Du bist der Liebe nicht egal

Erschienen: März 2019

Bibliographische Angaben

erschienen unter dem Titel Listen to Your Heart; aus dem Englischen von Nikolas Schmidt; Hardcover, 321 Seiten

ISBN: 9783959673068

Couch-Wertung:

8

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Rita Dell'Agnese
Lernen, sich selbst zu vertrauen

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Jun 2019

Ausgerechnet die Moderation: Kate ist entsetzt, als sie für die Arbeit hinter dem Mikrofon des Podcasts der Highschool ausgewählt wird. Und das nur, weil die Podcast-Idee von ihr stammt: Ratschläge an Jugendliche, die sich mit einem Alltagsproblem plagen. Dabei wollte sie doch bloß im Hintergrund mitwirken. Außerdem wollte ihre Freundin Alana unbedingt Moderatorin werden. Aber die Lehrerin hat kein Gehör für Kates Protest. Wenigstens ist da noch die narzisstische Victoria, die Kate am Mikro unterstützen soll. So beißt Kate also in den sauren Apfel, wird von Victoria flugs zu Kat unbenannt und sieht sich plötzlich mit Fragen in Liebesdingen konfrontiert. Gerade sie, die sich nach einer schlechten Erfahrung geschworen hat, sich nicht mehr um die Liebe zu kümmern, sondern ihre Leidenschaft für den elterlichen Bootsverleih auszuleben. Je länger sich Kate mit dem Podcast abgibt, desto leichter fällt es ihr. Sie lernt sich selber – und auch ihre Umgebung – mit anderen Augen zu betrachten und erkennt, dass nicht alles so ist, wie sie es gesehen hat.

Ein Teenager bekommt Reife

Kate ist ein typischer Teenager und verhält sich ihrem Alter entsprechend. Die Autorin Kasie West hat sich gut in das Mädchen hineinversetzt, das zwar die ersten Gehversuche im Erwachsenenleben hinter sich hat, noch aber die unbeschwerte Kindheit behalten will. Die Eltern setzen Kate nur wenige Grenzen und doch versucht das Mädchen immer wieder, diese zu sprengen. Auch hier spiegelt die Autorin das Familienleben wunderbar. Die wachsenden Konflikte, die sich durch die Pubertät ergeben, bringen für die ganze Familie Veränderungen. Typisch für diese Lebensphase sind auch die Sympathien und Antipathien, die sich in der Highschool ergeben. Hier hat Kasie West ein traditionelles Bild herangezogen, das sich jedoch mit der aktuellen Gesellschaft gut vereinbaren lässt. In diesem Sinne ist Du bist der Liebe nicht egal ein netter Teenager-Roman, der sich süffig lesen lässt und mit einigen netten Überraschungen aufwarten kann.

Sich neu kennen lernen

So nett sich die Teenager-Geschichte mit den Liebeswirren liest, so ist die eigentliche Tiefe des Romans in der Entdeckung der eigenen Fähigkeiten zu finden. Kate hatte ein klares Bild von sich selber, ihren Stärken und Schwächen. Dass dieses Bild nicht der Außenwahrnehmung entspricht, zeigt die konsequente Haltung der Lehrerin, die in Kate das Potenzial für den Podcast gesehen und an die Oberfläche gebracht hat. Eine sehr schöne Entwicklung, die die Protagonistin hier durchlaufen kann.

Ebenso Tiefgang bietet die Frage, wie weit Freundschaft gehen kann und darf und wo der Moment kommt, in dem man die eigenen Gefühle und Interessen auch gegenüber der besten Freundin vertreten muss. Und die Konsequenz davon natürlich auch: Wieviel Kraft hat eine Freundschaft, was ist alles möglich, ohne dass sie zerbricht? Autorin Kasie West hat diesen Bereich sehr gut beleuchtet, ohne ihn zu einem zentralen Thema zu machen. Er ist unterschwellig stets vorhanden und dringt immer mal wieder an die Oberfläche. Gerade deshalb kommt ihm große Aussagekraft zu. Dank diesen versteckten Besonderheiten kann sich Du bist der Liebe nicht egal von den Durchschnitts-Liebesromanen für Teenager lösen und sich am oberen Rand ansiedeln.

Für den Sprung in die oberste Liga reicht es jedoch leider nicht ganz: Dazu werden zu viele Themen angeschnitten und bleiben dann dümpelnd an der Oberfläche, bis sie von der Bedeutungslosigkeit weggeschwemmt werden. Auch die Ausarbeitung der Charaktere will Kasie West nur teilweise gelingen. Sie zeichnet sehr stark schwarz-weiß und folgt dem Klischee des Prinzen, der im Frosch steckt.

Fazit:

Der Roman Du ist der Liebe nicht egal richtet sich an ein Publikum im Alter von 14 bis 17 Jahren. Allerdings dürfte er hier vor allem das jüngere Segment bedienen, für die jungen Erwachsenen bietet die Geschichte zu wenig Komplexität. Unterhaltende Lektüre für einen sonnigen Nachmittag am Strand ist es aber allemal.

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Letzte Kommentare:
05.08.2020 09:31:25
DrunkenCherry

Tolles Setting und tolle Charaktere

"Du bist der Liebe nicht egal" ist ein Buch, das mich von der ersten Seite an durch sein tolles Setting in Beschlag genommen hat. Protagonistin Kate lebt in einem kleinen Ort direkt an einem See, an dem ihre Eltern einen Bootsverleih betreiben. Da kamen sofort Sommerstimmung und gute Laune auf, denn Kasie West hat eine tolle Art, die Umgebung zu beschreiben, ohne zu ausführlich zu werden.
Dazu kamen noch die sehr gelungen gezeichneten Charaktere, die wirklich wie Jugendliche agiert haben und nicht wie Erwachsene (wie das leider oft in solchen Büchern ist). Kate ist eine typische Teenagerin, die oft unsicher ist und nicht weiß, wie sie sich verhalten soll. Alles wird mit der besten Freundin besprochen und Meinungen ändern sich nur langsam.
Schön war auch, dass der Love Interest kein Bad Boy war - ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal ein Jugendbuch mit einem stinknormalen netten Jungen gelesen habe - echt schön.
Auch die Nebencharaktere waren toll und es hat echt Spaß gemacht, der Geschichte zu folgen, vor allem, da sie auch nicht so richtig vorhersehbar war und man noch beim Lesen überrascht wurde.
Ich werde Kasie West auf jeden Fall im Auge behalten und bestimmt wieder ein Buch von ihr lesen.

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