Underdogs: Die Wolfe-Trilogie

Erschienen: Januar 2019

Bibliographische Angaben

Aus dem Amerikanischen von Alexandra Ernst und Ulrich Plenzdorf

Originaltitel: Underdog/ Vorstadtfighter/ When Dogs Cry

Taschenbuch, Broschur, 528 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

Couch-Wertung:

10

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Julian Hübecker
Eine emotionale Geschichte zweier Brüder

Buch-Rezension von Julian Hübecker Mär 2019

„Ich zeigte Anzeichen einer äußerst zweifelhaften Moral, wenn man das überhaupt so nennen konnte.“

Cameron hat es nicht leicht mit seinem Bruder, der nur so vor Selbstvertrauen strotzt. Dabei hätte er auch gerne mehr von dieser Eigenschaft. Vielleicht hilft ihm ja das illegale Amateurboxen, mehr aus sich herauszukommen. Und vielleicht wagt er ja sogar mal eines der Mädchen anzusprechen, in die er sich unsterblich verliebt? Doch so ist Cameron nicht – noch nicht.

Über das Erwachsenwerden

Erstmals erscheinen Zusaks Klassiker in einem Band: Underdog, Vorstadtfighter und When Dogs Cry. Die Trilogie um die Wolfe-Brüder gehört neben „Die Bücherdiebin“ zu Zusaks bekanntesten Romanen – und das aus gutem Grund!

Cameron lebt mit seinen Geschwistern Ruben, Steve und Sarah sowie den Eltern in Verhältnissen, die unter dem Mittelstand liegen. Vor allem mit Ruben versteht er sich gut, da Steve nur seine Arbeit und Sarah ihr Freund wichtig sind. Stets ist es aber Ruben, der weiß, wo es lang geht, der keine Angst kennt und auf die blödesten Ideen kommt. So ist er es auch, der seine erste Freundin hat, während Cameron lieber für sich bleibt.

Anfangs fällt dies noch nicht so ins Gewicht, doch je älter die Jungs werden, desto mehr leben sie sich auseinander. Einzig das Boxen (jeweils nur mit einem Handschuh, da sie bloß ein Paar besitzen) eint sie nach wie vor, weshalb sie sich zu illegalen Boxkämpfen überreden lassen. Während Ruben schnell zum Champion heranwächst, kann Cameron kaum einen Kampf für sich entscheiden.

Vor allem während dieser Zeit zeigen sich die unterschiedlichen Charaktere der beiden. Ruben fällt alles zu, doch weiß er dies nicht zu schätzen. Cameron dagegen hadert besonders mit dem Erwachsenwerden und entwickelt starke Selbstzweifel. Als er sich dann auch noch in Rubens Freundin verliebt und der Meinung ist, diese besser behandeln zu können, als Ruben es tut, glaubt er immer weniger an sich.

Schließlich scheitert die Beziehung, und Cameron wittert seine Chance. Doch ist er stark genug, sich selbst zu beweisen?

So emotional kann Geschwisterliebe sein

Underdogs ist mein erster Markus Zusak, der damit prompt in die persönliche Liste von Lieblingsautoren gewandert ist! Er schreibt sehr subtil, braucht keine großen Worte, um die Gefühle dahinter zu transportieren. Jedes der drei Bücher erreicht ein neues Level an Emotionen, die die Brüder beschäftigen. Anfangs sind dies noch schwer zu fassende Gedankenkarusselle von Teenagern, die sich zum Ende hin zu Krisen des Erwachsenwerdens ausweiten.

Cameron und Ruben sind ganz besondere Charaktere, die man in ihrer Unbedarftheit ins Herz schließen muss. Sie stehen im Schatten ihrer älteren Geschwister, geben sich jedoch nicht auf, solange sie einander haben. Insbesondere Camerons Seele offenbart sich oft, da aus seiner Sicht erzählt wird. So entwickelt sich eine ganz besondere Beziehung zum Leser.

Zugegeben, das Cover und der Buchrückentext vermitteln einen falschen Eindruck vom Inhalt. Hier geht es nicht um Boxkämpfe (die nur im zweiten Buch eine primäre Rolle spielen) oder Gangs und dergleichen. Vielmehr geht es um Familienzusammenhalt, die Beziehung zwischen Geschwistern, auch um Armut und ein Stück weit Gesellschaftskritik. All das weiß Zusak in eine Geschichte zu verpacken, ohne dass es zu schwere Kost wird.

Positiv hervorzuheben ist auch, dass jedes der Bücher sehr kurz und in sich abgeschlossen ist. Wenngleich man die Wolfe-Familie mit Beenden der Trilogie vermisst, hätten die Bücher nicht länger sein dürfen.

Fazit:

Einfühlsam lässt Cameron an seinem Leben teilhaben. Seine Sicht der Dinge und die Treue zu seinem Bruder machen ihn zum Leserliebling. Eine absolute Leseempfehlung!

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