Morgen irgendwo am Meer

Erschienen: April 2019

Bibliographische Angaben

Broschur, 480 Seiten

ISBN: 9783570312728

Couch-Wertung:

7

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Julian Hübecker
Ein sommerlicher Trip gespickt mit vielen Emotionen

Buch-Rezension von Julian Hübecker Jul 2019

„Ihre Begeisterung für die kleinsten Dinge lässt mich sie fasziniert beobachten, das aufgeregte Funkeln in ihrem Blick, wenn sie wieder etwas entdeckt hat, (…)“

Das Meer als Ziel vor Augen – ein perfekter Abschluss nach den anstrengenden Prüfungen im Abitur. Vier Jugendliche wollen sich mit dem Auto auf den Weg machen und sich dem Fernweh hingeben. Doch sie haben eine lange Fahrt vor sich und obwohl sie das gleiche Ziel haben, müssen sie sich bald fragen: Was erwarten sie von ihren Mitmenschen?

Die vielen kleinen ungesagten Dinge …

Das Abitur ist vorbei – endlich! Das Leben steht mit offenen Türen vor einem, bereit, einen in eine ungewisse Zukunft voller Möglichkeiten zu entlassen. Für Romy und Julian ist jedoch klar: Sie wollen ihre Zukunft gemeinsam planen. Sie ergänzen sich hervorragend und geben einander Sicherheit und Wärme. Während Romy jedoch weiß, dass sie sich der Meeresforschung widmen möchte, ist sich Julian seiner Berufsplanung nicht sicher – ganz zum Verdruss seiner Eltern, die ihn damit auf die Palme bringen.

Konrad dagegen muss noch ein Jahr bis zum Abitur warten. Einst war er Romys bester Freund. Doch etwas ist geschehen, das die beiden entzweit hat. Konrad will sich damit jedoch nicht anfreunden. Er plant einen Sommertrip durch Frankreich und Spanien bis nach Portugal – nur mit Romy. In dieser Rechnung fehlt jedoch Julian, der sich aus Trotz und um Romy einen Gefallen zu tun mit anschließt. Diese Konstellation scheint so explosiv wie ein Pulverfass.

Und da wäre noch Nele, die die Gruppe ein bisschen aufweichen soll. Über Carsharing hat sie sich der Fahrgemeinschaft angeschlossen, da sie in Spanien eine Fotoakademie besuchen möchte. Schnell bemerkt sie jedoch die vielen unterschwelligen Spannungen, die aus offensichtlichen wie auch unbekannten Beweggründen zwischen den anderen herrschen. Denn sie alle haben das ein oder andere Geheimnis, das sie mit sich herumtragen. Vor allem Julian leidet unter der gemeinsamen Vergangenheit von Romy und Konrad, der sich die beiden nie gestellt haben. Doch was ist damals passiert? Und warum hat Julian das Gefühl, als würde Romy noch einen anderen lieben?

… die unausgesprochen zu großen Problemen anwachsen

Adriana Popescus Morgen irgendwo am Meer ist ein wirklich geladener Roman aus versteckten Gefühlen. Jede einzelne Seite knistert nur so vor Wut, Enttäuschung, Trauer und vor allem Eifersucht. Gut, man muss im Hinterkopf halten, dass es sich um Teenager handelt. Aber wiederholt kommt einem der Gedanke, dass es so viel einfacher wäre, wenn man nur miteinander reden würde.

Aber nein, immer mehr verstricken sich die drei (Nele bleibt hier erstmal außen vor) in ihren negativen Gedanken und Lügen, machen den Trip zu einer Achterbahnfahrt der schlechten Gefühle (und nicht der spaßigen mit Aufs und Abs sowie Loopings – es geht immer nur hinab). Klar, das Buch muss einen auch bei der Stange halten, aber zwischendurch waren die Probleme sowie das Verhalten der Teenager einfach nur nervig.

Doch dann der Lichtblick: Nele. Zwar hat sie ihre eigene Suppe auszulöffeln, doch erscheint sie von allen am vernünftigsten. Mit ihrer ungezwungenen, lustigen Art lockert sie die ganze Fahrt auf und fasziniert sowohl die anderen als auch den Leser mit ihrer Begeisterungsfähigkeit. Ohne sie wäre die Geschichte sehr anstrengend zu lesen gewesen.

Irgendwann offenbart sich schließlich die gemeinsame Vergangenheit von Romy und Konrad. Und tatsächlich kommt beim Leser Verständnis auf, ja, man fühlt und trauert sogar mit. Kann man gewisse Verhaltensweisen zwar noch immer nicht ganz nachvollziehen, macht das ganze Gefühlschaos zumindest mehr Sinn, und der Roadtrip erscheint in einem ganz anderen Licht.

Fazit:

Ein Buch, das sich hervorragend für den Sommer eignet. Das Gefühlswirrwarr nervt zwar irgendwann, doch lockert Nele dies ungemein auf. Ihre ungezwungene Art gepaart mit sommerlichen Eindrücken und einer tragischen Vergangenheit berühren zutiefst.

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