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Julian Hübecker
Der Weg zur Selbstliebe, bevor andere einen akzeptieren können

Buch-Rezension von Julian Hübecker Apr 2019

„Ich kann nicht verstehen, dass Menschen heutzutage immer noch für etwas gemobbt werden, woran sie überhaupt keine Schuld haben.“

Nico Abrell ist 18 und schwul… so weit, so unspektakulär – sollte man meinen, denn schwul zu sein ist noch immer keine Selbstverständlichkeit. Jeder homosexuelle Mensch weiß vermutlich seine eigene Geschichte zu erzählen über das Outing und negative Erfahrungen, über das Entdecken seiner Sexualität und vor allem über Ängste. In Ich bin ich - und jetzt? erzählt der Autor seine Geschichte, und wie er sich zu akzeptieren lernte.

Ein schwieriger Weg zu mehr Selbstvertrauen

Dabei beginnt sein Weg schon sehr früh, als er feststellt, dass er anders als andere Jungs ist. Es folgen Mobbing und Ausgrenzung sowie das Zweifeln an sich selbst. Diese Erfahrungen teilt er mit seinen Lesern und bestärkt sie, sich davon nicht unterkriegen zu lassen. Er gibt Tipps, wie man sich gegen blöde Sprüche wehren kann, wie man das Schöne an sich findet und dadurch mehr Selbstbewusstsein entwickelt. Hervorzuheben ist auch, dass Nico Abrell eine kurze Geschichte der Homosexualität anreißt, und wie die rechtliche Situation heute ist.

Ein kleines Büchlein mit viel emotionalem Inhalt

Mit seinen 128 Seiten ist das Buch schnell durchgelesen, vor allem, da ein Großteil aus leeren Seiten besteht, wo der Leser selbst etwas hineinschreiben kann. Das ist eine gute Idee, da es das Buch zu etwas Persönlichem werden lässt, in dem man in seinen Notizen blättern kann, wenn man sich neu motivieren muss.

Vor allem aber der Kürze ist es geschuldet, dass das Buch eher an der Oberfläche kratzt. Daher würde ich es tatsächlich nur für jüngeres Publikum empfehlen, nämlich solche, die gerade am Anfang ihres „schwulen Lebens“ stehen und nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Für diejenigen Leser kann das Buch bestärken und unterstützen, vor allem aber zeigt es, dass man niemals allein dasteht, sondern es viele junge Menschen gibt, die ähnliches durchgemacht haben.

Sicherlich gibt es auch Menschen, die ihre Homosexualität erst im höheren Alter entdecken und unsicher sind. Aber diese gehen unter Umständen anders mit dieser Unsicherheit um und können dafür auf eine gewisse Lebenserfahrung zurückgreifen.

Sieht man davon ab, wirkt das Buch zudem wie ein Fanbuch, da viele Fotos des Autors eingebracht sind, die es durchaus aufwerten, aber für Nichtfans unnötig sind. Aus den genannten Gründen ist die Zielgruppe ab 12 bis 18 zu suchen.

Fazit:

Am Ende bleibt wohl die Frage: Braucht man so ein Buch? Allgemein würde ich diese Frage mit ja beantworten. Es gibt mit Sicherheit Jugendliche, denen das Buch Kraft und vor allem Antworten gibt, was mit ihnen „falsch“ ist (bzw. eben nicht). Allerdings kratzt Nico Abrell nur an der Oberfläche. Nichtsdestotrotz verdient der Autor viel Lob, so eine persönliche Geschichte mit der Öffentlichkeit zu teilen.

Ich bin ich - und jetzt?

Ich bin ich - und jetzt?

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