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Corinna Abbassi-Götte
schön erzählte Mischung aus Fantasy, Liebe und Thriller  

Buch-Rezension von Corinna Abbassi-Götte Okt 2009

Lucian: geheimnisvoll, gut aussehend, attraktiv – und ohne Erinnerung an seine Vergangenheit! Wer genau er ist? Der Klappentext verrät ja – leider - nicht sonderlich viel.

Ich-Erzählerin Rebecca wohnt mit ihrer Mutter Janne und deren Freundin Spatz in Hamburg. Janne ist Psychologin, Spatz Künstlerin. Rebeccas Vater lebt mit seiner neuen Familie in Amerika. Rebeccas beste Freundin heißt Suse, ihr (Ex)Freund Sebastian. (Sebastian ist übrigens immer noch in Rebecca verliebt.) Das war’s. Weitere Vertraute gibt es nicht, und so findet man sich sehr schnell in Rebeccas Leben zurecht: Ladys Night in mit Janne und Spatz jeden Mittwoch, Treffen mit Suse oder Sebastian, der Schulalltag (samt seiner Tücken), der verhasste Lehrer Morton Tyger, Hausaufgaben, Bücher, Musik, Partys … 
Alles ganz normal, und man hat schnell das Gefühl, Rebecca schon lange zu kennen.

Und dann geschieht es: Beim Ausmisten mit Janne und Spatz spürt Rebecca plötzlich einen hauchfeinen Riss tief in ihrem Innern. 
"Als ob ihr jemand mit der Pinzette ein Härchen ausgerupft hätte"
Zurück bleibt ein merkwürdiges Gefühl der Leere und Angst. Etwas in ihr hat sich verändert, doch sie weiß nicht, wie und warum.

Noch in derselben Nacht sieht Rebecca Lucian das erste Mal: Er steht neben der Laterne vor ihrem Haus und sieht zu ihr hinauf. 
Zufall? Es kommt zu weiteren Treffen - auf dem Flohmarkt, im Café, nachts an einem See.   
Er wirkt ein wenig abgerissen, trägt leicht verschlissene Kleidung, sieht jedoch verboten gut und unglaublich attraktiv aus. Durch sein immer wieder überraschendes Auftauchen bringt er ihr Leben völlig durcheinander, und er gesteht ihr schließlich, dass er sich nicht an seine Vergangenheit erinnern kann. Rebecca ist das zwar alles nicht geheuer, doch trotzdem hat sie sich bis über beide Ohren in ihn verliebt. Er fühlt genauso: "Wenn du in meiner Nähe bist, geht es mir gut."

Wegen Lucian zerstreitet sich Rebecca mit Suse und Sebastian. Suse hält Lucian für einen Psychopathen. Sebastian ist eifersüchtig.  
Je abwehrender Rebeccas Umfeld auf Lucian reagiert, desto häufiger fragt man sich, wer Lucian eigentlich ist und was genau er von Rebecca will. Dass Rebecca immer häufiger von ihrem Tod träumt, vereinfacht die Situation nicht gerade. Vielleicht ist er ja wirklich ein Psychopath?!

Als Rebeccas Mutter von ihm erfährt, verfrachtet sie ihre Tochter sofort und gegen ihren Willen nach Kalifornien zu ihrem Vater. 
Und genau damit nimmt das Drama seinen Lauf …

Lucian ist weit weg - und ausgerechnet wem steht Rebecca an ihrer neuen Schule in Amerika gegenüber? Morton Tyger! Nebenbei bemerkt: Tygers Lieblingsschriftsteller Ambrose Lovell wurde wahrscheinlich von Rebeccas Großvater, einem einflussreichen Literaturkritiker, zum Selbstmord getrieben – keine gute Basis für Rebecca und Tyger also.

Isabel Abedi nimmt sich viiieeel Zeit für ihre Geschichte und klärt erst sehr spät das Geheimnis um Lucian auf. Natürlich hegt man diverse Vermutungen und stellt die verrücktesten Verbindungen her. Vielleicht kommt der ein oder andere auch schon auf die Lösung. Am Ende stellt sich allerdings heraus, dass die grobe Richtung eventuell gestimmt hat, Isabel Abedi aber doch eine ganz eigene Geschichte erfunden hat. Ich will nicht zu viel verraten, aber die Mischung aus existierenden Legenden und eigenen Ideen hat mich überzeugt und zum Staunen gebracht! Faszinierend ist vor allem, wie schlussendlich alles ineinander greift und sämtliche Details Sinn ergeben.

Neben der außergewöhnlichen Liebesgeschichte und den tollen Charakteren haben mich die vielen Kleinigkeiten amüsiert und gefesselt. So veranlasst zum Beispiel die Hausaufgabe, einen Aufsatz über einen bemerkenswerten ersten Satz zu schreiben, zum Nachschauen, mit welchen Worten das eigene Lieblingsbuch beginnt. Und Jannes Kochorgien bringen ebenso zum Staunen, wie Rebeccas Zusammenbruch berührt oder Suses blinde Liebe zu Dima zum Augenrollen reizt. 
Und Sebastian? Eigentlich ein Drama, dass Rebecca die Gefühle dieses unglaublichen Typen nicht in gleicher Intensität erwidert. 
Nach der letzten Seite bleibt man übrigens mit einem doch etwas wehmütigen Gefühl zurück!

FAZIT

"Lucian" ist kein Thriller, keine Liebesgeschichte, kein Fantasyroman. 
"Lucian" ist von allem ein bisschen und besticht durch außergewöhnliche Charaktere, spannende Details und faszinierende Story!

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