Fünf Dinge, die dir niemand verrät

Erschienen: Juli 2018

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen unter dem Titel Five things they never told me; aus dem Englischen von Barbara Lehnerer; Hardcover, 240 Seiten

ISBN: 9783423762168

Couch-Wertung:

9

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Andrea Delumeau
Schwungvoll und ungezwungen

Buch-Rezension von Andrea Delumeau Apr 2019

Für die 12-jährige Erin bricht eine Welt zusammen, als ihre Eltern sich trennen. Sie hat das Gefühl, das keiner sie so richtig will. Mehr aus Trotz und Protest kauft sie mit dem Geld ihres Vaters heimlich ein sündhaft teures iPad. Zur Strafe bekommt sie nicht nur Hausarrest, sondern muss die ganzen Sommerferien an dessen Arbeitsstelle, einem Altersheim, verbringen, statt mit ihren Freundinnen abzuhängen und Spaß zu haben. Dass der Sommer trotzdem nicht öde und langweilig wird, verdankt sie zwei neuen Freunden, die sie dort unerwarteterweise findet.

Für Erin ist es ein großer Schock

…als ihre Mutter die Familie verlässt und zu einem anderen Mann zieht. Alles verändert sich, für sie bricht quasi ein neues Zeitalter an. Daher benutzt sie auch eine neue Zeitrechnung, die sie als Tage „ohne mum“ zählt. Als sie entscheiden soll, bei welchem Elternteil sie bleiben will, entscheidet sie sich für ihren Vater. Nicht unbedingt, weil sie diesen lieber hat als ihre Mum, sondern weil der Familienhund Picasso, an dem sie sehr hängt, bei ihm wohnt.

Erin hat den Hund nach ihrem Lieblingsmaler Picasso benannt, denn sie interessiert sich sehr für Kunst. Das hat sie wohl von ihrem Vater, einem begabten Bildhauer, geerbt. Dass dieser sich weigerte, seine Kunst gewinnbringend einzusetzen und es stattdessen vorzog, nur Landschaftsgärtner in einem Altersheim zu sein, war ein häufiger Streitpunkt zwischen den Eltern.

Erin fühlt sich ungeliebt und unverstanden,

…und aus Protest stiehlt sie ihrem Vater eine große Summe Geld und kauft sich ein sehr teures iPad. Zur Strafe wird sie dazu verdonnert, die Sommerferien an der Arbeitsstelle ihres Vaters, der Landschaftsgärtner in einem Altersheim ist, zu verbringen! Ein wenig aufregend klingendes Programm, wo sie sich doch viel lieber während der Ferien mit ihren Freundinnen vergnügen würde.

Erin glaubt, dass vor allem ihr gesellschaftliches Leben auf ewig zerstört ist.

Sie hat Angst, ihre zwei besten Freundinnen zu verlieren oder dass diese sie fortan nur dulden werden, weil sie ja während der Ferien kaum Kontakt mit ihnen haben wird. Außerdem findet sie das Altersheim und die Heimbewohner doof. Zum Glück lernt sie den fast gleichaltrigen Lucas kennen, der regelmäßig seinen Opa im Heim besucht. Langsam freundet sie sich mit einer der Heimbewohnerinnen, der störrischen Martha, an, und lernt von ihr wichtige Lektionen fürs Leben, die ihr helfen, ihre Erfahrungen neu zu bewerten.

„Schwungvoll und ungezwungen“

Rebecca Westcott kann sich ausgezeichnet in Kinder und Jugendliche hineinversetzen – vor allem in der schwierigen Zeit des Heranwachsens. Die Autorin nimmt den Leser ohne zu werten oder zu verurteilen an die Hand und lässt ihn sein eigenes Urteil fällen.

Das Kunstprojekt, an dem Erin während der Sommerferien arbeitet, zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch.

Erin soll Kunstwerke, die sie beeindruckt haben, auswählen und beschreiben, was sie in ihr auslösen. Der Leser wird so intellektuell gefordert und ist vielleicht sogar versucht, das eine oder andere Kunstwerk nachzuschlagen. Kunst wird so zur Therapie, denn Erin ist gezwungen, sich über ihre eigenen Gefühle klar zu werden und Erlebtes zu verdauen.   

Auch der Umgang mit Martha, einer Heimbewohnerin, hilft ihr, sich in den neuen und ungewohnten Umständen zurechtzufinden. Von ihr lernt sie, nicht der Vergangenheit nachzutrauern, sondern lieber im Jetzt zu leben. Sie lernt außerdem, dass Veränderungen zum Leben gehören und nicht schlecht sind, sondern die Chance zu einem positiven Neuanfang bieten.

Das alles könnte wenig verlockend und eher verstaubt, trocken und angestrengt als „pädagogisch wertvoll“ wirken, würde es der Autorin nicht gelingen, ihr Buch schwungvoll und ungezwungen darzubieten.

Fazit:

Zwar werden schwierige Themen wie Scheidung und Selbstfindung angesprochen, der humorvolle Stil und die lockere Schreibweise der Autorin sorgen jedoch dafür, dass es sich nicht um ein schwermütiges Problembuch handelt.

Fünf Dinge, die dir niemand verrät

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