Ein Happy End ist erst der Anfang

Erschienen: März 2019

Bibliographische Angaben

Originaltitel: Leah on the Offbeat
Übersetzer: Ingo Herzke

Couch-Wertung:

8

Leser-Wertung

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Julian Hübecker
Leahs chaotisches Leben – fantastisch!

Buch-Rezension von Julian Hübecker Mai 2019

„Manchmal fühle ich mich außen vor, obwohl das Leben mit mir weitergeht.“

Lena verliebt sich oft, für sie also nichts Besonderes. Ebenso nicht, dass ihre Schwärmereien stets keine Erwiderungen finden. Kompliziert wird es jedoch, als sich ihre Gefühle in Richtung eines besonderen Mädchens bewegen. Und wieso will auf einmal dieser nervige, aber doch ganz hübsche Garrett mit ihr abhängen? Ihr Chaos, das sich Leben nennt, geht scheinbar in eine neue Runde.

Wo die Liebe hinfällt…

Leah: eine typische Teenagerin, etwas mollig, gibt sich aber betont lässig und selbstbewusst in ihren Springerstiefeln. Weder die Beste noch die Schlechteste in der Schule, kurz vor ihrem Abschluss stehend. Zwei beste Freunde, Simon, in den sie lange Zeit verliebt war, bis er sich als schwul geoutet hat, und Nick, der sich mit der umwerfenden Abby in einer Beziehung befindet.

Ja, die Liebe – eine äußerst komplizierte Angelegenheit, vor allem für jemanden, der noch nie eine richtige Beziehung hatte, geschweige denn, dass er schonmal geküsst wurde. Dabei mangelt es nicht an möglichen Kandidaten, denn Leah hat sich schon oft verliebt. Und nicht nur in Jungs, sondern auch in Mädels, denn Leah ist bi.

Leah weiß dies ganz sicher und ist damit auch absolut im Reinen. Doch die einzige, die es weiß, ist ihre Mum. Warum also zögert sie, es ihrem Freundeskreis zu erzählen? Vor allem Simon scheint doch perfekt zum Outen. Und doch – vielleicht ist es die Tatsache, dass alle um sie herum kleine rote Herzen um ihre Köpfe flattern haben, dass, egal wie sehr sie sich anstrengt, sie sich irgendwie doch anders als andere fühlt, oder, dass sie mal wieder verliebt ist: in Abby, in Nicks Freundin Abby, in die perfekte, intelligente und bildhübsche Abby – ja, Leahs Leben wird zunehmend komplizierter….

Simon 2.0 – die weibliche Version

Nach Albertallis Überraschungserfolg von Nur drei Worte, dem ein berührender Kinofilm folgte, präsentiert die Autorin nun ihr zweites Werk um die bisexuelle Leah. Das forsche Mädchen dürfte als Simons beste Freundin in Erinnerung geblieben sein, die damit zu kämpfen hatte, dass Simon nicht ihre Gefühle erwidern konnte. Dass sie nun in den Vordergrund rückt, scheint jedoch gar nicht so leicht.

Dass Nur drei Worte bei der Leserschaft so gut ankommen konnte, war nicht zuletzt Simons einnehmendem Charakter zu verdanken. So schnell man ihn ins Herz geschlossen hat, so schnell passiert dies auch im vorliegenden Buch. Obwohl er nur eine Nebenrolle hat, verblasst Leah schnell, sobald er die Bühne betritt.

Also konzentrieren wir uns lieber auf die Momente, die Leah gehören, in denen sie ihr Gefühlschaos preisgibt. Dabei wirkt sie äußerst authentisch, ihr Gedanken sind nachvollziehbar und teilweise amüsant, wie sie sich in ihre Unsicherheiten verstrickt. Zum einen ist da die nach außen wirkende toughe, junge Frau, doch dann taucht Abby auf und bringt ihre Welt ins Kippen.

Becky Albertalli schafft wieder einmal eine wunderschöne LGBT-Geschichte, die zum Ende hin immer besser wird. Tatsächlich startet das Buch nämlich eher schlecht als recht. Die vielen Charaktere, die der Leser gleich zu Anfang um die Ohren geknallt bekommt, verwirren dann doch sehr, der Lesegenuss will nicht so richtig aufkommen. Wer also auch Probleme damit hat, Protagonisten schnell zuzuordnen, sollte etwas Geduld mitbringen. Dann jedoch macht es einfach nur Spaß.  

Fazit:

Der Start ist schwierig, doch dann breitet sich eine gefühlvolle Geschichte vor einem aus, der man mit Begeisterung folgt. Leah ist zwar das genaue Gegenteil von Simon, aber genauso sympathisch, weiß sie ihre Geschichte zu erzählen.

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