laune hältst, denn Gott bewahre, er verlässt dich…steig ruhig zu quasi Fremden mit aufs Motorrad…lass dir mal eben ein Tattoo stechen…pfeif auf Konsequenzen für deine Handlungen, irgendwer wird schon alles retten für dich… Was wird da bitte für ein (Frauen-)Bild propagiert?! Himmel hilf!!
Gab es auch etwas Gutes? - Die Nebenfiguren sind weitaus sympathischer als Raelyn und das Cover ist hübsch gestaltet.
Dieses Buch war mit Abstand der schlechteste New-Adult-Roman, den ich je gelesen habe und meine erste richtige Enttäuschung aus dem LYX-Verlag. Meine 1,5 von 5 Sternen basieren auf der Covergestaltung und der Grundidee (Figuren, Schreibstil, Handlung waren leider allesamt für die Katz). Schade!!

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