Offline ist es nass, wenn's regnet

Erschienen: Januar 2019

Bibliographische Angaben

Aus dem Amerikanischen übersetzt von Anne Brauner

336 Seiten

Couch-Wertung:

8

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Julian Hübecker
Beflügelnd – holt die Wanderstöcke raus!

Buch-Rezension von Julian Hübecker Mär 2019

„Meine Zeit ist begrenzt und ich will keine Sekunde verschwenden.“

Was ist, wenn dein Leben dir entgleitet? Wenn du Freundschaft nur noch über die Anzahl der Abonnenten deines Instagram-Accounts definierst? Wenn das einzige, das dein Herz zum Schlagen bringt, die Klicks zu deinen Fotos sind, die du online stellst? Und vor allem, wenn du ausgerechnet den Menschen im Stich lässt, der dir stets am nächsten war? Und dieser nun tot ist…

Eine beschwerliche Wanderung zu sich selbst

Mari steckt in einer Schleife fest: Ihre Klamotten, ihr Körper, sogar ihr Frühstück müssen perfekt sein, nicht für sie, sondern für die Welt im Internet. Sie lechzt nach Aufmerksamkeit und merkt nicht, wie sie in einem Hamsterrad dem immer gleichen Muster folgt. Als schließlich ihr 18. Geburtstag naht, holt die Vergangenheit sie jedoch ein. Denn sie war mal anders, lebenslustig und hatte den einen besonderen Menschen, der ihr alles bedeutet hat: ihre Cousine Bri.

Doch Bri ist tot und auf Mari lastet die Schuld schwer, da sie den Kontakt einige Jahre zuvor abgebrochen hat. Nun versucht sie die Verbindung zur ihr zurückzugewinnen, ihren Spuren zu folgen. Was eignet sich da besser, als sich dem zu widmen, was Bri am meisten liebte: dem echten Leben. Daher entscheidet sie sich, Bris zuletzt geplante Wanderung durch den Yosemite-Nationalpark aufzunehmen – selbst für geübte Wanderer eine Herausforderung.

Auf ihrem beschwerlichen Weg begegnet sie allerlei Menschen, die sie bestärken, immer wieder ein Stück weiterzugehen und sich selbst herauszufordern. Schließlich scheint sie sogar echte Freunde zu finden, die den Weg mit ihr gehen. Doch im Grunde gibt Mari nur vor, jemand zu sein, der sie nicht ist. Wie reagieren die Freunde, als sie die Wahrheit erfahren?

Legt euer Smartphone zur Seite und raus mit euch!

Inspirierend – so lässt sich am ehesten Jessi Kirbys Roman Offline ist es nass, wenn’s regnet beschreiben. Es inspiriert, weil das, was Mari auf sich nimmt, glaubhaft vermittelt wird. All die Stärken, die Mari plötzlich an sich wahrnimmt, die Unsicherheiten, die sie in Hartnäckigkeit umwandelt – man glaubt diese Transformation und will es selbst ausprobieren. Vor allem aber lehrt das Buch, dass man auch seine Schwächen kennen muss, um an ihnen arbeiten zu können. Well done, Kirby!

Ein wesentlicher Aspekt kam jedoch zu kurz: die Emotionen. Zwar war der Hintergrund ein trauriger, nämlich der Tod der Cousine, doch ist dieser Umstand nicht voll ins Herz gegangen. Einzig ein Moment zum Ende hin, wo Mari in einem Bergsee eine wunderschöne filmreife Verbindung zu Bri hatte, war berührend. Von diesen Momenten hätte es mehr geben dürfen, denn die Geschichte liest sich wie ein Roadmovie mit romantischen Sonnenuntergängen, prasselndem Regen und umwerfender Natur.

Aufgewertet wurde das Buch noch durch einige Gimmicks, wie kleine Nachrichten und Illustrationen. Das hat dem Ganzen einen niedlichen Touch gegeben und gleichzeitig den Spaß an der Wanderung vermittelt. Denn vor allem geht es um die Message, nicht das Leben aus den Augen zu verlieren neben all dem Twitter, Facebook und Co. Es gibt eine Welt da draußen, die sich zu entdecken lohnt. Und es ist allemal besser, dies selbst zu erleben, als es andere erleben zu lassen und nur auf Instagram zu verfolgen.

Fazit:

Dieses Buch macht Bock! Es ist gar nicht so verkehrt, sich mal wieder auf das Wesentliche zu besinnen. Maris Geschichte hilft dabei.

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