Trügerisch

Erschienen: November 2019

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen unter dem Titel Fragments of the Lost; aus dem Englischen von Birgit Maria Pfaffinger; Taschenbuch, 368 Seiten

ISBN: 9783551317858

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8

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Rita Dell'Agnese
Warum starb Caleb?

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Jan 2020

Jessa soll Calebs Zimmer ausräumen. Ausgerechnet sie, die nicht nur mit seinem Tod hadert, sondern auch kurz zuvor von Caleb verlassen worden war und noch immer nicht verstehen kann, was denn zwischen ihnen beiden so schrecklich schief gelaufen ist. Dennoch kommt Jessa der Forderung von Calebs Mutter nach, auch wenn diese dem jungen Mädchen unverhohlen Abneigung und Verachtung entgegenbringt.

Gegenstand für Gegenstand packt Jessa in die bereitgestellten Kisten und lernt dabei Caleb von einer ganz anderen Seite kennen. Viele Stücke lösen Erinnerungen aus an eine glückliche, andere jedoch machen Jessa ratlos. Während sie die Sachen ihres Ex-Freundes packt, kommt Jessa Caleb und dessen Geheimnissen nahe. Sie begegnet einem Menschen, der ihr Rätsel aufgibt und ihre Liebe in einem neuen Licht erscheinen lässt. Aber sie kann immer weniger verstehen, weshalb Caleb den Tod gesucht hat. Bis plötzlich die einzelnen Puzzle-Teilchen ineinander greifen und Jessa eine Wahrheit offenbaren, mit der sie nicht gerechnet hatte. Und auf einmal steht sie vor einer schwierigen Entscheidung…

Der Prozess Trauer zu bewältigen

Megan Miranda hat mit Trügerisch ein wichtiges Thema aufgegriffen: Die Bewältigung von Trauer und die Fähigkeit, die Vergangenheit zu akzeptieren und loszulassen. Das macht die Autorin durch die Gedanken der aufgewühlten Jessa sehr gut sichtbar. Doch mit dem Leseverlauf stellt sich eine wesentliche Frage: Warum wird der Roman als Thriller angepriesen? Außer dem Umstand, dass Caleb tot ist und sich Jessa mit der Abneigung von Calebs Mutter konfrontiert sieht, passiert zunächst nichts, das auch nur annähernd an einen Thriller erinnern würde. Erst nach gut der Hälfte nimmt die Geschichte zögernd Fahrt auf, um dann doch noch ein flottes Tempo anzuschlagen und mit einigen Überraschungen aufzuwarten. Allerdings wirken diese dann doch recht weit hergeholt und können nicht vollständig überzeugen. Dass der Roman trotzdem ein gewisses Maß an Spannung bietet, mach diesen Umstand nur teilweise wieder wett.

Ambivalente Charaktere

Während Jessa unbestritten eine Sympathieträgerin ist, lösen die anderen Charaktere mehr oder weniger ambivalente Gefühle aus. Insbesondere Caleb schwankt zwischen einem sympathischen Charakter, von dem man gerne mehr wissen möchte, und einer fragwürdigen Persönlichkeit, die ein gerütteltes Maß an Egoismus pflegt und über die Gefühle anderer Menschen hinweg fegt. Aber auch Calebs Mutter und einige andere Nebenfiguren sind nicht richtig greifbar, vermögen nur wenig positive Gefühle auszulösen. Megan Miranda versucht, durch die seltsamen Figuren den Thriller-Charakter des Romans zu unterstreichen, was ihr aber nicht vollständig gelingt.

Fazit

Thrillerfreunde brauchen zunächst einiges an Durchhaltevermögen, bis sie bei diesem Roman auf ihre Rechnung kommen. Für die Fans von gefühlsintensiver Realitäts-Literatur wird am Anfang einiges geboten, doch mit dem weiteren Verlauf der Geschichte dürften sie den Zugang immer schwerer finden. So kann sich Megan Mirandas Trügerisch weder in die eine noch die andere Kategorie einreihen. Dennoch bietet das Buch viele interessante Ansätze und Aspekte und vermag deswegen letztlich doch zu überzeugen.

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