Herz aus Gold und Asche

Erschienen: Juli 2016

Bibliographische Angaben

Hardcover, 336 Seiten

Couch-Wertung:

7

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Rita Dell'Agnese
Ein unterhaltsames Leseerlebnis

Buch-Rezension von Rita Dell'Agnese Mär 2019

Dem Geheimnis der Basilisken auf der Spur

Elin träumt von einem Studium und davon, in die Forschung zu gehen wie ihr Vater. Doch für die junge Frau ist es nicht leicht. Denn sie lebt seit dem frühen Unfalltod ihrer Eltern zusammen mit ihrem Bruder Nico bei ihrer Tante Sina. Das Geld ist knapp, die Studienkosten unerschwinglich. Da bekommt Elin eine Stelle beim Pharmaunternehmen Panazea in Basel angeboten. Ein Job, der ihr auch das Studieren möglich machen soll. Sina ist davon nicht begeistert. Sie macht Panazea für den Unfall der Eltern von Elin und Nico verantwortlich. Doch Elin mag sich davon nicht abhalten lassen und nimmt das Jobangebot an. Denn da ist noch der geheimnisvolle Sicherheitsmann Esra, dem Elin an ihrem ersten Tag buchstäblich in die Arme läuft. Elin kann sich seinem Charme nicht entziehen. Als sie merkt, dass bei Panazea etwas nicht stimmt, ist er es, dem sie sich anvertrauen kann. Auch Esra vertraut ihr sein Geheimnis an und nimmt Elin mit in eine geheimnisvolle Unterwelt, die von ganz besonderen Wesen bevölkert ist.

Von allen Elementen etwas

Katja Ammon bietet ihren Leserinnen und Lesern ein umfangreiches Werk, das sich verschiedenen Themen annimmt. Zum einen ist es die Liebesgeschichte von Elin und Esra, die im Zentrum steht, aber nicht so viel Raum einnimmt, dass daneben nichts mehr Platz hätte. Zum anderen ist es der gerade überwundene Krebs von Nico, der eine wichtige Rolle spielt. Der empfindsame Teenager sieht sich bei seiner Rückkehr in die Schule von den Mitschülern gemobbt, weil er durch seine Krankheit unter anderem die Haare verloren hat. Hier ist also ein weiterer Themenbereich, der allerdings nicht voll ausgereizt wird: Das Ausgrenzen von Menschen, die anders sind.

Die Autorin mischt in ihren Roman noch weitere Elemente, wie ein geheimnisvolles Medaillon, durch das Elin in der Lage ist, geheime Schriftzeichen zu entschlüsseln. Oder die fantastische Geschichte des Fabelwesens Basilisk, die spätestens seit Harry Potter einer breiteren Masse bekannt sind. In der Stadt Basel, in der auch der Roman spielt, gehört die Geschichte der Basilisken zu den heimischen Fabeln. Natürlich darf auch ein Schuss Intrige, Geldgier, Machtgelüste und vieles mehr nicht fehlen. So entsteht ein Roman, der einiges zu bieten hat.

Charakteren fehlt die Tiefe

Vom Plot und von den Ideen her wäre der Roman Ein Herz aus Gold und Asche durchaus etwas bemerkenswert anderes, das aus der Masse der Fantasy-Geschichten heraussticht. Doch bleibt die ganze Geschichte leider etwas blutleer. Denn Katja Ammon mag ihren Charakteren nicht so richtig Leben einzuhauchen. Sie bleibt stark an der Oberfläche, zeichnet eher zwei- denn dreidimensional und macht vieles, was wichtig wäre, nicht sichtbar. Weder Elin noch Esra haben Ecken und Kanten, sie sind zu geschmeidig und damit zu unsichtbar. Leider verpasst es Katja Ammon auch, farbenfrohe Bilder vor dem inneren Auge entstehen zu lassen. Die Basilisken werden nur in Grundzügen beschrieben, es fehlt der Input, der das einzelne Wesen zu einer schillernden Figur machen würde. Dazu kommt, dass sich durch die Geschichte einige Fragen ergeben, die nicht schlüssig oder gar nicht beantwortet werden. So etwa die Frage, weshalb Esra von seinesgleichen nicht als Anführer erkannt wird, obwohl er die absolut klassischen, traditionellen Merkmale trägt. Hier gibt es noch viel Luft nach oben.

Fazit:

Der Roman von Katja Ammon Herz aus Gold und Asche ist ein unterhaltsames Leseerlebnis, das nach mehr ruft: Mehr Informationen über die Basilisken, mehr Informationen über den Krebs von Nico, mehr Lebendigkeit und farbenprächtige Bilder. So bleibt der Roman zwar unterhaltend, aber es fehlt ihm das gewisse Etwas.

 

 

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